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Corona in Deutschland: Zahl der Todesfälle bleibt hoch – Bundesländer beginnen mit Novavax-Impfungen

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Das Robert Koch-Institut (RKI) meldet am Samstag (26.02.2022) knapp 175.000 Corona-Neuinfektionen. Die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz sinkt weiter.

Update vom Samstag, 26.02.2022, 14.50 Uhr: Der Corona-Impfstoff des Herstellers Novavax wurde am Freitag (25.02.2022) an die Bundesländer ausgeliefert oder konnte von ihnen abgeholt werden. Das teilte das Bundesgesundheitsministerium mit. Die erste Lieferung soll 1,4 Millionen Impf-Dosen enthalten.

In Schleswig-Holstein beginnt am Samstag (26.02.2022) die Impfstoffverteilung mit dem neuen Vakzin. So sollen laut Gesundheitsministerium in Kiel, Lübeck, Neumünster, Itzehoe und Prisdorf Impfungen mit Novavax möglich sein – auch ohne Anmeldung, wie ndr.de berichtete. In Hamburg kann man sich ebenfalls ab sofort den neuen Corona-Impfstoff verabreichen lassen. Nach Angaben der Behörden stehen etwa 33.000 Dosen zur Verfügung. Termine können online gebucht werden. Bei Impfaktionen der Stadt sei allerdings keine vorherige Anmeldung nötig. Auch in anderen Bundesländern soll der Novavax-Impfstoff in den kommenden Wochen verteilt werden.

Novavax ist ein Protein-Impfstoff und unterscheidet sich damit von bisher in der EU bisher zugelassenen Corona-Impfstoffen. Ende Dezember 2021 hat die Europäischen Kommission die Zulassung in der EU erteilt. Auf ihm liegt die Hoffnung, auch Menschen zu überzeugen, die sich bisher noch nicht gegen das Coronavirus haben impfen lassen.

Der Impfstoff Nuvaxovid von Novavax wird auf dem Gelände der Bundeswehrapotheke angeliefert und in gekühlten Containern zwischengelagert. Die Kaserne im niedersächsischen Quakenbrück dient in der Corona-Krise als zentrales Impfstofflager in Deutschland.
Der Impfstoff Nuvaxovid von Novavax wird auf dem Gelände der Bundeswehrapotheke angeliefert und in gekühlten Containern zwischengelagert. Die Kaserne im niedersächsischen Quakenbrück dient in der Corona-Krise als zentrales Impfstofflager in Deutschland. © Hauke-Christian Dittrich/dpa

Corona-Fallzahlen in Deutschland: Inzidenz sinkt allmählich

Erstmeldung vom Samstag, 26.02.2022: Berlin - Die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz bei den Corona-Neuinfektionen ist erneut gesunken. Das Robert Koch-Institut (RKI) gab den Wert der Neuinfektionen pro 100.000 Menschen und Woche am Samstagmorgen mit 1253,3 an.

Zum Vergleich: Am Vortag hatte der Wert bei 1259,5 gelegen. Vor einer Woche lag die bundesweite Inzidenz bei 1350,4 (Vormonat: 940,6). Die Gesundheitsämter in Deutschland meldeten dem RKI binnen eines Tages 175.833 Corona-Neuinfektionen. Das geht aus Zahlen hervor, die den Stand des RKI-Dashboards von 05.00 Uhr wiedergeben. Vor einer Woche waren es 189.105 Ansteckungen. Die Gesamtzahl der registrierten Ansteckungsfälle in Deutschland seit Beginn der Corona-Pandemie wuchs damit auf 14.574.845.

Corona in Deutschland (26.02.2022): RKI meldet aktuelle Fallzahlen

Fachleute gehen von einer hohen Zahl an Fällen aus, die in den RKI-Daten nicht erfasst sind. Ein Grund sind die begrenzten Kapazitäten etwa von Gesundheitsämtern, oft werden Kontakte nur noch eingeschränkt nachverfolgt. Zudem gibt es nach Einschätzung des Laborverbands ALM inzwischen eine größere Zahl von Menschen, deren Infektion nicht mehr über einen PCR-Test bestätigt wird - diese Infektionen fließen damit nicht in die offiziellen Statistiken ein.

Corona in Deutschland: Entwicklung der Fallzahlen im Wochenüberblick

TagNeuinfektionen | Todesfälle | Inzidenz
Samstag (26.02.2022)175.833 | 250 | 1253,3
Freitag (25.02.2022)210.743 | 226 | 1259,5
Donnerstag (24.02.2022)216.322 | 243 | 1265,0
Mittwoch (23.02.2022)209.052 | 299 | 1278,9
Dienstag (22.02.2022)125.902 | 306 | 1306,8
Montag (21.02.2022)73.867 | 22 | 1346,8
Sonntag (20.02.2022)118.032 | 73 | 1346,3
Samstag (19.02.2022)189.105 | 210 | 1350,4

Corona-Fallzahlen in Deutschland: RKI meldet 250 Todesfälle in 24 Stunden

Außerdem wurden laut RKI 250 neue Todesfälle im Zusammenhang mit dem Coronavirus innerhalb von 24 Stunden verzeichnet. Die Gesamtzahl der verzeichneten Corona-Toten in Deutschland stieg damit auf 122.621. Die Zahl der von einer Corona-Erkrankung genesenen Menschen in Deutschland seit Pandemie-Beginn gab das RKI mit rund 10.758.500 an.

Als entscheidenden Maßstab für eine Verschärfung oder Lockerung der Corona-Maßnahmen hatten Bund und Länder im November die sogenannte Hospitalisierungs-Inzidenz festgelegt. Dieser Wert gibt an, wie viele Menschen pro 100.000 Personen binnen sieben Tagen wegen einer Corona-Infektion im Krankenhaus liegen. Laut den aktuellen RKI-Angaben lag die Hospitalisierungs-Inzidenz am Freitag bundesweit bei 6,28. Eine Woche zuvor hatte sie 6,24 betragen. (red/dpa/afp)

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