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Wegen des raschen Anstiegs der Erkranktenzahlen hat Russlands Präsident Wladimir Putin das Land eine Woche in Urlaub geschickt.
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Wegen des raschen Anstiegs der Erkranktenzahlen hat Russlands Präsident Wladimir Putin das Land eine Woche in Urlaub geschickt. Bereits vergangene Woche sind teils strengere Corona-Maßnahmen in Kraft getreten.

Maßnahme gegen die Pandemie

Corona-Zahlen in Russland schießen in die Höhe: Putin ordnet Zwangsurlaub an

  • Sandra Kathe
    VonSandra Kathe
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Weil in Russland die Zahl der Corona-Erkrankungen einen Höchststand erreicht hat, hat Präsident Putin eine Woche Urlaub für das Land angeordnet.

Moskau - Von Samstag (30.10.2021) bis zum 7. November soll das öffentliche Leben in Russland weitgehend stillstehen - zumindest, wenn es nach den Plänen des russischen Staatschef Wladimir Putin geht. Der Präsident hat wegen steigender Ansteckungsraten mit dem Coronavirus eine Woche Zwangsurlaub angeordnet, bezahlt werden die Löhne und Gehälter für diese Woche von der Regierung.

Grund für die Maßnahme ist der drastische Anstieg der Corona-Zahlen in Russland, die einen neuen Höchstwert seit Pandemiebeginn erreicht haben und nach wie vor steigen. Am Samstag meldeten die Behörden 40.251 neue Fälle, allein im September starben laut Angaben der Statistikbehörde Rosstat 44.265 Menschen in Russland infolge einer Ansteckung mit dem Virus.

Staatlich angeordneter Corona-Urlaub in Russland: Ein Drittel will verreisen

Ob der Plan aufgeht und die Woche einen Rückgang der Zahlen bringt, wird von manchen Fachleuten lautstark bezweifelt. So warnten bereits Epidemolog:innen vor einem weiteren starken Anstieg der Zahlen, sollten zahlreiche Russ:innen ihre Pläne wahr machen und die Urlaubswoche für eine Reise nutzen. Einer Umfrage zufolge planten etwa ein Drittel den Urlaub mit einer Reise zu verbinden.

Russland hatte bis auf einen kurzen Lockdown zu Beginn der Pandemie weitgehend auf landesweite Maßnahmen verzichtet und stattdessen auf die Entwicklung und Anwendung eigener Impfstoffe, darunter Sputnik V, gesetzt. Impfungen sind seit Monaten frei erhältlich und dennoch sind nach Regierungsangaben vom Samstag nur 32,5 Prozent der Bevölkerung vollständig geimpft.

Umgang mit der Corona-Pandemie in Russland: Kritik an Politik des Kreml

Die regionalen Einschränkungen des öffentlichen Lebens zur Bekämpfung der Pandemie unterscheiden sich sehr stark. In der Hauptstadt Moskau gelten seit dieser Woche die bislang strengsten Bestimmungen, unter anderem mussten alle nicht lebensnotwendigen Geschäfte schließen.

Im Verlauf der Pandemie wurde den russischen Behörden immer wieder vorgeworfen, die Pandemie herunterzuspielen und die Zahl an Erkrankten und Verstorbenen kleinzurechnen. Laut Berichten des Nachrichtenmagazins Spiegel sei die Übersterblichkeit in Russland seit Ausbruch der Pandemie extrem hoch: der russische Demograf Alexej Rakscha sprach zuletzt von rund 800.000 Menschen. (ska/AFP)

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