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++ Corona-News: Mitglieder von „Gorch Fock“-Besatzung infiziert

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Von: Lukas Rogalla, Nadja Austel

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Corona bestimmt weiterhin den Alltag in Deutschland und der Welt. Die Infektionszahlen steigen an. Das Wichtigste im Überblick.

Update, 16.15 Uhr: Das Coronavirus hat nun auch das Segelschulschiff „Gorch Fock“ erreicht. Bei acht Besatzungsmitgliedern habe es ein positives Testergebnis gegeben, sagte nun ein Sprecher der Marine. Die Betroffenen hätten entweder keine oder nur leichte Symptome und seien an Bord isoliert. Die gesamte Besatzung ist geimpft. Die Bark liegt derzeit im Hafen von Santa Cruz auf der Kanaren-Insel Teneriffa. Die Anreise der Offiziersanwärter für die vorgesehene Ausbildungsfahrt wurde verschoben.

Ob es sich bei den Infektionen um die Omikron-Variante handelt, sei noch nicht klar. „Wir warten noch auf die Ergebnisse weiterer Tests“, zitierte die Zeitung Kieler Nachrichten einen Marinesprecher. Erst wenn alle Soldaten an Bord negativ getestet sind, solle die Einschiffung der Offiziersanwärter beginnen. Der Zeitplan für die Ausbildung soll nach Angaben der Marine trotz der Verzögerung eingehalten werden, das Ausbildungsziel sei nicht gefährdet.

Knapp 20 Frauen und Männer wurden dem Sprecher zufolge als Kontaktpersonen identifiziert. Sie seien alle negativ getestet worden und in einem Hotel in Quarantäne. Über die Feiertage seien einige Mitglieder der Stammbesatzung in der Heimat gewesen, andere hätten Besuch von ihrer Familie gehabt.

Das Segelschulschiff „Gorch Fock“ liegt im Hafen von Santa Cruz auf Teneriffa.
Corona-Infektionen verzögern den Beginn der ersten Ausbildungsfahrt des Segelschulschiffs „Gorch Fock“ nach jahrelanger Restaurierungspause. © Arturo Jimenez/dpa

Corona: Karl Lauterbach kündigt neue Maßnahmen an

Update, 10.00 Uhr: Auf dem Corona-Gipfel sollen die Maßnahmen im Kampf gegen die Pandemie angepasst werden. Auch eine Veränderung der Regeln zum Impfstatus ist wohl Teil der Debatte. Auch Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach* kündigte „neue Maßnahmen“ an.

Zukünftig sollen demnach nur noch geboosterte Personen als vollständig geimpft gelten. Sprich: Nur wer drei Corona-Impfungen erhalten hat, gilt als vollständig geimpft – und genießt die damit verbundenen Rechte, beispielsweise in gewissen Bereichen keinen negativen Test vorzeigen zu müssen.

Corona-News: Bonus für Pflegekräfte soll kommen - doch nicht für alle

Update vom Mittwoch, 05.01.2022, 08.45 Uhr: Karl Lauterbach will den geplanten Pflegebonus nur einem begrenzten Kreis von Pflegekräften gewähren. „Der Pflegebonus sollte vor allem Pflegekräften bezahlt werden, die in der Corona-Pandemie besonders belastet waren“, sagte der Bundesgesundheitsminister dem Redaktionsnetzwerk Deutschland. „Dann kann der Bonus auch in nennenswerter Höhe angesetzt werden.“

Nur so könne man die besondere Leistung von Pflegekräften würdigen, die teilweise auch „ins persönliche Risiko gegangen“ seien. Die neue Ampel-Regierung aus SPD, Grünen und FDP hat im Koalitionsvertrag einen Corona-Bonus für Pflegekräfte vereinbart. Dafür will die Bundesregierung eine Milliarde Euro zur Verfügung stellen.

