Eindringliche Warnung

Forscher mit entmutigender Prognose: „Coronavirus-Impfstoff wird zu spät kommen“ 

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  • Sonja Plagmann
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    Alexander Kaindl

Das Coronavirus hat mittlerweile Hunderte Todesopfer gefordert. Ein Forscher warnte davor, dass ein Impfstoff nicht mehr rechtzeitig kommen werde.

  • Eine neuartige Lungenkrankheit hat Hunderte Todesopfer gefordert.
  • Das Coronavirus* brach in China aus, auch in Deutschland haben sich bereits Menschen infiziert.
  • Währenddessen gibt es gute Nachrichten aus Australien, die die Patienten hoffen lassen

Update vom 7. Februar:Inzwischen hat das Coronavirus in China 636 Todesopfer gefordert - ein Heilmittel gegen die gefährliche Lungenkrankheit ist noch nicht in Sicht. Im Interview mit dem Spiegel warnte Jeremy Farrar, der Direktor der Stiftung Wellcome Trust, eindringlich davor, dass das Virus nicht wie die frühere Lungenkrankheit SARS nach kurzer Zeit wieder verschwinden könnte. Stattdessen sei es möglich, dass das Coronavirus, das sich viel schneller verbreite als SARS, eine ständige Bedrohung bleibt wie die Grippe.

Laut dem britischen Seuchenexperte ist es wahrscheinlich, dass ein Impfstoff gegen das neuartige Coronavirus 2019-nCoV nicht mehr rechtzeitig kommen wird. Er geht davon aus, dass die drohende globale Aus­breitung der Seuche nicht mehr verhindert werden kann „und wenn wir Pech haben, wird es niemals gelingen“, sagte der Forscher im Interview.

Coronavirus-Medikament gefunden? China vermeldet „Durchbruch“ - WHO widerspricht sofort

Update vom 5. Februar, 15.21 Uhr: Mehr als 24.000 Menschen sind in China mittlerweile mit dem Coronavirus infiziert. Hinzu kommen mindestens 180 Fälle außerhalb des Landes, wie zuletzt auch auf einemKreuzfahrtschiff vor Japan. Entgegen anders lautender Berichte bekräftigte die Welt-Gesundheits-Organisation (WHO) nun, dass es noch kein Medikament gegen die Erkrankung gebe. Noch viel mehr: In Genf sagte ein WHO-Sprecher laut der Tagesschau, dass es „keine bekannte wirksame Therapie“ gegen das Coronavirus gebe. 

Zuvor hatte ein chinesischer TV-Sender berichtet, dass Forschern einer Universität gelungen sei ein wirksames Medikament gegen das Virus zu finden. Daraufhin war etwa bei dem englischen Sender Sky-News von einem „Durchbruch“ berichtet worden. Dem widersprach die WHO nun.

Nach Angaben aus Russland würde auch noch Zeit vergehen, bis ein Gegenmittel gegen den Coronavirus verfügbar sei. „Für einen Impfstoff braucht man mindestens acht bis zehn Monate, wir sind noch in der Anfangsphase ohne klinische Tests“, zitiert die Tagesschau den russischen Gesundheitsminister Michail Muraschko. 

Unterdessen machten deutsche Virologen eine beunruhigende Entdeckung im Bezug auf die Übertragung des Coronavirus. Zudem stellte sich eine anfängliche Annahme als falsch heraus.

Coronavirus: Gegenmittel gefunden? Ungewöhnlicher Medikamenten-Cocktail soll Frau geheilt haben

Update vom 2. Februar, 17.42 Uhr: Ist das endlich der Durchbruch beim Versuch das Coronavirus zu heilen? Thailändische Behörden vermeldeten am Sonntag, dass der Virus erfolgreich behandelt werden konnte. Darüber berichtet die Bild. Demnach wurde eine mit dem Coronavirus infizierte Frau aus China mit einer Mischung aus Grippe- und HIV-Medikamenten behandelt. Der Zustand der Frau habe sich daraufhin drastisch verbessert. Innerhalb von 48 Stunden nach der Gabe des Medikamenten-Cocktails sei der Virus dann nicht mehr nachweisbar gewesen.

