Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für FR.de. Danach lesen Sie FR.de gratis mit Werbung.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf FR.de
  • Zum Start nur 0,99€ monatlich
  • Zugang zu allen Berichten und Artikeln
  • Ihr Beitrag für unabhängigen Journalismus
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.

Ansteckender als Delta?

Corona-Variante Omikron: Moderna arbeitet bereits an Omikron-Impfstoff

Alle Autoren
    schließen
  • Sonja Thomaser
    Sonja Thomaser
  • Kerstin Kesselgruber
    Kerstin Kesselgruber
  • Katja Thorwarth
    Katja Thorwarth
  • Stefan Krieger
    Stefan Krieger
  • Tobias Utz
    Tobias Utz

Die neue Corona-Variante B.1.1.529 wird mehrfach in Europa festgestellt, auch andere Staaten melden Fälle. Der Impfstoffhersteller Moderna hat mit der Arbeit an einem Impfstoff begonnen.

  • In Südafrika ist eine neue Variante B.1.1.529 des Coronavirus entdeckt worden. Sie könnte ansteckender sein als die Delta-Variante.
  • In Europa und weltweit taucht Omikron in vielen Ländern auf, es gibt Reisebeschränkungen.
  • Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) stuft in der Pandemie die neue Corona-Variante als „besorgniserregend“ ein.

+++ 19.35 Uhr: Der Impfstoffhersteller Moderna hat bereits am gerade vergangenen Thanksgiving-Feiertag mit der Arbeit an einem Impfstoff gegen die Omikron-Variante begonnen. Hunderte seiner Mitarbeiter hätten nach ersten Veröffentlichungen zur Mutante direkt an dem in den USA üblicherweise groß gefeierten Festtag angefangen, an einer entsprechenden Anpassung des Corona-Impfstoffs zu arbeiten, sagte der medizinische Chef des Pharmakonzerns, Paul Burton, am Sonntag in einem BBC-Interview. Thanksgiving fiel in diesem Jahr auf den 25. November - also den vergangenen Donnerstag.

Es werde noch einige Wochen dauern, bis man gesicherte Erkenntnisse darüber habe, wie sehr sich die neue Corona-Variante der Wirkung der aktuellen Impfstoffe entziehe und ob ein neues Vakzin produziert werden müsse. Sollte dies der Fall sein, rechne er damit, dass dieser Anfang 2022 in großem Maßstab hergestellt werden könnte. Wie auch das Mittel von Biontech gehört das Vakzin von Moderna zu den mRNA-Impfstoffen, deren Anpassung an neue Varianten als relativ gut machbar gilt.
„Das ist ein gefährlich erscheinendes Virus“, sagte Burton. „Aber ich denke, wir haben jetzt viele Werkzeuge in unserem Arsenal, um es zu bekämpfen, also bin ich optimistisch.“ Die zuerst im südlichen Afrika nachgewiesene Omikron-Variante (B.1.1.529) wurde von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) als „besorgniserregend“ eingestuft.

Aufgezogene Spritzen mit dem Moderna-Impfstoff liegen im Corona-Impfzentrum Berlin-Tegel.

Corona-Variante Omikron: Weil bringt Lockdown nach Weihnachten ins Gespräch

+++ 17.41 Uhr: Die als besonders ansteckend geltende Omikron-Variante des Coronavirus befeuert auch die Debatte um eine allgemeine Impfpflicht. Mit der erstmals in Südafrika festgestellten Mutation gebe es eine neue Lage, sagte Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) der „Hannoverschen Allgemeinen Zeitung“. „Wir werden uns massiv anstrengen müssen, um den Impfschutz sehr rasch nach oben zu treiben.“

Erste Untersuchungen zeigten, dass vor allem Booster-Impfungen auch gegen diese Mutation eine gute Wirkung entfalten könnten, sagte Weil. „Deshalb ist spätestens jetzt eine allgemeine Impfpflicht unabdingbar. Wir müssen den Impfdruck unbedingt erhöhen.“ Die Impfung ist nach Weils Worten nicht mit einem Schlag erledigt, sondern müsse regelmäßig wiederholt werden.

„Deswegen geht es um eine allgemeine Impfpflicht, die dann voraussichtlich einige Jahre lang andauern wird“, sagte der niedersächsische Regierungschef. „Auch wenn kein Politiker das gerne tut: Wir müssen die Menschen wohl auch zu regelmäßigen Auffrischungsimpfungen verpflichten.“ Jetzt müsse man erst einmal „boostern, was das Zeug hält“.

Stephan Weil (SPD), Ministerpräsident von Niedersachsen, spricht in der Landespressekonferenz im niedersächsischen Landtag.

