Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für FR.de. Danach lesen Sie FR.de gratis mit Werbung.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf FR.de
  • Zum Start nur 0,99€ monatlich
  • Zugang zu allen Berichten und Artikeln
  • Ihr Beitrag für unabhängigen Journalismus
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.

Corona-Pandemie

Christoph Waltz über Corona-Leugner und Querdenker: „Asoziale Vollidioten“

  • Ute Fiedler
    vonUte Fiedler
    schließen

Oscar-Preisträger Christoph Waltz kritisiert in einem Interview mit „GQ“ sogenannte Querdenker, Ex-Präsident Donald Trump und einige Prominente.

  • Kritiker:innen der Maßnahmen zum Schutz vor dem Coronavirus hat Hollywood-Star Christoph Waltz als „asoziale Vollidioten“ bezeichnet.
  • Querdenker, die das Tragen einer Maske als Beschränkung der Grundrechte empfänden, seien „deppert“, sagte Christoph Waltz in einem Interview mit „GQ“.
  • Donald Trump und einige Prominente kritisierte der Schauspieler ebenfalls scharf.

München - Oscar-Preisträger Christoph Waltz hat in einem Interview mit der Zeitschrift „GQ“ gegen Corona-Leugner kräftig ausgeteilt. „Diese Leute, die sich Querdenker nennen, denken entlang des Brettes, das sie vorm Kopf haben“, sagte der Hollywood-Star.

Ihm zufolge glaubten die Menschen, die sich nicht an die Maßnahmen zum Schutz vor dem Coronavirus hielten, daraus für sich einen Vorteil zu beziehen. Mit fatalen Folgen. Das habe man an Donald Trump gesehen, „diesem irrsinnigen Präsidenten in den Vereinigten Staaten“. Es sei leicht etwas zu zerstören, aber unglaublich schwierig, etwas aufzubauen, sagte Waltz weiter. Wer das Tragen einer Maske als eine Beschränkung von Grundrechten empfinde, „der ist nicht quer. Der ist einfach nur deppert.“

Oscar-Preisträger Christoph Waltz kritisiert in einem Interview mit der Zeitschrift „GQ" im Februar 2021 sogenannte Querdenker

Die „destruktive Minderheit“ torpediere das, „was die Sache am Laufen hält“, kritisierte Christoph Waltz und appellierte an die sogenannten Querdenker: „Setzt doch die blöde Maske auf und bleibt zwei Meter entfernt von mir. Damit nimmt dir niemand Rechte weg. Niemand. Also, die Institutionen sind alle vorhanden und funktionieren im Prinzip, werden aber durch eine Gruppe von asozialen Vollidioten in die Enge getrieben.“

Harsche Kritik übte der 64-Jährige auch an dem Verhalten einiger Prominenter. Er könne nicht verstehen und es nicht mehr ertragen, über welche Befindlichkeiten Promis redeten, dass sie nicht mehr ins Restaurant gehen und Freunde treffen könnten. „Ja, dann triffst dich halt nicht“, sagte der Schauspieler.

Coronavirus: Christoph Waltz verurteilt Verhalten der sogenannten Querdenker

Er selbst sei privilegiert. „Ich hab eine große Wohnung, kann mich entweder in Österreich aufhalten, kann mich in Deutschland aufhalten, oder ich kann zu Hause sein, in Los Angeles. Ich kann es mir aussuchen. Ich kann überleben. Ich hab keine Not. Ich hab eigentlich nur Unannehmlichkeiten“, erläuterte Christoph Waltz. Aber er an die Menschen, die auf 50 Quadratmetern zu dritt leben und ihren Job verlieren. „Das ist eine andere Sache.“ Für ihn sei die Coronavirus-Pandemie, solange er gesund bleibe, nicht existenziell.

  • Christoph Waltz hat in unzähligen Filmen mitgespielt, hier eine kleine Auswahl
  • Inglourious Basterds (2009, Oscar als bester Nebendarsteller)
  • Wasser für die Elefanten, The Green Hornet, Der Gott des Gemetzels (2011)
  • Django Unchained (2012, Oscar als bester Nebendarsteller)
  • James Bond 007: Spectre (2015) 
  • Georgetown (2019)
  • Alita: Battle Angel (2019)
  • Rifkin’s Festival (2020)

Für viele andere Menschen hingegen sei die durch den Ausbruch des Coronavirus verursachte Situation jedoch durchaus bedrohlich, sagte Christoph Waltz. Er geht davon aus, dass sich ein Ende der Coronavirus-Pandemie über ein, zwei Jahre hinwegziehen werde. Erst dann zeige sich wie groß der Schaden wirklich sei. „Und die Pleitewelle, die kommt erst. Das wird wirklich eine Katastrophe. (...) Ich glaube, das Entsetzen wird hier um sich greifen, wie es noch nie war.“

Christoph Waltz hofft auf Einsicht der Querdenker in Corona-Pandemie

Trotz allem Negativen hofft Waltz, dass die Corona-Pandemie etwas Positives in den Gedanken der Menschen bewirke. „Ich male mir aus, dass sich möglicherweise der Gedanke durchsetzt, dass der Einzelne für sich nichts ausrichten kann und das Gedeihen der Situation von uns allen abhängt.“

Man bringe den Kindern bei, dass man anderen nichts antun sollte, was man selbst nicht möchte. „Der Gedanke hat sich total aufgelöst, obwohl er überhaupt nicht schwer zu begreifen ist. Wenn ich mir die Lemminge anschaue, wie sie alle auf die Klippe zu rennen und das für eine Heldentat halten, also da hoffe ich, dass denen irgendwann mal ein Licht aufgeht“, sagte Christoph Waltz. (Ute Fiedler)

Rubriklistenbild: © Ian West/dpa

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare