Pan Shancu läuft 50  Kilometer während Coronavirus-Quarantäne.
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Pan Shancu läuft 50  Kilometer während Coronavirus-Quarantäne.

Covid

Coronavirus: Mann trotzt Quarantäne und läuft 50 Kilometer in eigener Wohnung

  • Jakob Maurer
    vonJakob Maurer
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Ein Läufer lässt sich in China nicht von der Coronavirus-Quarantäne bremsen und verlegt sein Training nach drinnen - 2018 machte der Mann schon einmal Schlagzeilen.

  • Ein Mann in China ist wegen des Coronavirus 50 Kilometer in der eigenen Wohnung gelaufen
  • Die chinesische Regierung hat in vielen Städten Ausgangssperren verhängt
  • 2018 machte der Läufer schon einmal Schlagzeilen

Hangzhou - Das Coronavirus lähmt China. Die Wirtschaft stagniert, Metropolen verwandeln sich in Geisterstädte. Die Regierung setzt im Kampf gegen die Epidemie auf Massen-Quarantäne: Nicht nur die elf Millionen Bewohner der Stadt Wuhan, in der die Infektionskrankheit mutmaßlich ausbrach, leiden darunter. Die Kontrollen und Isolierungsmaßnahmen werden auch auf andere Provinzen und Städte ausgeweitet. Betroffen ist auch Hangzhou, eine Stadt südlich von Schanghai mit Sitz des Online-Konzerns Alibaba.

Dort wollte sich ein chinesischer Marathonläufer nun jedoch nicht mehr länger vom Coronavirus und der Ausgangssperre bremsen lassen und rannte 50 Kilometer - in seiner eigenen Wohnung. Pan Shancu stellte dafür zwei große Tische in einem Zimmer aneinander und lief nach eigenen Angaben die acht Meter „lange“ Runde mehr als 6000 Mal. Das berichtet nun der „Guardian“ und bezieht sich dabei auf einen Internet-Post des Läufers.

Coronavirus: Marathonläufer aus China trotzt Quarantäne

„Ich war viele Tage nicht mehr draußen, heute kann ich es nicht mehr ertragen, nur herumzusitzen!”, schrieb Pan Shancu demnach vergangene Woche als Reaktion auf das Coronavirus beim chinesischen Internet-Dienst Weibo, einer Art Twitter-Klon. Dazu postete er ein Video aus seiner Wohnung, das ihn beim 50-Kilometer-Lauf zeigt, und Screenshots von einer Tracking-App als Beweis für seine Leistung.

Für diese neue Form des minimalistischen Extremsports benötigte Pan Shancu fast fünf Stunden - vier Stunden, 48 Minuten und 44 Sekunden. Pro „Runde“ benötigte er umgerechnet also weniger als drei Sekunden. Er sei völlig durchgeschwitzt gewesen, schreibt er auf Weibo und weiter: „Das fühlt sich großartig an!“

Coronavirus: China reagiert mit Massen-Quarantäne

Der Chinese machte bereits vor dem Ausbruch des Coronavirus und seinem Quarantänen-Ultralauf mit einer extremen Aktion auf sich aufmerksam. Zum chinesischen Neujahrsfest Anfang 2018, zwei Jahre vor dem Ausbruch der Infektionskrankheit in Wuhan, lief er 211 Kilometer durch Ost-China in seine Heimatstadt. Umgerechnet sind das mehr als fünf Marathon-Läufe nacheinander. 

Für die Strecke von Hangzhou, wo er jetzt unter Quarantäne steht und eine Massagepraxis betreibt, nach Tiantai benötigte der damals 42-Jährige 27 Stunden. „Laufen macht mehr Spaß als mit dem Auto oder mit dem Bus zu fahren. Man kann die Landschaft auf dem Weg mehr genießen”, sagte er damals der „South China Morning Post“ zufolge.

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