Zwei Genesene aus Belgien und den Niederlanden sind erneut mit dem Coronavirus infiziert.
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Zwei Genesene aus Belgien und den Niederlanden sind erneut mit dem Coronavirus infiziert.

Nachweis

Zwei Genesene in Europa erneut mit dem Coronavirus infiziert

  • Melanie Gottschalk
    vonMelanie Gottschalk
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Schlechte Neuigkeiten aus den Benelux-Ländern. Dort gibt es zwei sogenannte Reinfektionen mit dem Coronavirus.

  • Zwei Genesene in Belgien und den Niederlanden haben sich erneut mit dem Coronavirus infiziert
  • Genetischer Code unterscheidet sich deutlich von dem der ersten Infektion
  • Virologin von erneuter Ansteckung nicht überrascht

Amsterdam - Bereits am Montag (24.08.2020) wurde ein erster Fall in Hongkong bekannt, nun haben auch Forscher in Belgien und den Niederlanden von Nachweisen einer erneuten Corona-Infektion bei bereits Genesenen berichtet. Über mögliche erneute Ansteckungen ist noch nicht viel bekannt, weshalb die neuen Fälle viele Fragen aufwerfen.

Virologin von erneuter Ansteckung mit Coronavirus nicht überrascht

In den Niederlanden gehe es laut Angaben der Virologin und Beraterin der niederländischen Regierung, Marion Koopmans, um einen älteren Patienten mit einem schwachen Immunsystem. Jede Sars-CoV-2-Infektion hat nach ihren Worten einen „einzigartigen genetischen Fingerabdruck“. Bei Tests sei bei diesem Patienten festgestellt worden, dass sich der genetische Code der zweiten Infektion deutlich von dem der ersten unterscheide. Das spricht gegen ein Wiederaufflammen der ersten Infektion. Einzelheiten zu dem Krankheitsverlauf bei dem Patienten nannte Koopmans nicht.

Über eine erneute Corona-Infektion ist die niederländische Virologin nach eigenen Worten nicht überrascht. „Von anderen Infektionen der Atemwege wissen wir, dass man nicht lebenslang geschützt ist, und das erwarten wir auch nicht von Covid-19.“ Nun müsse untersucht werden, ob eine Reinfektion tatsächlich häufiger vorkomme oder ob es um Einzelfälle gehe.

Coronavirus: Zweite Erkrankung weist Mutationen auf – „Keine guten Neuigkeiten“

Auch aus Belgien wurde unterdessen der Fall einer sogenannten Reinfektion gemeldet. Wie der Virologe Marc Van Ranst am Montagabend dem Sender VTM sagte, erkrankte eine genesene Patientin nach drei Monaten erneut. Bei einer Gensequenzanalyse der nachgewiesenen Viren wurde festgestellt, dass das Virus bei der zweiten Erkrankung elf Mutationen aufwies. „Das ist keine gute Neuigkeit“, sagte Van Ranst. Es bleibe nun zu hoffen, dass es sich um Ausnahmen handele und dass die Immunität bei der Mehrheit der Fälle mehr als vier Monate andauere.

Am Montag wurde bekannt, dass Forscher aus Hongkong nach eigenen Angaben eine erneute Corona-Ansteckung nachgewiesen hatten. Hierbei soll es sich um einen Patienten handeln, der bereits seit längerem genesen war. Nach einer Spanien-Reise soll der 33 Jahre alte Mann nun wieder erkrankt sein.

Über erneute Ansteckung mit Coronavirus ist bisher nicht viel bekannt

Mehr als ein halbes Jahr nach dem Auftauchen von Sars-CoV-2 ist nicht viel über mögliche erneute Ansteckungen bekannt. Die wenigen Berichte zu solchen Fällen warfen bislang viele Fragen auf, wie auch die WHO schreibt. Studien, die Menschen nach einer Infektion über Jahre im Blick behalten, fehlen.

Forscher gehen nach Untersuchungen im Labor davon aus, dass eine durchgemachte Corona-Infektion zumindest zeitweise Schutz vor einer erneuten Ansteckung verleihen könnte. (Melanie Gottschalk)

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