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News aus Deutschland

Corona-„Sonderlage“ in deutscher Grenzstadt - Lauterbach sieht „erstes Beispiel, was uns mit Mutation drohen könnte“

  • Patrick Mayer
    vonPatrick Mayer
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Die Corona-Mutationen machen in der Coronavirus-Pandemie in Deutschland große Sorgen. Ein Bundesland verlängert jetzt den Lockdown. Der News-Ticker.

Update vom 19. Februar, 18.52 Uhr: Dänemark* schließt aufgrund der Corona-Situation in Flensburg (siehe vorheriges Update) mehrere kleinere Grenzübergänge nach Deutschland*. Das teilte das Justizministerium am Freitag in Kopenhagen mit. Konkret bedeutet das, dass die dänische Polizei ab Mitternacht in der Nacht zum Samstag insgesamt 13 Grenzübergängen schließt.

Wichtige Übergänge wie Frøslev, Kruså und Padborg bleiben dagegen offen. Dort werde aber „wesentlich intensiver“ kontrolliert, erklärte das Ministerium. Die Maßnahmen gelten demnach vorübergehend mit Hinblick darauf, die Situation südlich der Grenze zu klären. „Grenzkontrollen sind ein wichtiges und notwendiges Werkzeug, um neue Infektionsketten außer Landes zu halten“, erklärte Justizminister Nick Hækkerup.

Corona-Infektionen in Flensburg fast nur noch mit Mutante B.1.1.7

Update vom 19. Februar, 16.20 Uhr: Die aus Großbritannien stammende Mutation B.1.1.7 verbreitet sich nicht nur schneller, viele Experten sind der Meinung, dass die Mutante auch einen schwereren Verlauf begünstigen könnte. Genau diese Mutation wird nun immer häufiger auch in Deutschland registriert. In Flensburg werden nach Angaben von Oberbürgermeisterin Simone Lange (SPD) inzwischen sogar fast nur noch Corona-Infektionen mit der Variante B.1.1.7 festgestellt. In den vergangenen Tagen seien in 80 Fällen Mutanten nachgewiesen worden, sagte Lange am Freitag.

Corona-„Sonderlage“ in Grenzstadt - Lauterbach sieht „erstes Beispiel, was uns mit Mutation drohen könnte“

Update vom 19. Februar, 10.22 Uhr: Der SPD-Gesundheitspolitiker Karl Lauterbach äußerte sich via Twitter zur Ausbreitung der Virus-Mutanten in der Stadt Flensburg. Er sehe darin ein „erstes Beispiel, was uns mit weiterer Verbreitung von UK B.1.1.7 drohen könnte“. Lauterbach vertritt die Ansicht, dass nur ein „strikter Lockdown, bis wir klar unter der Zielinzidenz von 35 liegen“ das verhindern kann. Dann bildeten sich weniger Cluster und eine Kontrolle über Kontaktpersonen wäre wieder möglich, so Lauterbach auf Twitter.

Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Daniel Günther hatte am Mittwoch verkündet, dass die Infektionszahlen in fast allen Regionen des Bundeslandes zurückgingen. „Wir haben aber eine Sonderlage in der Stadt Flensburg und dem Kreis Schleswig-Flensburg“, wo die Zahlen zu großen Sorgen führten. Laut der Oberbürgermeisterin Flensburgs, Simone Lange, gingen hier 33 Prozent der Neuinfektionen auf die Mutante B.1.1.7 zurück. Die Landesregierung entschied für den Kreis Flensburg daher eine nächtliche Ausgangssperre zwischen 21 und 5 Uhr und eine Verschärfung der Kontaktbeschränkungen. Im Gegensatz zum Rest des Landes, werden hier die Schulen auch nicht wieder ab dem 22. Februar öffnen.

Corona in Deutschland: Kein deutlicher Rückgang der Inzidenz

Update vom 19. Februar, 6.20 Uhr: Das Robert-Koch-Institut (RKI) hat binnen eines Tages 9113 Corona-Neuinfektionen verzeichnet. Zudem sind weitere 508 Menschen in Zusammenhang mit dem Coronavirus gestorben, wie aus den Zahlen des RKI vom Freitag (Stand 5.30 Uhr) hervorgeht. Nachträgliche Änderungen oder Ergänzungen sind möglich. Vergangenen Freitag meldete das RKI 9860 Neuinfektionen.

Die Sieben-Tage-Inzidenz sank bundesweit im Vergleich zum Vortag nur leicht: von 57,1 auf nun 56,8. Schon in den Tagen zuvor hatte es keinen deutlichen Rückgang der Inzidenz mehr gegeben. Der bundesweite Sieben-Tage-R-Wert lag laut RKI-Lagebericht vom Donnerstagabend bei 0,94 (Vortag 0,85). Der Wert gibt an, dass 100 Infizierte rechnerisch 94 weitere Menschen anstecken, wobei er jeweils das Infektionsgeschehen vor 8 bis 16 Tagen abbildet.

Corona Deutschland: Lockdown-Verlängerung in Thüringen

Update vom 18. Februar, 22.23 Uhr: Die Menschen in Thüringen müssen sich auf noch wochenlang anhaltende Einschränkungen wegen der Corona-Pandemie einstellen. Eine neue Verordnung, die am Freitag in Kraft tritt, sieht eine Verlängerung des Lockdowns mit Kontaktbeschränkungen und Ladenschließungen bis 15. März vor. Nach Angaben des Gesundheitsministeriums sei es aber jederzeit möglich, die Geltungsdauer bei Bedarf auch zu verkürzen. Die Verordnung enthält auch Lockerungen.

In Thüringen ist das Infektionsgeschehen weiterhin stärker als in allen anderen Bundesländern. Die Sieben-Tage-Inzidenz der Neuinfektionen pro 100 000 Einwohnern und sieben Tagen stieg am Donnerstag im Freistaat nach Zahlen des Robert-Koch-Instituts und der Staatskanzlei binnen 24 Stunden von 111,6 auf 119,5. Der Bundeswert lag dagegen bei 57,1. Thüringen ist derzeit das einzige Bundesland mit einem Inzidenzwert über 100.

Update vom 18. Februar, 19.41 Uhr: Die erstmals in Großbritannien aufgetretene Coronavirus-Mutation B.1.1.7 breitet sich offenbar auch in Deutschland immer weiter aus. Das zeigt etwa das Beispiel Düsseldorf.

In der nordrhein-westfälischen Landeshauptstadt macht die Variante bereits mehr als 40 Prozent der Infektionen aus. Der Anstieg ist sprunghaft. Am Dienstag habe der Anteil noch bei 27 Prozent, am Mittwoch 30 Prozent und am Donnerstag bei mehr als 40 Prozent gelegen.

Seit Dienstag steige in Düsseldorf auch die Sieben-Tages-Inzidenz wieder an. Von 33,8 am Dienstag stieg sie auf 44,9 am Donnerstag. Damit gebe es keine Rechtsgrundlage für mögliche Lockerungen, für welche ein Inzidenzwert von unter 35 erforderlich wäre.

Corona Deutschland: Schlimmer Ausbruch in Leipziger Pflegeheim - fast ein Viertel der Bewohner tot

Update vom 18. Februar, 14.55 Uhr: Nach einem größeren Corona-Ausbruch in einem Leipziger Pflegeheim ist fast ein Viertel der Bewohner gestorben. Der Ausbruch begann wenige Tage, nachdem es erste Impfungen der Bewohner gegeben hatte, wie die Stadt am Donnerstag mitteilte. Es sei jedoch nicht nachvollziehbar, ob sich die Menschen vor oder nach dem Impftermin angesteckt haben. Für Corona-Impfungen sind zwei Termine nötig, damit sie ihren vollständigen Schutz entfalten. Zuvor hatte
die „Leipziger Volkszeitung“ darüber berichtet.

Der Ausbruch habe am 18. Januar begonnen, am 14. starteten die Erstimpfungen. 70 Menschen lebten laut Stadt in dem Pflegeheim. 46 Bewohner und 21 Beschäftigte steckten sich an. 16 Bewohner starben. Das Heim sei unter Quarantäne gestellt worden, die am 10. Februar wieder aufgehoben wurde. Aktuell seien alle Bewohner negativ getestet.

Corona in Deutschland: Polizei muss gleich zwei Feiern stoppen

Update vom 18. Februar, 15 Uhr: Experten warnen eindringlich: die Corona-Mutationen können in Deutschland und der Welt noch viel Schaden anrichten. Doch 32 Gäste einer Geburtstagsparty zeigten sich von den Warnungen und Vorhersagen der Politik nun unbeeindruckt. In Zwickau war die Polizei am Mittwochabend wegen Lärms zu einem Haus gerufen worden, dort trafen die Beamten auf 16 Erwachsene und 18 Kinder. Wie die Polizei am Donnerstag erklärte, feierten die Anwesenden einen Geburtstag. Sie stammten aus neun verschiedenen Haushalten. Gegen alle volljährigen Feiernden sei eine Anzeige wegen Verstoßes gegen die
Corona-Schutzverordnung gestellt worden. Gastgeber sei ein 22-Jähriger gewesen.

Und auch in Gelsenkirchen wurde eine Party gestoppt. Dort traf die Polizei elf Erwachsene und sieben Kinder in einer Wohnung an. Gegen 22 Uhr hatten sich Nachbarn über den Lärm beschwert. „Schon beim Eintreffen nahmen die Beamten die laute Musik aus einer der Wohnungen wahr“, so die Polizei am Donnerstag. Insgesamt habe man dann 18 Personen angetroffen - und das mitten in der Pandemie. „Die Polizeibeamten erteilten allen nicht dort wohnhaften Gästen einen Platzverweis und schrieben Anzeigen wegen des Verstoßes gegen die Coronaschutzverordnung.“

Corona in Deutschland: Impf-Debakel nimmt groteske Züge an - Tausende Termine bleiben frei

Update vom 18. Februar, 12.20 Uhr: Während viele Millionen Menschen aktuell auf einen Impftermin in Deutschland warten, sind in Sachsen mehr als 2500 solcher Termine allein in dieser Woche noch frei. Probleme bereiten vor allem die Impfungen mit dem Produkt von Astrazeneca, das für über 65-Jährige nicht geeignet ist und daher für medizinisches und Pflegepersonal vorgesehen ist, wie Kai Kranich vom Deutschen Roten-Kreuz Sachsen am Donnerstag sagte. „Wir vermuten, dass diese Zielgruppe noch nicht ausreichend darüber informiert ist, dass es für sie freie Termine gibt.“ Doch es sei nicht einfach, diejenigen zu finden, die nun bei der Impfung an der Reihe seien.

Doch das könnte nicht das einzige Problem des schleppenden Impf-Kurses sein. Nach der anhaltenden Kritik am Vakzin von Astrazeneca schließt das DRK Sachsen nicht aus, dass es eine allgemeine Verunsicherung wegen der Wirksamkeit des Impfstoffs gebe. In 50 von 1000 Fällen in Sachsen wurde dieser Impfstoff abgelehnt, wie Kranich erklärte.

Die großen Organisationen der Ärzteschaft haben die Pflegerinnen und Pfleger eindringlich aufgerufen, sich impfen zu lassen. „Wer nicht geimpft ist, hat ein deutlich höheres Risiko, an Covid-19 zu erkranken.“ Alle zugelassenen Impfstoffe, auch der von Astrazeneca, „helfen, schwere Krankheitsverläufe und Krankenhausaufenthalte zu vermeiden“.

Corona in Deutschland: RKI veröffentlicht Infektionszahlen - auf weiter konstantem Niveau

Update vom 18. Februar, 10.40 Uhr: Die Gesundheitsämter in Deutschland haben dem Robert Koch-Institut (RKI) binnen eines Tages 10 207 Corona-Neuinfektionen gemeldet - kaum weniger als vor einer Woche. Zudem wurden innerhalb von 24 Stunden 534 weitere Todesfälle verzeichnet.

Am Donnerstag vergangener Woche hatte das RKI binnen eines Tages 10 237 Neuinfektionen und 666 neue Todesfälle verzeichnet. Der Höchststand von 1244 neu gemeldeten Todesfällen war am 14. Januar erreicht worden. Bei den binnen 24 Stunden registrierten Neuinfektionen war mit 33 777 am 18. Dezember der höchste Wert erreicht worden, er enthielt jedoch 3500 Nachmeldungen. Die Zahl der binnen sieben Tagen gemeldeten Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner (Sieben-Tage-Inzidenz) lag laut RKI am Mittwochmorgen bundesweit bei 57,1 - und damit geringfügig höher als am Vortag (57,0). Schon in den Tagen zuvor hatte es keinen deutlichen Rückgang der Inzidenz mehr gegeben. Vor vier Wochen, am 21. Januar, hatte die Inzidenz noch bei 119,0 gelegen. Ihr bisheriger Höchststand war am 22. Dezember mit 197,6 erreicht worden.