Verabreicht worden sei der Frau eine Mischung aus den bei HIV-Erkrankungen eingesetzten Wirkstoffen Ritonavir und Lopinavir, sowie dem Grippe-Mittel Oseltamivir, heißt es in dem Bericht unter Bezugnahme auf das thailändische Gesundheitsministerium in Bangkok. 

Die chinesische Regierung sieht sich unterdessen wegen Mängel im Umgang und anfänglicher Vertuschung im Zusammenhang mit dem Coronavirus unter Beschuss. Nach dem Tod eines Arztes, der schon im Dezember gewarnt hatte, startet China nun eine Untersuchung zum Coronavirus-Krisenmanagement gestartet.

Coronavirus-Heilmittel: Forscher vermelden Durchbruch - Virus konnte isoliert werden

Update vom 2. Februar, 17.05 Uhr: Italienische Forscher haben nach Medienberichten das Coronavirus isoliert. „Das ist international eine wichtige Nachricht. Sie bedeutet, dass es mehr Möglichkeiten gibt, es zu verstehen und zu studieren, um es eindämmen zu können“, sagte der italienische Gesundheitsminister Roberto Speranza am Sonntag. Die Ergebnisse der Wissenschaftler vom nationalen Institut für Infektionskrankheiten Lazzaro Spallanzani in Rom würden der internationalen Gemeinschaft für weitere Forschungen zur Verfügung gestellt.

Video: Was wir über das Coronavirus wissen

An dem Spezialinstitut in Rom werden auch Untersuchungen im Fall eines Corona-Verdachts in Italien durchgeführt. Es gibt in dem Mittelmeerland zwei bestätigte Fälle von chinesischen Touristen, die mit dem Virus aus ihrem Heimatland infiziert sind. Die Forscher selbst erläuterten nach Angaben der Nachrichtenagentur Ansa, sie hätten das Virus weniger als 48 Stunden nach der Diagnose für die beiden Patienten isolieren können. Australische Forscher hatten bereits vor einigen Tagen im Labor das Coronavirus nachgezüchtet.

Coronavirus-Impfung: Forscher vermeldeten „Durchbruch“ - Anti-Ebola-Mittel als Rettung? 

Update vom 2. Februar, 11.52 Uhr: Das neuartige Coronavirus hinter der Lungenkrankheit aus China könnte neben Tröpfeninfektion auch über das Verdauungssystem verbreitet werden. Chinesische Forscher haben das Virus auch in Stuhlproben und Rektalabstrichen gefunden, nachdem sie festgestellt hatten, dass einige Patienten allein Durchfall statt üblicherweise Fieber bekommen haben, wie die amtliche Nachrichtenagentur Xinhua am Sonntag berichtete.

Update vom 1. Februar, 19.59 Uhr: Inzwischen ist auch ein weiterer Infektionsfall des Coronavirus in Deutschland bestätigt. Wie es heißt, soll es sich bei dem Erkrankten um einen Mitarbeiter der Firma Webasto handeln, der in München wohnhaft ist.

Update vom 31. Januar 2020, 21.16 Uhr: Ein Anti-Ebola-Mittel, welches vom Pharmakonzern Gilead entwickelt wurde, könnte einen Durchbruch für den Kampf gegen das Coronavirus bringen. Das Mittel soll sich in Tierversuchen als wirksam gegen den Erreger von SARS gezeigt haben, der Ähnlichkeiten zu dem sich aktuell ausbreitenden Virus hat. 

In Zusammenarbeit mit den chinesischen Gesundheitsbehörden, werde man das Mittel für eine kleine Gruppe an Infizierten zur Verfügung stellen, wie bild.de berichtet. 

Coronavirus-Impfung: Krankenkassen übernehmen Kosten für Schnelltest

Update vom 31. Januar 2020, 19.16 Uhr: Wer wissen möchte, ob er an dem Coronavirus erkrankt ist, kann einen Test machen lassen. Wie das Gesundheitsministerium heute bekannt gab, wird dieser auch von der Krankenkasse gezahlt. Ab Samstag, dem 1. Februar würden die Regelung greifen. Ebenso greift dann auch eine erweiterte Meldepflicht im Hinblick auf den Virus. Es müssen nun schon begründete Verdachtsfälle auf das Coronavirus gemeldet werden und nicht wie bisher nur bestätigte Fälle. 

Die Kassenärztliche Vereinigung (KBV) betonte, dass die Kosten für Tests nur bei jenen Patienten übernommen werden, die nach der Definition des Robert Koch-Instituts zur Risikogruppe gehören. Zu den Kriterien zählen unter anderem ein kürzlicher Aufenthalt in China und Symptome einer Lungenerkrankung.

Coronavirus-Impfung: Forscher suchen rund um den Globus nach einem Impfstoff

Update vom 31. Januar 2020, 12.31 Uhr: Die Tübinger Biotechfirma CureVac soll eine führende Rolle bei der Suche nach einem Impfstoff gegen das Coronavirus übernehmen. Dafür bekommt das Unternehmen zusätzliche Gelder. Über die internationale Impfstoffinitiative CEPI (Coalition for Epidemic Preparedness Innovations), an der auch Deutschland beteiligt ist, werde CureVac 8,3 Millionen US-Dollar (rund 7,5 Millionen Euro) „für die beschleunigte Impfstoffentwicklung und -herstellung sowie klinische Studien“ erhalten, hieß es am Freitag in einer gemeinsamen Mitteilung beider Seiten und des Bundesforschungsministeriums in Berlin.

„Wir entwickeln gerade einen Impfstoff, der nach erfolgreichen präklinischen Studien rasch in klinischen Studien am Menschen getestet werden könnte“, sagte CureVac-Vorstand Mariola Fotin-Mleczek am Freitag. Innerhalb von 16 Wochen soll das gelingen. „Das Corona-Virus beunruhigt in diesen Tagen viele Menschen. Die Entwicklung eines Impfstoffes ist ein äußerst wichtiger Beitrag, die Erkrankung einzudämmen“, sagte Bundesforschungsministerin Anja Karliczek (CDU).

Forschungsinstitute rund um den Globus suchen mit Hochdruck nach einem Impfstoff gegen das neue Coronavirus. Auch in Deutschland arbeiten mehrere Wissenschaftler daran, etwa am Deutschen Zentrum für Infektionsforschung (DZIF). Es dauere mindestens ein Jahr bis klar ist, ob ein Mittel wirkt und sicher ist, schätzt Stephan Becker, Direktor des Instituts für Virologie an der Philipps Universität Marburg und Koordinator des Forschungsbereichs Neu auftretende Infektionskrankheiten am DZIF.

Unterdessen ließ der Coronavirus den Transfer eines Kult-Kickers am Deadline Day platzen. 

Coronavirus-Gegenmittel: Forscher vermeldeten „Durchbruch“ - doch Experte hat schlechte Nachrichten

Update vom 31. Januar 2020, 12.05 Uhr: Fünf infizierte Personen in Deutschland, knapp 9.700 Infizierte in China. Die Anzahl der erkrankten Personen am Coronavirus steigt rapide. Obwohl Forscher bei der Entwicklung eines möglichen Impfstoffs bereits erste Fortschritte verzeichnen konnten, könnte ein Einsatz eines solchen Impfstoffs noch lange auf sich warten lassen. 

Wie der chinesische Epidemiologe Li Lanjun gegenüber der Nachrichtenagentur Xinhua erklärte, müsse mit mindestens einer Wartezeit von rund drei Monaten gerechnet werden. 

Coronavirus-Heilung: Forscher vermelden „Durchbruch“ bei Gegenmittel

Update vom 29. Januar 2020, 11.50 Uhr: Australischen Forschern ist ein Durchbruch beim Coronavirus gelungen. Sie arbeiten bereits an einem Gegenmittel. Aber auch ohne ein Heilmittel werde die Sterblichkeitsrate dank lebenserhaltender Geräte und der Anstrengungen des medizinischen Personals „sicherlich weiter sinken“. Das erklärte der renommierte chinesische Wissenschaftler Zhong Nanshan

In Deutschland werden aber auch alternative Heilmethoden gegen das Virus empfohlen. Die Website homoeopathiewatchblog.de erklärt, dass schon der Begründer der Homöopathie, Samuel Hahnemann, erfolgreich Epidemien und Pandemien behandelt habe. Der Blog berichtet, dass sogar das indische Gesundheitsministerium Ayush zur Vorbeugung gegen das Coronavirus Homöopathie empfehle. 