Der SPD-Politiker schloss auch einen harten Lockdown nicht mehr aus. Darüber werde auf der nächsten Ministerpräsidentenkonferenz intensiv diskutiert werden müssen. „Dabei geht es aber wahrscheinlich eher um die Zeit nach Weihnachten, wo in der Regel Ferien sind und die Familien sich treffen.“ Es könne viel dafür sprechen, die Ruhezeit nach hinten auszudehnen, um eine Ausbreitung des Virus nach den Familienfeiern zu verhindern.

„Wir würden schon bis Weihnachten unsere Schutzmaßnahmen weiter verschärfen und dann für die letzte Dezember- und die erste Januarwoche im wahrsten Sinne des Wortes für alle eine Atempause vorsehen“, sagte Weil.

Flüge nach Marokko wegen Omikron-Variante für zwei Wochen ausgesetzt

+++ 17.35 Uhr: Wegen der raschen Ausbreitung der Omikron-Variante des Coronavirus setzt Marokko alle Flüge in das nordafrikanische Land für zunächst zwei Wochen aus. Ab kurz vor Mitternacht am Montagabend dürften vorerst keine Flüge mehr in Marokko landen, berichtete die Staatsagentur MAP am Sonntag. Grund sei die schnelle Ausbreitung der Omikron-Variante vor allem in Europa und Afrika. Die Flüge nach Marokko würden ausgesetzt, um bisherige Erfolge im Kampf gegen das Virus zu erhalten, hieß es.

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat die zunächst im Süden Afrikas entdeckte Variante als „besorgniserregend“ eingestuft. Die EU-Gesundheitsbehörde ECDC spricht von ernsthaften Sorgen, dass Omikron die Wirksamkeit der Corona-Impfstoffe erheblich verringern und das Risiko von Reinfektionen erhöhen könnte. Welche genauen Auswirkungen die Mutante hat, steht allerdings noch nicht fest.

In Marokko wurden bisher 950 000 Infektionen mit dem Coronavirus gemeldet, die Zahlen waren seit dem Sommer aber rückläufig. In dem Land sind rund 60 Prozent der Bevölkerung vollständig geimpft.

Corona-Variante Omikron: Israel führt Handy-Überwachung wieder ein

+++ 16.49 Uhr: Im Bemühen um eine Eindämmung der neuen Omikron-Variante des Coronavirus führt Israel die umstrittene Handy-Überwachung von Corona-Patienten und deren Kontakten wieder ein. Die israelische Regierung stimmte am Sonntag für den erneuten Einsatz der Überwachungstechnologie durch den Inlandsgeheimdienst Schin Bet. Diese Maßnahme wurde in einer früheren Phase der Pandemie bereits genutzt, wegen Kritik aber wieder gestoppt.

„Ziel des Einsatzes ist es, Infizierte ausfindig zu machen, und so die Ansteckungskette zu unterbrechen“, hieß es in einer Mitteilung des Büros von Ministerpräsident Naftali Bennett. Die Maßnahme betreffe aber nur Infizierte mit der neuen Omikron-Variante und solle vorerst bis zum 2. Dezember gelten.

Um die Ausbreitung der neuen Omikron-Variante des Coronavirus einzudämmen, schließt Israel seine Grenzen für Ausländer:innen.

+++ 13.39 Uhr: In den Niederlanden sind bei 13 Reisenden aus Südafrika Infektionen mit der neuen Coronavirus-Variante Omikron festgestellt worden. Das teilte Gesundheitsminister Hugo de Jonge am Sonntag mit. Die Personen waren am Freitag mit der niederländischen Fluggesellschaft KLM nach Amsterdam gekommen.

Insgesamt hatte die Gesundheitsbehörde am Flughafen Schiphol mehr als 600 Passagiere von zwei KLM-Maschinen getestet, 61 Tests waren positiv. Alle Betroffenen wurden in einem Quarantäne-Hotel isoliert. 

Passagiere sitzen an Bord des KLM-Flugs 598 auf dem Rollfeld des Amsterdamer Flughafens Schiphol, nachdem er am Freitag aus Südafrika gelandet ist. Der Flug wurde vier Stunden lang am Rand der Landebahn festgehalten, bis spezielle Tests wegen der neuen Corona-Variante Omikron durchgeführt werden konnten.

Corona-Variante Omikron verbreitet sich: Australien meldet erste Fälle

+++ 10.08 Uhr: Die in Südafrika entdeckte neue Coronavirus-Variante Omikron ist erstmals auch in Australien nachgewiesen worden. Zwei Passagiere eines Flugs von Südafrika nach Sydney seien am Samstag (27.11.2021) positiv auf die neue Virusvariante getestet worden, teilte die Gesundheitsbehörde des Bundesstaats New South Wales am Sonntag (28.11.2021) mit. Beide seien vollständig geimpft und wiesen keine Symptome auf.