Corona in Deutschland: Zahl der Neuinfektionen stagniert - kein weiterer Rückgang verzeichnet

Droht der seit Wochen beobachtete Rückgang der Infektionszahlen zum Erliegen zu kommen? Eine Einschätzung wird erst in einigen Tagen möglich sein. Experten geben zu bedenken, dass wegen der Witterungsverhältnisse manche Menschen zuletzt später als sonst üblich einen Arzt oder eine Teststelle aufgesucht haben könnten und neue Infektionen darum verzögert erfasst wurden. Noch nicht absehbar ist die Entwicklung im Zuge der Ausbreitung der ansteckenderen Variante B.1.1.7. Der bundesweite Sieben-Tage-R-Wert lag laut RKI-Lagebericht vom Mittwochabend bei 0,85 (Vortag 0,84), auch hier gibt es derzeit Stagnation statt weiteren Rückgang. Der Wert bedeutet, dass 100 Infizierte rechnerisch 85 weitere Menschen anstecken. Der Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen vor 8 bis 16 Tagen ab. Liegt er für längere Zeit unter 1, flaut das Infektionsgeschehen ab.

Update vom 18. Februar, 6.25 Uhr: Nach mehreren Corona-Fällen in einer Physiopraxis im schleswig-holsteinischen Wedel sind mehr als 400 Menschen als Kontaktpersonen in Quarantäne. Der Weg der Infektionen sei noch unklar, teilte der Kreis am Mittwochabend mit. Bislang seien fünf Mitarbeiter und sechs Patienten positiv auf das Coronavirus getestet worden. Die Praxis bleibe zunächst für zwei Wochen geschlossen.

Coronavirus-Pandemie in Deutschland: Corona-Zahlen explodieren - Grenzstadt verhängt Kontaktsperre

Erstmeldung vom 17. Februar: München/Flensburg - Die britische Corona-Mutation B.1.1.7 hält die Behörden in Deutschland ununterbrochen auf Trab. Neueste Entwicklung: Vermutlich wegen der Covid-19-Mutante sind die Neuinfektionen mit dem heimtückischen Coronavirus* in Flensburg binnen kurzer Zeit drastisch gestiegen.

Und das hat Folgen: Ab Samstag, 20. Februar, gilt in der norddeutschen Grenzstadt (rund 90.000 Einwohner) zu Dänemark eine Ausgangssperre zwischen 21 und 5 Uhr samt Kontaktverbot. Heißt konkret: Angehörige eines Hausstandes dürfen dann keine anderen Menschen mehr treffen, weder draußen noch drinnen.

Coronavirus-Pandemie in Deutschland: Große Sorgen wegen der Corona-Mutation B.1.1.7 bundesweit

Das gab Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Daniel Günther (CDU*) an diesem Mittwoch in Kiel bekannt. Von wegen Corona-Lockerungen*! Das nördlichste deutsche Bundesland will mit diesen Kontaktbeschränkungen die Ausbreitung der Mutante möglichst gut unterbinden.

Bereits Anfang der Woche hatte es Quarantäne-Maßnahmen der jeweiligen Behörden in Hamm (Nordrhein-Westfalen) und Osnabrück (Niedersachsen) gegeben. Je nach mehreren positiven Tests auf die Virus-Variante B.1.1.7, die nicht nur deutlich ansteckender, sondern auch gefährlicher als die ursprüngliche Form von Corona sein soll.

Corona-Infektionen in Deutschland: Flensburg liegt in der 7-Tage-Inzidenz weit über dem Durchschnitt

Die Flensburger Oberbürgermeisterin Simone Lange (SPD) erklärte, die aktuelle Situation in der Stadt sei „besorgniserregend“. Mit der „stetig hohen Inzidenzzahl und einem Anteil von Mutationen bei den Infektionen von deutlich über 33 Prozent ist beherztes Handeln gefordert“. Die Sieben-Tages-Inzidenz* in der Stadt lag zuletzt bei 181,9 und damit weit über dem Landesschnitt.

Verfolgen Sie alle Infos und Entwicklungen zur Corona-Pandemie in Deutschland hier im News-Ticker. (pm)

Rubriklistenbild: © Christian Charisius

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