Corona: Pflegekräfte auf einer Intensivstationen
Die Bundesregierung will für einen Corona-Bonus für Pflegekräfte eine Milliarde Euro bereitstellen. (Symbolfoto) © Jens Büttner/dpa

Corona: Maaßen verteidigt Impfkritik und berichtet von Impfschäden

+++ 23.00 Uhr: Der ehemalige Verfassungsschutz-Präsident Hans-Georg Maaßen wehrt sich gegen Forderungen nach seinem Ausschluss aus der CDU. In einem Brief an andere Parteimitglieder, über den am Dienstag (04.01.2022) das Portal The Pioneer berichtete und der auch der Deutschen Presse-Agentur vorliegt, verteidigte Maaßen, dass er im Internet das Video eines Impfkritikers geteilt hatte. Er verwies darauf, dass er selbst als Kind Impfschäden erlitten habe: Mit fünf Jahren habe er nach einer Impfung notoperiert werden müssen, ein Jahr später nach einer Kombinationsimpfung ein zweites Mal.

Schleswig-Holsteins Bildungsministerin Karin Prien, die auch Mitglied im CDU-Bundesvorstand ist, hatte am Sonntag Maaßens Ausschluss gefordert. Maaßen sieht seine Meinungsfreiheit angegriffen und schreibt: „Wenn ich mit einem Posting ein Video eines Professors teile, der sich ernsthafte Sorgen wegen der Verimpfung der mRNA-Impfstoffe macht, übe ich damit mein Grundrecht auf Meinungsfreiheit aus.“ In dem Schreiben erklärt der CDU Politiker auch, dass die Impfung ein probates Mittel gegen eine ernste Krankheit wie Covid-19 sei. Der Staat sei aber auch verpflichtet, die Sorgen der Ungeimpften ernstzunehmen.

Hans-Georg Maaßen
Hans-Georg Maaßen verteidigt in einem Brief, dass er im Internet das Video eines Impfkritikers geteilt hatte. (Archivbild) © Martin Schutt/dpa

Update vom Dienstag, 04.01.2022, 17.25 Uhr: Ein Forscherteam der Universität Hongkong fand heraus, dass Omikron sich in den Atemwegen des Menschen 70 Mal schneller repliziert als die Delta-Variante. Es gelangt daher sehr viel schneller als Delta oder die ursprüngliche Corona-Variante in Luftröhre und Bronchien. Im Lungengewebe selbst allerdings repliziert es sich dann langsamer – und zwar mehr als zehnmal langsamer als die erste Variante des Corona-Virus, so die Ergebnisse der Studie. Dieser Effekt könnte der Grund für die weniger schweren Krankheitsverläufe mit Omikron* sein.

Corona in Deutschland: Omikron-Variante breitet sich weiter aus

Erstmeldung vom Dienstag, 04.01.2022: Corona bestimmt weiter den Alltag in Deutschland und der Welt*. Rund um den Globus steigen die Fallzahlen zum Jahresbeginn erneut an. Verantwortlich dafür ist vor allem die Omikron-Variante des Virus. Die vierte Welle, durch die Delta-Variante* bestimmt, hatte um die Weihnachtsfeiertage 2021 ihren Höhepunkt erreicht. Zeitgleich wurde vor dem Beginn der fünften Welle gewarnt, die durch Omikron getrieben wird.

Nach Schleswig-Holstein, Niedersachsen und Hamburg ist Omikron jetzt auch in Baden Württemberg zur dominierenden Corona-Variante geworden. Eine aktuelle Abfrage bei den Laboren zeige, dass bereits jetzt bei über 50 Prozent aller Corona-Diagnosen die Omikron-Variante nachgewiesen werde, teilte ein Sprecher des Sozialministeriums in Stuttgart mit. Es könne daher spätestens in 7 bis 14 Tagen damit gerechnet werden, dass die allermeisten Infektionen im Land auf Omikron zurückgehen werden. 

Am Freitag, den 7. Januar, kommen Bund und Länder daher erneut zu einem Corona-Gipfel zusammen. Bei der Ministerpräsidenten-Konferenz (MPK) sollen neue Maßnahmen im Kampf gegen die Pandemie beschlossen werden. Womöglich könnte unter anderem die Quarantäne-Regel angepasst werden. Für einige Personen könnten diese zukünftig kürzer ausfallen. (lrg/na) *fr.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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