Die restlichen Passagiere und die Crew wurden angewiesen, sich zu isolieren. Die Maschine traf am selben Tag ein, an dem die australische Regierung die Einstellung des Flugverkehrs mit neun Ländern des südlichen Afrikas angekündigt hatte, darunter Südafrika und Simbabwe.

Aus Südafrika werden derweil ungewöhnliche Corona-Symptome bei Omikron-Infizierten gemeldet.

Zwei Passagiere eines Flugs von Südafrika nach Sydney sind positiv auf die neue Corona-Variante Omikron getestet worden.

Corona-Variante Omikron (B.1.1.529) verbreitet sich in Europa – Israel macht Grenzen dicht

Update vom Sonntag, 28.11.2021, 06.35 Uhr: In Österreich ist am Samstag ein erster Verdachtsfall der neuen Coronavirus-Variante Omikron gemeldet worden. Nach Angaben der Behörden liege im Bundesland Tirol ein positives PCR-Testergebnis vor, das mit einer Südafrikareise in Zusammenhang stehe, berichtete die österreichische Nachrichtenagentur APA. Nach der Erstprüfung durch die Virologie Innsbruck bestehe ein konkreter Verdacht, dass es sich um die neue Virus-Mutante handeln könnte, erklärten die Behörden. Die betroffene Person sei doppelt geimpft, die zweite Impfung liege aber bereits rund neun Monate zurück, hieß es weiter.

Ein Krankenhaus in Tschechien bestätigte unterdessen die Infektion einer Patientin mit der neuen Corona-Variante Omikron. Ein Krankenhaussprecher in der Stadt Liberec sagte dem tschechischen Fernsehen, die Sequenzierung im örtlichen Labor habe eine „90-prozentige Wahrscheinlichkeit“ ergeben, dass es sich um die Variante handele. „Mit Blick auf die Herkunft der Patientin und alle Umstände können wir bestätigen, dass es sich um die Variante handelt“, sagte Vaclav Ricar.

Derweil schließt Israel seine Grenzen für Ausländerinnen und Ausländer. Diese und weitere Beschränkungen beschloss das Coronavirus-Kabinett laut israelischen Medienberichten am Samstagabend (27.11.2021). Die neuen Beschränkungen sollen an diesem Sonntagabend in Kraft treten. Derzeit ist demnach in Israel ein Omikron-Fall bestätigt, sieben Fälle werden untersucht.

Israel hat im November zum ersten Mal seit Ausbruch der Corona-Pandemie wieder Individualtourist:innen empfangen. Jetzt macht es wegen Omikron seine Grenzen dicht.

Corona-Variante: Zwei Infektionen mit Omikron in Deutschland bestätigt

+++ 21.43 Uhr:  Nach Angaben von Virologe Oliver Keppler, Leiter des Max-von-Pettenkofer-Instituts in München, steht eine Genomsequenzierung noch aus. Aber es sei „zweifelsfrei bewiesen, dass es sich um diese Variante handelt“.

+++ 19.00 Uhr: In München sind die ersten beiden Fälle der als besorgniserregend eingestuften Omikron-Variante des Coronavirus in Deutschland bestätigt worden. Die beiden Reisenden seien am 24. November mit einem Flug aus Südafrika eingetroffen, sagte Bayerns Gesundheitsminister Klaus Holetschek (CSU) am Samstag. Die Betroffenen hätten selbst vorausschauend eine Untersuchung auf die Virusvariante veranlasst, nachdem sie aus den Medien von der Gefahr erfahren hätten.

Das bayerische Gesundheitsministerium forderte Fluggäste, die mit demselben Flug am 24. November aus Südafrika gekommen sind, auf, sich umgehend bei ihrem zuständigen Gesundheitsamt zu melden. Alle Personen, die in den vergangenen 14 Tagen aus Südafrika eingereist seien, sollten sofort ihre Kontakte reduzieren, einen PCR-Test unter Angabe ihrer Reisegeschichte machen und umgehend das Gesundheitsamt kontaktieren.

Überdies gelte, dass alle Personen, die aus den vom Robert Koch-Institut als Virusvarientengebieten eingestuften Gebieten im südlichen Afrika einreisen, 14 Tage in Quarantäne müssen - das gelte auch unabhängig vom Impfstatus. „Wir müssen alles tun, um die Verbreitung der neuen Variante im Freistaat und in Deutschland zu verhindern“, sagte eine Ministeriumssprecherin in München. Noch sei nicht klar, ob die neue Variante tatsächlich ansteckender ist und zu mehr Krankenhausaufenthalten führt. „Bis die Wissenschaft klarer sieht, müsse wir jedoch Vorsicht walten lassen“, betonte die Sprecherin.

Ein Patient wird auf einer Trage aus dem ADAC Flugzeug geladen. Seit dem Nachmittag ist die Luftwaffe an der Verlegung von Intensivpatienten beteiligt.

Von der am Freitagabend in München gelandeten Lufthansa-Maschine aus Kapstadt seien 50 Menschen in Bayern in Quarantäne. Das Flugzeug war mit rund 300 Passagieren besetzt. Zwei PCR-Tests waren positiv, wie das Ministerium zuvor mitgeteilt hatte. Ob auch diese Passagiere die neue Omikron-Virusvariante tragen, ist noch unklar.

Corona-Variante: Laut Spahn Vakzin-Versorgung bei Ausbreitung von Omikron gesichert 

+++ 16.30 Uhr: Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hält die Versorgung mit Corona-Impfstoff auch dann für gesichert, falls sich die Virusvariante Omikron in Europa ausbreitet. Die EU habe für die kommenden beiden Jahre insgesamt zwei Milliarden Impfdosen bestellt - diese Bestellmenge sei auch dann gesichert, wenn der Impfstoff zum Kampf gegen die Omikron-Variante verändert werden müsse, sagte Spahn am Samstag bei einer Online-Expertenbefragung seines Ministeriums in Berlin.
„Wir haben Produktionskapazitäten, falls man den Impfstoff anpassen müsste“, sagte Spahn. „Das ist genug, um Europa fast fünf Mal zu impfen.“

Der Immunologie-Professor Leif Erik Sander von der Berliner Charité zeigte sich zuversichtlich, dass die vorhandenen Impfstoffe bei Bedarf rasch an die Omikron-Variante angepasst werden können. „Wir sind optimistisch, dass wir bei so einer Variante nicht bei Null anfangen“, sagte Sander bei der Veranstaltung des Bundesgesundheitsministeriums.

Das Immunsystem des Menschen sei „so aufgebaut, dass es gegen viele Teile im Virus Immunität aufbaut“ - damit könne es auch gegen Mutationen wirksam sein, sagte der Mediziner. Ob dies bei Omikron der Fall sei, werde derzeit „auf Hochtouren“ erforscht.

Die EU habe für die kommenden beiden Jahre insgesamt zwei Milliarden Impfdosen bestellt - diese Bestellmenge sei auch dann gesichert, wenn der Impfstoff zum Kampf gegen die Omikron-Variante verändert werden müsse.

Corona-Variante Omikron: Schnelle Maßnahmen wegen „nationaler Notlage“ gefordert

+++ 13.21 Uhr: Angesichts eines Omikron-Verdachtsfalls in Deutschland hat sich der saarländische Ministerpräsident Tobias Hans (CDU) eindringlich für eine schnelle Ministerpräsident:innenkonferenz ausgesprochen. Man stehe erneut vor einer „Stunde Null in der Pandemiebekämpfung“, sagte Hans nach einer Mitteilung der Staatskanzlei in Saarbrücken vom Samstag. „Eine nationale Notlage erfordert den Schulterschluss aller Länder, sowie alter und neuer Bundesregierung.“

Es brauche rasch bundeseinheitliche Maßnahmen zur Eindämmung, Engpässe bei der Bereitstellung von Impfstoff müssten mit aller Macht beseitigt werden, sagte Hans – „damit jetzt der Impf-Turbo gezündet werden kann von der Arztpraxis bis zu den Impfzentren“. Auch Zahnärzt:innen, Veterinär:innen und Apotheken müssten in die Impfkampagne einbezogen werden. „Es braucht eine Omikron-MPK mit geschäftsführender und neuer Bundesregierung – jeder Tag zählt“, sagte Hans.

Wegen der neuen Corona-Variante Omikron müsse jetzt der „Impf-Turbo gezündet“ werden.

Corona-Variante Omikron: Virologin besorgt, doch Impfungen helfen

+++ 12.42 Uhr: Die Münchner Virologin Ulrike Protzer ist besorgt über die im Süden Afrikas entdeckte neue Coronavirus-Variante. Die Variante B.1.1.529 könne dazu führen, dass sich das Virus schneller vermehre oder auch infektiöser werde, sagte Protzer am Samstag (27.11.2021) im Deutschlandfunk.

Auf die Frage, ob aktuelle Corona-Impfstoffe noch ausreichend gegen die Omikron-Variante wirken, sagte die Virologin, möglich sei, dass Antikörper das Virus nicht mehr so effizient neutralisieren können. Frisch nach einer Impfung gebe es aber viele Antikörper - das reiche dann aus, um auch Varianteviren „wegzuneutralisieren“. Wenn die Impfung eine Weile her sei, könnten Auffrischungsimpfungen das Immunsystem „hochpushen“. „Und dann, davon gehen wir alle aus, sollte das wieder ausreichen“, sagte Protzer. Sie riet zugleich dazu, Booster-Impfungen mit den jetzt verfügbaren Impfstoffen vorzunehmen. Ob man später eine weitere Impfung brauche oder einen angepassten Impfstoff, könne man jetzt noch nicht sagen.

Eine Mitarbeiterin steht mit einem Teststäbchen in einer Corona-Teststelle in der Region Hannover. Die Omikron-Variante soll hoch ansteckend sein.

+++ 10.21 Uhr: Die Corona-Variante Omikron (B.1.1.529) ist „mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit bereits in Deutschland“. Das teilt am Samstagvormittag (27.11.2021, 09.42 Uhr) der hessische Sozialminister Kai Klose via Twitter mit. Das endgültige Ergebnis der Sequenzierung stehe noch aus.

Corona-Variante Omikron: Viruslast bei Infizierten „wahnsinnig hoch“

+++ 09.19 Uhr: Die zwei bestätigten Omikron-Infizierten in Hongkong weisen offenbar eine sehr schnell ansteigende Viruslast auf. Die PCR-Tests der zwei Männer, die wenige Tage zuvor noch negativ ausgefallen waren, enthielten einen Ct-Wert von 18 und 19. „Das ist wahnsinnig hoch, insbesondere wenn man bedenkt, dass die zwei bei den letzten PCR-Tests noch negativ waren“, schreibt der Epidemiologe Eric Feigl-Ding, der lange Zeit an der Universität Harvard forschte. Es sehe so aus, als ob die Variante dem Impfschutz tatsächlich entgehen könnte, so Feigl-Ding weiter.

Ein hoher Ct-Wert (≥ 30) bedeutet, dass ein Mensch eine niedrige Viruslast hat und wenig ansteckend ist. Ein niedriger CT-Wert bedeutet eine hohe Viruslast und ein hohes Ansteckungsrisiko.

Laut Angaben der Hongkonger Regierung wurde die Omikron-Variante des Coronavirus von einem Reisenden aus Südafrika eingeschleppt, der sich seit seiner Ankunft am 11. November in einem Quarantäne-Hotel befand. Am 13. November wurde er dann positiv getestet. Es wird davon ausgegangen, dass der Mann trotz strenger Isolation einen 60-Jährigen im gegenüberliegenden Zimmer des Quarantäne-Hotels angesteckt hat. Möglicherweise habe er keinen ausreichenden Mundschutz getragen, als er Essen entgegennahm.

Corona-Variante Omikron: Länder stellen Flugverkehr ein

Update vom Samstag, 27.11.2021, 06.36 Uhr: Immer mehr Länder reagieren auf die in Südafrika entdeckte neue Coronavirus-Variante Omikron mit strikten Reisebeschränkungen. Nach zahlreichen europäischen, nordamerikanischen und arabischen Staaten folgte am Samstag (27.11.2021) Australien, das den Reiseverkehr mit neun Ländern des südlichen Afrika einstellte. Zuvor hatte auch Brasilien ein Verbot für Flüge aus sechs südafrikanischen Ländern verhängt.

Die Entdeckung der neuen Coronavirus-Variante mit der wissenschaftlichen Bezeichnung B.1.1.529 war am Donnerstag (25.11.2021) in Südafrika bekannt gegeben worden. Nach Angaben südafrikanischer Wissenschaftler könnte die Variante wegen der ungewöhnlich vielen Mutationen noch ansteckender als die derzeit grassierende Delta-Variante sein und die Impfstoffe weniger wirksam machen.

Menschen stellen sich auf dem Flughafen O.R. Tambo für einen Überseeflug an: Aus Sorge vor der neuen Coronavirus-Variante Omikron schränken Deutschland und andere Staaten den Flugverkehr aus Südafrika ein.

Omikron-Variante: WHO stuft B.1.1.529 als „besorgniserregend“ ein

+++ 19.15 Uhr: Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat die neue Corona-Variante B.1.1.529 als „besorgniserregend“ eingestuft. Das teilte die UN-Behörde am Freitag nach Beratungen mit Experten mit. Diese Klassifizierung ist laut WHO-Definition ein Signal, dass eine Variante ansteckender ist oder zu schwereren Krankheitsverläufen führt. Außerdem besteht bei «besorgniserregenden Varianten» die Gefahr, dass herkömmliche Impfungen, Medikamente oder Corona-Maßnahmen weniger wirksam sind.

