+
Ein Mitarbeiter vom Roten Kreuz hält einen Coronavirus-Test bei der "Drive-in"-Teststation in den Händen.

Coronavirus

Social-Media-Aktion geht in Coronakrise viral: Nicht nur alte Menschen sind „Risikogruppe“

  • schließen

Alte Menschen sind durch das Coronavirus besonders gefährdet. Ein Aktivist will mit einem Post auf junge Menschen als Risikogruppe aufmerksam machen. 

  • Das neuartige Coronavirus bestimmt längst den Alltag in Deutschland. 
  • Viele Menschen sind besorgt, an der durch das Virus ausgelösten Krankheit Covid-19 zu erkranken. 
  • Doch dass die Krankheit nicht nur für alte Menschen gefährlich sein kann, zeigt ein Aktivist mit einem Instagram-Post. 

Das neuartige Coronavirus hat Deutschland fest im Griff. Die Sorge vor einer möglichen Erkrankung wächst jeden Tag. Jüngere Menschen mit einem gesunden Immunsystem müssen bei einer Infektion mit dem Coronavirus zunächst nicht viel befürchten. Die Krankheit Covid-19 verläuft im Regelfall mild, mit ähnlichen Symptomen wie bei einer Erkältung. Das Risiko einer schweren Erkrankung steigt ab 50 bis 60 Jahren nach Angaben des Robert-Koch-Instituts. Doch dass auch junge Menschen durch Covid-19 gefährdet sind, zeigt eine Aktivistengruppe namens „Risikogruppe“. 

Coronavirus: Auch junge Menschen durch Covid-19 gefährdet 

Der Aktivist Raul Krauthausen stellt auf Instagram Menschen vor, die bei einer Infektion mit dem Coronavirus besonders gefährdet sind. Dabei versucht er gleichzeitig, mit Vorurteilen aufzuräumen. So heißt es in dem Instagram-Post: „Du hast gedacht, wir wären kettenrauchende Todkranke oder zumindest alt? Weit gefehlt. Keiner von uns ist Rentner und wir gehen genauso gerne wie du in Clubs, Bars und auf Konzerte.“ Der Aktivist appelliert daher an alle Menschen, das Sozialleben einzuschränken, um eine Ausbreitung des Coronavirus zu vermeiden und damit die Leben der Menschen der „Risikogruppe“ nicht zu gefährden. 

Sieh dir diesen Beitrag auf Instagram an

Hi, wir sind’s. Die #Risikogruppe. Du hast gedacht wir wären kettenrauchende Todkranke oder zumindest alt? Weit gefehlt. Keiner von uns ist Rentner und wir gehen genauso gerne wie du in Clubs, Bars und auf Konzerte. Worauf wir keinen Bock haben, ist sterben. Genau das ist aber gar nicht so unwahrscheinlich, wenn du nicht einfach die nächsten Wochen zuhause bleibst und deinen sozialen Aktionsradius für ein paar Wochen einschränkst. Je nachdem, was der Gesundheitsminister vorschlägt. In Italien ist es schon zu spät: Ärzte müssen entscheiden, wen sie beatmen - und wer stirbt. Warum? Unter anderem, weil sich die Menschen zu lange gegenseitig angesteckt haben. Aber wir wollten uns ja vorstellen. @disabletonlive, @amelieebner und @wheel.pics sind das #TetraPack: Sie sind unterhalb der Halswirbelsäule gelähmt und können richtig schlecht abhusten - das Virus könnte sie töten. @kati.gaensebluemchen hat Spina Bifida und ein Lungenvolumen von einem halben Liter - ihr könnt euch vorstellen, wie praktisch das bei einer heftigen Infektion ist. @raulkrauthausen und @typitus haben Glasknochen - same story. @fraugehlhaar hat eine Muskelerkrankung, für die das Virus eine genauso tödliche Gefahr ist - so wie für die Lungen des querschnittgelähmten @realjkrolling. Doch das ist alles noch kein Grund zu sterben - finden wir. Ich hoffe du auch. Also halte dich an die Empfehlungen und rette Menschenleben - das von uns, aber auch von vielen anderen #Risikogruppen: Vorerkrankte, Menschen mit anderen chronischen Krankheiten. Du bist auch noch lange keine 60 und in der #Risikogruppe? Gib ihr ein Gesicht. Poste, rede drüber, lass dir helfen. Nutze diesen Hashtag. Join the band. Denn: Gestorben wird später. Viel später. Rock and roll, eure #Risikogruppe.

Ein Beitrag geteilt von Raul Krauthausen (@raulkrauthausen) am

So stellt er zum Beispiel Franziska Knost vor, die seit 20 Jahren mit Lymphdrüsenkrebs lebt. Sie selbst schreibt in einem gesonderten Post: „Eventuell würde meine Lunge oder mein Herz-Kreislaufsystem an einer Covid-19-Infektion kollabieren. Jede*r von uns hat in seinem/ihren Umfeld Menschen, die zur sogenannten Risikogruppe gehören. Es sind nicht ausschließlich die Omis und Opis, für die jetzt netterweise einige die Einkäufe erledigen.“ 

Coronavirus: Aktivist will auf gefährdete Menschen aufmerksam machen 

„Worauf wir keinen Bock haben, ist zu sterben“, schreibt Krauthausen zu seinem Post. Um mehr Sensibilität und Aufmerksamkeit für das Thema zu bekommen, hat er den Hashtag #Risikogruppe etabliert. Andere sollen ihn teilen und damit den betroffenen Menschen eine Bühne geben. 

Die Corona-Pandemie breitet sich stark aus. Das Robert-Koch-Institut erreichen „Alarmsignale“ aus dem Gesundheitssystem. Lufthansa will eine „Luftbrücke“ einrichten.

Wege des Coronavirus könnte Deutschland bald eine Ausgangssperre verhängen. Wird es Ausnahmen geben? Was, wenn man dagegen verstößt? Alles, was wichtig ist.

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema

Kommentare