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Pandemie

Virologe warnt: Covid-Pille könnte gefährliche Mutanten hervorbringen

  • Vincent Büssow
    VonVincent Büssow
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Ein Virologe aus den USA warnt vor Gefahren eines neuen Corona-Medikaments. Die EU prüft zurzeit dessen Zulassung.

Washington D.C. – Immer mehr potenzielle Medikamente gegen das Corona-Virus* werden weltweit für die Zulassung untersucht. Die Corona-Pille Molnupiravir wird aktuell von der EU geprüft und gilt als besonders vielversprechend. Ein Virologe aus den USA* hat jetzt aber Zweifel an dem Produkt von Merck Sharp & Dohme, und warnt vor möglichen Gefahren.

Molnupiravir funktioniert vereinfacht so, dass es Corona-Viren im Körper zur Mutation anregt, was wiederum die Vermehrung des Virus erschwert. Der ehemalige Harvard-Professor William A Haseltine warnt deshalb davor, dass dieser Prozess zu neuen und gefährlichen Corona-Mutationen führen könnte. Haseltine ist im Laufe der Corona-Pandemie mehrfach aufgefallen und sprach sich unter anderem für eine Umverteilung von Impfstoffen aus. In einem Artikel auf der Plattform forbes.com schreibt der Virenforscher, dass die Menge an verschiedenen Mutationen ein ähnliches Virus wie die Delta-Variante hervorbringen könnte.

Corona-Medikament in der Kritik: Virologe warnt vor Mutationen

Während die EU und die USA das Corona-Medikament aktuell noch prüfen, wurde es am Donnerstag (4.11.2021) in Großbritannien* eingeschränkt zugelassen. Der Virologe Haseltine fordert in seinem Artikel, dass bei diesen Untersuchungen nicht nur die Effekte auf Einzelpersonen, sondern auch die von ihm genannten Risiken berücksichtigt werden. Andere Forscher schätzen diese hingegen als weniger akut ein.

Das Medikament Molnupiravir von Merck könnte vor schweren Corona-Verläufen schützen. Ein Virologe aus den USA warnt dabei vor Gefahren. (Archivbild)

„Ich teile diese Befürchtung nicht“, sagte Raymond Schinazi, der an der Emory Universität in den USA Forschung zu ansteckenden Krankheiten betreibt, im Gespräch mit dem Portal science.org. „Wenn man einen Organismus dazu zwingt, mehr zu mutieren, ist das wahrscheinlich eher schlecht für das Virus“, erläuterte er weiter, fügte aber hinzu, dass die „Möglichkeit, dass Varianten generiert werden“ vorhanden ist.

EU will Prüfung von Corona-Medikament beschleunigen

Laut Merck selbst konnten in bisherigen Untersuchungen keine gefährlichen Corona-Varianten festgestellt werden, wie eine Mitarbeiterin science.org gegenüber sagte. In seinem Artikel auf forbes.com hingegen stellt der Virologe Haseltine derartige Argumente generell infrage, da eine Zulassung von Molnupiravir wesentlich mehr verschiedene Mutationen zur Folge hätte, als eine Laborstudie.

Am Montag (8.11.2021) kündigte die Europäische Arzneimittel-Agentur an, möglichst bald Leitlinien für die Corona-Behandlung mit Molnupiravir in der EU herauszugeben. Dafür sollen, neben dem andauernden Prüfungsverfahren des Medikaments, verfügbare Daten untersucht werden. In den USA will die FDA am 30. November über eine Notfallzulassung entscheiden. (vbu) *fr.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

Rubriklistenbild: © Merck & Co,Inc./afp

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