Diese nun Omikron genannte Variante weise eine große Anzahl Mutationen auf, von denen einige besorgniserregend seien, hieß es. Vorläufige Hinweise deuteten auf ein erhöhtes Risiko einer Reinfektion bei dieser Variante im Vergleich zu anderen besorgniserregenden Varianten, zu denen auch die derzeit vorherrschende Delta-Variante zählt.

Virologe Drosten: Impfstoffe schützen wohl auch gegen neue Virusvariante

+++ 18.00 Uhr: Der Virologe Christian Drosten geht davon aus, dass die verfügbaren Impfstoffe grundsätzlich auch gegen die zuerst in Südafrika entdeckte neue Variante B.1.1.529 des Coronavirus schützen, insbesondere gegen schwere Krankheitsverläufe. Davon könne man „nach derzeitigen Ermessen ausgehen“, hieß es am Freitag (26.11.2021) in einer Stellungnahme Drostens für das ZDF. Allerdings umgeht die neue Variante demnach offensichtlich zumindest teilweise die Immunantwort des Körpers.

Die Genom-Veränderungen der neuen Variante „weisen darauf hin, dass dieses Virus einen Immunescape zeigen könnte“, warnte Drosten. Ein Indiz dafür sei auch, dass die derzeit nachgewiesenen Infektionen „in sehr großem Maße bei vorher bereits Genesenen“ stattfinden würden.

Verhalten optimistisch: Christian Drosten

Neue Corona-Variante B.1.1.529: Erste Infektion in Europa

+++ 16.00 Uhr: Die Sorge vor weitreichenden wirtschaftlichen Folgen der neuen Corona-Variante hat Europas Börsen am Freitag einbrechen lassen. Verlierer des Börsentages waren insbesondere die Aktien von Airlines und Tourismusunternehmen angesichts neuer Reisebeschränkungen. Die Entwicklungen in der Pandemie belasteten außerdem den Ölpreis. Die in Südafrika entdeckte Coronavirus-Variante B.1.1.529 könnte noch ansteckender sein als die Delta-Variante, außerdem ist unklar, ob die Corona-Impfstoffe ausreichend gegen sie wirken. Die Mutante schürt daher große Bedenken hinsichtlich der Erholung der Weltwirtschaft. Sie könnte zu neuen Lockdowns und Reisebeschränkungen führen und das Wirtschaftswachstum vieler Länder belasten.

Neue Corona-Variante lässt Börsenkurse abstürzen

Das spiegelte sich am Freitag an den Finanzplätzen wider: Die Indizes in Frankfurt und London brachen nach Börsenstart um über drei Prozent ein, in Paris waren es über vier Prozent. Im Laufe des Vormittags erholten sich die Kurse wieder leicht.
Auch die Kurse an den asiatischen Börsen fielen stark. Die Handelsplätze in Tokio, Hongkong und Shanghai schlossen im Minus. In New York zeichnete sich im vorbörslichen Handel ein Minus von zwei Prozent ab. Die Preise für Rohöl fielen je nach Sorte um sechs bis sieben Prozent. Ihre Entwicklung hängt von konjunkturellen Vorhersagen ab. Sogar der Bitcoin, die führende Kryptowährung, brach um knapp acht Prozent ein.

Zugleich verwiesen Finanzmarktexperten wie Justin Tang von United First Partners darauf, dass die Welt mittlerweile an derlei schlechte Schlagzeilen gewöhnt sei. „Mit Mutationen wird gerechnet, sie sind nichts Unbekanntes.“

Neue Corona-Variante B.1.1.529: Lauterbach warnt vor „massiver Durchbruchvariante“

+++ 15.00 Uhr: Karl Lauterbach hat sich abermals zur neuen Supervariante des Coronavirus geäußert. Auf Twitter bezeichnete er die Mutation B.1.1.529 als „echte massive Durchbruchsvariante“. Lauterbach teilte zudem mit, dass ein Durchbruch bei einer „Booster“-Impfung „unwahrscheinlich“ sei.

Am Freitagmittag wurde die Corona-Variante erstmals in Europa festgestellt (s. Update v. 14.30 Uhr).

+++ 14.45 Uhr: Impfstoff-Hersteller Biontech hat sich ebenfalls zur neuen Corona-Variante geäußert. „Wir können die Besorgnis von Experten nachvollziehen und haben unverzüglich Untersuchungen zur Variante B.1.1.529 eingeleitet“, so das Mainzer Unternehmen. Biontech prüft nun die Wirksamkeit des Vakzins gegen die Variante. „Die Variante unterscheidet sich deutlich von bisher beobachteten Varianten, da sie zusätzliche Mutationen im Spike-Protein hat“, hieß es weiter.

