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WHO-Chef äußert sich

Corona-Impfstoffe: WHO fordert Stopp der Booster-Impfungen in reichen Ländern

  • Karolin Schäfer
    VonKarolin Schäfer
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Die WHO kritisiert flächendeckende Booster-Impfungen – vor allem in reichen Ländern. Das würde die Corona-Pandemie verlängern, statt sie zu beenden.

Kassel – Immer mehr Menschen nehmen die Booster-Impfung in Deutschland in Anspruch. Ziel der Auffrischung ist die Erhöhung des Impfschutzes gegen Corona. Laut Robert Koch-Institut (RKI) haben etwa 29 Millionen Menschen hierzulande bereits eine dritte Spritze erhalten (Stand: 23.12.2021).

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) sieht die Booster-Impfungen in reichen Ländern allerdings kritisch. Statt die weltweite Pandemie einzudämmen, könnten die Auffrischungen die Pandemie sogar verlängern.

Corona-Pandemie: WHO-Chef kritisiert Booster-Impfungen

„Flächendeckende Auffrischungsprogramme werden die Pandemie wahrscheinlich verlängern, statt sie zu beenden“, erklärte Tedros Adhanom Ghebreyesus, Biologe und Generaldirektor der WHO. Hätte man die Impfdosen der Booster-Kampagnen in reichen Ländern an das Gesundheitspersonal sowie gefährdete Menschen in ärmeren Ländern verteilt, hätten laut WHO-Chef bereits im September 40 Prozent der weltweiten Bevölkerung geimpft werden können.

Mit einer globalen Impfquote von 40 Prozent gelte die akute Phase der Corona-Pandemie als beendet, so die Annahme der WHO. Tedros Adhanom Ghebreyesus zufolge haben die Hälfte aller WHO-Mitgliedsstaaten dieses Ziel aber verfehlt.

Die WHO kritisiert flächendeckende Booster-Impfungen in reichen Ländern.

Booster-Impfung gegen Corona: WHO bemängelt Impfstoffverteilung

Grund dafür sei die Verteilung von Corona-Impfstoffen an Länder, die bereits eine hohe Impfquote haben. In Deutschland liegt die Quote der vollständig Geimpften bei 70,7 Prozent (Stand: 23.12.2021). Währenddessen fehlt in ärmeren Ländern weiterhin der Impfstoff. So könne sich laut WHO das Coronavirus besonders in unterversorgten Regionen ausbreiten und mutieren.

Neben der WHO sprach sich auch der unabhängige Impfrat (SAGE) gegen allgemeine Booster-Programme aus. „In Anbetracht der anhaltenden Unsicherheit über eine globale Impfstoffversorgung und Chancengleichheit müssen die Entscheidungen einzelner Länder über Auffrischungsprogramme den Nutzen für die öffentliche Gesundheit der eigenen Bevölkerung mit der Unterstützung einer weltweiten Chancengleichheit beim Impfstoffzugang abwägen“, so der Impfrat.

Corona in Deutschland: Lauterbach kurbelt Booster-Impfkampagne an

Währenddessen kurbelt Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) weiterhin die Booster-Impfungen im Kampf gegen die vierte Corona-Welle in Deutschland an. Mit der neuen Empfehlung der Ständigen Impfkommission (Stiko) kann die Auffrischung nun schon ab drei Monaten nach der Grundimmunisierung verabreicht werden. „Diese STIKO Entscheidung ist sehr wertvoll und richtig. Sie erlaubt eine schnellere Kampagne der Booster-Impfung gegen Omikron“, so Lauterbach via Twitter. (kas)

Rubriklistenbild: © Christoph Hardt/imago

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