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Corona-Krise in den USA

Corona in den USA: Alle Intensivbetten in Süd-Kalifornien belegt – Krankenhäusern werden „belagert“

  • Christian Stör
    vonChristian Stör
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Die USA zählen die meisten Corona-Infektionen weltweit. Nach Thanksgiving nahmen die Fallzahlen nochmal rasant zu. Derzeit stirbt in Kalifornien alle vier Minuten ein Mensch.

  • Die USA sind stark von der Corona-Pandemie betroffen.
  • Die Gesamtzahl der bestätigten Covid-19-Todesfälle in den USA liegt inzwischen bei über 300.00.
  • Im Süden Kaliforniens sind alle Intensivbetten belegt, die Krankenhäuser werden „belagert“.

Update vom 18.12.2020, 10:41 Uhr: In Süden Kaliforniens gibt es keine Intensivbetten mehr. Die Kapazität der Intensivstationen beträgt 0%. Alle vier Minuten stirbt im größten Bundesstaat der USA ein Mensch an oder mit einer Coronainfektion.

Kliniken in Kalifornien droht der Kollaps: Coronakranke müssen auf Betten warten

In Süd-Kalifornien gibt es auf Intensivstationen keine Betten mehr.

Im Methodist Hospital in Arcadia im Los Angeles County wird das Personal zum eigenen Schutz gegen Covid-19 geimpft. Klinikchef Dr. Bala Chandrasekhar sieht die vergangenen Thanksgiving-Feiertage für den Grund der explosiven Anstiege der Corona-Fallzahlen. Es gebe keine andere Erklärung.  Er warnt die Bevölkerung: „Bitte wiederholen Sie das nicht zur Weihnachtszeit. Denn wenn Sie krank werden, gibt es längere Wartezeiten.“ Für Kranke gibt es dann möglicherweise keine freien Betten. Auch Patient:innen, die nicht an einer Coronainfektion leiden, könnten kein freien Platz bekommen.

Der Mangel an verfügbaren Betten ist nicht das einzige Problem. Selbst wenn die Krankenhäuser mehr Plätze für Schwerkranke zur Verfügung stellen, fehlt in den Kliniken schlicht das Personal, um den Ansturm der Corona-Patient:innen zu bewältigen. Gesundheitsbehörden gehen davon aus, dass durch die kommenden Feiertage Weihnachten und Silvester noch eine weitere Welle von Coronavirus-Fällen sein könnte.

Update vom 17.12.2020, 07.20 Uhr:  In den USA haben die Zahlen der Corona-Neuinfektionen und der Todesopfer der Pandemie neue Höchststände erreicht. Binnen 24 Stunden wurden 3784 weitere Corona-Tote gezählt, wie die Johns-Hopkins-Universität in Baltimore am Mittwochabend (Ortszeit) mitteilte. Dies ist die höchste Zahl seit Beginn der Pandemie. Zudem wurden mehr als 250.000 neue Ansteckungen mit dem Virus registriert - auch dies ist die bislang höchste Zahl.

USA: Joe Biden will sich öffentlich gegen Corona impfen lassen - Über 250.000 Neuinfektionen an einem Tag

US-Vizepräsident Mike Pence und seine Frau sollen am Freitag öffentlich gegen Covid-19 geimpft werden. Damit solle „die Sicherheit und Wirksamkeit“ des Corona-Impfstoffs demonstriert und das Vertrauen der US-Bürger in die Impfung befördert werden, erklärte am Mittwoch das Weiße Haus.

Auch Präsident Donald Trump sei „absolut offen“ dafür, sich gegen Covid-19 impfen zu lassen, hatte seine Sprecherin Kayleigh McEnany bereits am Dienstag gesagt. Da Trump allerdings im Oktober von einer Erkrankung an dem Coronavirus genesen war, gilt er derzeit als immun gegen den Erreger. Der Präsident werde die Impfung zu dem Zeitpunkt erhalten, den sein medizinisches Team für den besten halte, sagte die Sprecherin.

Trump und seine Regierung scheiden am 20. Januar aus dem Amt. Der gewählte nächste Präsident Joe Biden will sich nach eigenen Worten ebenfalls in Kürze öffentlich gegen Covid-19 impfen lassen.  

Der gewählte US-Präsident Joe Biden gehört zur Corona-Risikogruppe.

Corona in den USA: Impfstoff von Biontech/Pfizer auf dem Weg ins ganze Land

+++ 17.37 Uhr: Rund 185.000 Dosen des von der deutschen Firma Biontech in Zusammenarbeit mit dem US-amerikanischen Unternehmen Pfizer hergestellten Impfstoffs werden gegenwärtig auf die gesamte USA verteilt. Am Montag werden weitere 390.000 Fläschchen mit dem Impfstoff gegen Corona verladen, sodass diese am Dienstag über die USA verteilt sein können. Jede Durchstechflasche enthält laut Pfizer fünf Dosen des Corona-Impfstoffs.

Corona-Trauma in den USA: Mehr Tote als im Zweiten Weltkrieg - vor allem in diesen Regionen

Update vom 13.12.2020, 9.06 Uhr: Rund 300.000 Menschen sind in den USA mittlerweile an Covid-19 gestorben. Das meldet die Johns Hopkins University. Damit sind die USA trauriger Spitzenreiter der Corona-Toten. Die New York Times hat nun nachforschen lassen, in welchen Regionen der USA das Coronavirus besonders grassiert und ist dabei zu einem erstaunlichen Ergebnis gekommen.

So sind laut Times vor allem Universitätsstädte von der Corona-Pandemie betroffen. Dort sei vor allem die Zahl der Corona-Toten sehr viel schneller gestiegen, als in anderen Teilen der USA. Experten begründen diese Entwicklung damit, dass Ende August Anfang September viele Studierende an ihre Universitäten und Colleges zurückgekehrt seien und das Virus so mutmaßlich in großer Zahl in die Gemeinden und Städte gebracht haben. Unter den Corona-Toten sind allerdings in der Regel wenig junge Menschen. Die Opfer sind meist die Älteren, die im öffentlichen Dienst arbeiten.

USA haben ein neues Trauma: Mehr Tote also im Zweiten Weltkrieg

Washington – Die USA sind ein Land, das seine Toten ehrt. Im 21. Jahrhundert gilt der 11. September 2001 mit seinen 2977 Todesopfern als absolutes Trauma. Knapp 60 Jahre zuvor hatten bei einem Luftangriff auf den US-Flottenstützpunkt Pearl Harbor am 7. Dezember 1941 insgesamt 2403 US-Staatsangehörige ihr Leben verloren.

Corona in den USA: Fast jeden Tag so viele Tote wie an 9/11

Nun warnte der Leiter der US-Gesundheitsbehörde CDC davor, dass diese Zahlen, die derzeit in den USA fast jeden Tag erreicht oder gar übertroffen werden, für lange Zeit an der Tagesordnung sein werden. „Wir werden wahrscheinlich in den nächsten 60 bis 90 Tagen mehr Todesfälle pro Tag haben als am 11. September oder in Pearl Harbor“, sagte Robert Redfield mit Blick auf die beiden nationalen Tragödien, die das Land in der Vergangenheit zusammengeschweißt haben..

Auch die Impfstoffe werden an den Zahlen so schnell nichts ändern. „Die Realität ist, dass die Impfstoffzulassung in dieser Woche keinen wirklichen Einfluss auf die nächsten 60 Tage haben wird“, so Redfield. Der Virologe forderte die Menschen erneut dazu auf, die grundlegenden Corona-Vorsichtsmaßnahmen kurzfristig noch strikter zu befolgen, vor allem das Tragen von Masken.

Redfield nannte es „enttäuschend“, dass es politische Führungspersönlichkeiten in den USA gebe, die davon überzeugt seien, dass Masken nicht wirken würden. Im Speziellen sprach er dabei die Gouverneure an, US-Präsident Donald Trump ließ er unerwähnt, – obwohl dieser wiederholt die Verwendung von Masken verspottet und selten selbst eine getragen hat.

Nancy Pelosi zieht den Vergleich zwischen Corona-Toten und den Gefallenen im Zweiten Weltkrieg.

Corona in den USA: Zahl der Toten übertrifft Zahl der gefallenen US-Soldaten im Zweiten Weltkrieg

Die Zahlen bestätigen Redfield. So wurden nach den Daten der Johns-Hopkins-Universität in Baltimore vom Freitagmorgen (11.12.2020, MEZ) am Donnerstag, dem 10. Dezember, 2934 Verstorbene registriert. Das ist die zweithöchste je registrierte Tageszahl. Der bisherige Höchstwert war am Tag zuvor mit 3124 Corona-Toten verzeichnet worden. Die Anzahl der Neuinfektionen innerhalb eines Tages überschritt erneut die Marke von 200.000 und lag am Donnerstag mit 224.452 etwas höher als am Mittwoch. Der bisher höchste Wert wurde mit 227.828 am 4. Dezember registriert.

Insgesamt haben sich in dem Land mit rund 330 Millionen Einwohnern gut 15,6 Millionen Menschen mit dem Coronavirus infiziert. Seit Beginn der Pandemie starben 292.141 Menschen mit dem Erreger Sars-CoV-2. Damit übertrifft die Gesamtzahl der Corona-Todesopfer mittlerweile die Zahl der gefallenen US-Soldaten im Zweiten Weltkrieg. Nach Angaben des Department of Veterans Affairs sind 291.557 US-Soldaten im Kampf getötet worden. Nur die Zahl der Opfer im Bürgerkrieg (knapp 620.000 ) ist noch höher.

Corona in den USA: Nancy Pelosi greift Donald Trump an

Schon zuvor war auch Nancy Pelosi auf die Zahlen der Corona-Toten im Vergleich zum Zweiten Weltkrieg eingegangen. Der Krieg habe das Land zusammengebracht, sagte die führende Demokratin und Sprecherin des Repräsentantenhauses, aber Donald Trump sei kein „einigender“ Präsident: „Tatsächlich haben wir einen Präsidenten, der leugnet, verzögert und verzerrt und Corona als Scherz bezeichnet. Viele Tausende von Menschen sind deshalb daran gestorben“, sagte Pelosi. (Christian Stör)

Rubriklistenbild: © Eddie Moore/Imago

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