In zwei Wochen rechne man mit aussagekräftigen Daten dazu.

Corona-Variante B.1.1.529 erstmals in Europa nachgewiesen

+++ 14.30 Uhr: Die Corona-Variante B.1.1.529 ist in Europa angekommen. Erstmalig wurde die Mutation von Sars-CoV-2 durch einen Test in einem europäischen Land festgestellt: in Belgien. Das gab der belgische Gesundheitsminister Frank Vandenbroucke am Freitagmittag bekannt.

Belgiens Premierminister Alexander De Croo kündigte Reisebeschränkungen für Einreisende aus Ländern im südlichen Afrika an. Es sei derzeit Vorsicht, aber keine Panik, geboten, so De Croo.

Corona-Variante B.1.1.529 – Neue Reisenbeschränkungen veranlasst

+++ 12.00 Uhr: Malta hat nun auch vorsorglich eine Reisebeschränkung für sechs afrikanische Länder verhängt. Reisen von und nach Südafrika, Namibia, Lesotho, Botsuana, Eswatini und Simbabwe seien ab Mitternacht in der Nacht von Samstag auf Sonntag untersagt, erklärte Gesundheitsminister Chris Fearne am Freitag via Twitter. Ebenso Tschechien. Das Land verbietet Nicht-EU-Bürgern die Einreise aus Südafrika, Namibia, Mosambik, Sambia und vier weiteren afrikanischen Staaten. Das gelte von Samstag an, teilte das Außenministerium in Prag am Freitag mit. Für Tschechen und andere EU-Bürger, die sich in den vergangenen 14 Tagen in einem dieser Staaten aufgehalten haben, sind demnach strenge Quarantänemaßnahmen geplant.

+++ 10.40 Uhr: Italiens Gesundheitsminister Roberto Speranza hat wegen der Coronavirus-Variante B.1.1.529 per Anordnung die Einreise aus mehreren südafrikanischen Ländern eingeschränkt. Wer in den vergangenen 14 Tagen in Südafrika, Lesotho, Botsuana, Simbabwe, Mosambik, Namibia und Eswatini gewesen sei, könne nicht nach Italien einreisen, teilte sein Ministerium am Freitag mit.

Auch Österreich verbietet diesbezüglich die Einreise aus Südafrika und einigen anderen afrikanischen Staaten. Das gab das Gesundheitsministerium am Freitag bekannt. Nur Österreicher, die sich in Südafrika, Namibia, Botsuana, Simbabwe und Mosambik aufhielten, dürften noch in ihre Heimat zurückkehren. 

Erste Person in Israel mit Corona-Variante B.1.1.529 infiziert

+++ 9.51 Uhr: Deutschland wird Südafrika wegen der neu auftretenden Coronavirus-Variante B.1.1.529 zum Virusvariantengebiet erklären. Die Regelung trete heute Nacht in Kraft, Fluggesellschaften dürften dann nur noch deutsche Staatsbürger nach Deutschland befördern, teilte Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) am Freitagmorgen mit.

Derweil wurde in Israel nach offiziellen Angaben eine Person identifiziert, die sich mit der neuen Variante des Coronavirus infiziert hat. Zwei weitere Personen seien Verdachtsfälle, teilte das Gesundheitsministerium am Freitag mit. Sie befänden sich in Quarantäne. Eine Sprecherin der Behörde zur Corona-Bekämpfung bestätigte, dass es sich um die Variante B.1.1.529 handelt, die aus dem südlichen Afrika stammt.

Die infizierte Person sei aus Malawi nach Israel zurückgekehrt, hieß es weiter vom Ministerium. Die anderen beiden seien ebenfalls aus dem Ausland zurückgekehrt. Alle drei Personen seien geimpft worden.

Neue Corona-Variante B.1.1.5.2.9: Deutschland stellt Flugverkehr aus Südafrika ein

+++ 8.53 Uhr: Neben Israel schränkt nun auch die Bundesregierung den Flugverkehr aus Südafrika wegen der Corona-Variante B.1.1.529 ein. Wie das RND mitteilt, fordert inzwischen EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen, „die Notbremse zu aktivieren, um den Flugverkehr aus der Region des südlichen Afrikas aufgrund der besorgniserregenden Variante B.1.1.529 zu stoppen“.

Die Brüsseler Behörde werde den EU-Staaten vorschlagen, die dafür vorgesehene Notbremse auszulösen um den Luftverkehr auszusetzen, teilte EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen auf Twitter mit. Die Echtheit des Tweet wurde der Deutschen Presse-Agentur bestätigt.