Auf Twitter kritisieren Homöopathie-Gegner die Empfehlung von alternativen Heilmittel. Der Twitter-Account „Homöopathie schadet!“ schreibt über einen Repost einer vermeintlichen Ärztin, die homöopathische Mittel empfiehlt: „Homöopathie bei #Coronavirus? Falls jemand tatsächlich noch die Hybris der Homöopathen angezweifelt hat. Schau mal @jensspahn. Ist das ‚so okay‘?“

Twitter

Coronavirus: Forscher erreichen „bedeutenden Durchbruch“ - neue Hoffnung für Patienten

Erstmeldung vom 29. Januar 2020: Canberra - Das Coronavirus hat inzwischen weltweite Aufmerksamkeit. Die neuartige Lungenkrankheit aus China hat mittlerweile mehr als 100 Todesopfer gefordert, die Zahl der infizierten Menschen steigt währenddessen rasant an. 

Coronavirus: Wissenschaftlern gelingt Durchbruch in Australien

Auch vom Coronavirus in Deutschland gibt es mittlerweile bestätigte Fälle. Im oberbayerischen Starnberg hat sich ein Mann infiziert, mittlerweile tragen insgesamt vier Personen in Bayern* das Coronavirus in sich.

Für alle Patienten gibt es nun aber Hoffnung: Australische Wissenschaftler haben das tödliche Coronavirus im Labor nachgezüchtet. Das teilte das Peter-Doherty-Institut für Infektionen und Immunität in Melbourne am Mittwoch mit. 

Forscher züchten Coronavirus erfolgreich nach

Das Virus sei von einem infizierten Patienten entnommen und erfolgreich nachgezüchtet worden. Nunmehr könne in Zusammenarbeit mit anderen Instituten und der Weltgesundheitsorganisation WHO an einem Gegenmittel gearbeitet werden. Julian Druce, Leiter des Viren-Labors, sprach von einem „bedeutenden Durchbruch“. 

Was sind die Symptome* und wie steckt man sich an*? Wir haben weitere Informationen für Sie zusammengestellt. 

Durch das Coronavirus werden auch Kreuzfahrten derzeit stark beeinträchtigt. Viele Kreuzfahrten werden abgesagt. Andere Linien weigern sich dagegen.

Der Coronavirus ist in der Landeshauptstadt angekommen. Vier Fälle sind bekannt. Bei vielen Bürgern geht jetzt die Angst um (tz.de*). Wie nordbuzz.de* berichtet, wurden die ersten Menschen in Schleswig-Holstein durch das Coronavirus isoliert

Die Angst vor dem Coronavirus greift weiter um sich. Ein Taxifahrer warf nun sogar einen hustenden Fahrgast aus dem Auto. Das Video zeigte die Eskalation im Wagen.

Die Zahl der Bayern, die sich mit dem Coronavirus infiziert haben, steigt: Am Wochenende wurden zwei weitere Fälle bestätigt. Doch es gibt auch gute Nachrichten. (Merkur.de*)

Ein Instagram-Video mit möglichem Coronavirus-Hintergrund irritiert viele Betrachter.

Die Firma Webasto hat entschieden, bis 11. Februar geschlossen zu bleiben. Lokale Gastronomie in Stockdorf spürt das Fehlen der etwa tausend Mitarbeiter enorm.

Das Coronavirus beherrscht seit Wochen weltweit die Schlagzeilen. Nun geht in Italien die Angst vor einer rasanten Verbreitung um. Die Zustände sind schon jetzt dramatisch.

*Merkur.de/tz.de/nordbuzz.de sind Teil des deutschlandweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerks

akl/dpa

Rubriklistenbild: © dpa / Hao Yuan

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