Corona-Variante B.1.1.529 – Karl Lauterbach warnt: „Nichts ist schlimmer“ 

Update vom Freitag, 26.11.2021, 8.00 Uhr: Gesundheitsexperte Karl Lauterbach warnt vor der B.1.1529-Variante des Coronavirus. Auf Twitter schreibt er, dass die neue Südafrikanische Variante B1.1.529 von Spezialisten in Großbritannien als sehr gefährlich eingestuft werde. Die Mutation würde die Delta-Variante verdrängen, auch sei der Mechanismus „voll unklar“. Es gebe ein WHO-Meeting hierzu.

„Hoffentlich bestätigt sich nicht, was diese Grafik zeigt. Wenn ja, müssen sofort Reisebeschränkungen erfolgen. Wir müssen Zeit gewinnen. Nichts ist schlimmer als eine neue Variante in eine laufende Welle hinein“, schreibt der SPD-Politiker weiter.

Neue Corona-Variante: B.1.1.529 gibt „Anlass zur Sorge“ – Israel verhängt Reisebeschränkungen

+++ 22.00 Uhr: Aus Sorge vor der B.1.1529-Variante des Coronavirus hat Israel am Donnerstag (25.11.2021) sofortige Reisebeschränkungen für mehrere afrikanische Länder verhängt. Südafrika, Lesotho, Botswana, Simbabwe, Mosambik, Namibia und Eswatini als „rote Länder“ eingestuft worden.

Ausländer dürften aus diesen Ländern nicht mehr nach Israel einreisen, heißt es in der Mitteilung. Israelis, die aus diesen Ländern zurückkehrten, müssten für bis zu 14 Tage in Quarantäne in ein Corona-Hotel. Nach einer Woche könnten sie sich jedoch mit zwei negativen PCR-Tests freitesten.

Neue Corona-Variante beunruhigt Wissenschaftler: B.1.1.529 gibt „Anlass zur Sorge“

Erstmeldung vom Donnerstag, 25.11.2021, 16.01 Uhr: Johannesburg – Um Mutationen des Coronavirus war es in letzter Zeit still geworden, seitdem die Delta-Variante im Sommer die Welt eroberte, alle anderen Arten des Virus mehr oder weniger verdrängt hat und für eine Verschärfung der Pandemie besonders in Europa sorgt. Delta weist eine extrem hohe Infektiosität aus und hat alle anderen Mutanten verdrängt oder ausgeschaltet. Allerdings kann man aufgrund dieses Umstands nicht davon ausgehen, dass Delta die letzte Supervariante des Virus ist.

In Südafrika ist Fachleuten zufolge jetzt eine neue Variante des Corona-Virus entdeckt worden. Die Variante mit der wissenschaftlichen Bezeichnung B.1.1.529 „weist eine sehr hohe Anzahl von Mutationen auf“, sagte der Virologe Tulio de Oliveira auf einer Pressekonferenz am Donnerstag (25.11.2021). Sie gebe in dem Land „Anlass zur Sorge“. Die Wirksamkeit der bislang bekannten Vakzine gegen diese Virusvariante sei noch unklar, so der Wissenschaftler.

Neue Corona-Variante lässt sich mit PCR-Test nachweisen

De Oliveira berichtete davon, dass B.1.1.529 mittlerweile praktisch in allen Provinzen Südafrikas nachgewiesen werden könne. Eine halbwegs gute Nachricht ist aber immerhin, dass es wegen der speziellen Mutationen von B.1.1.529 keine Sequenzierung braucht, um die Variante zu identifizieren, sondern normale PCR-Tests reichen.

Bislang sei die Variante auch in Botswana und Hongkong bei Reisenden aus Südafrika entdeckt worden. Gesundheitsminister Joe Phaahla bezeichnete die Variante als „ernsthaft besorgniserregend“ und als Ursache für einen „exponentiellen“ Anstieg der gemeldeten Fälle in Südafrika. Die Zahl der täglich gemeldeten Infektionen stieg am Mittwoch (24.11.2021) auf mehr als 1200. Anfang des Monats waren es lediglich rund 100 Neuansteckungen.

Laut Wissenschaftlern weist die neue Variante mindestens zehn Mutationen auf - bei der Delta-Variante sind es zum Vergleich nur zwei, bei Beta drei. „Was uns Sorgen bereitet, ist, dass diese Variante nicht nur eine erhöhte Übertragbarkeit haben könnte, sich also effizienter ausbreitet, sondern auch in der Lage sein könnte, Teile des Immunsystems und den Schutz, den wir in unserem Immunsystem haben, zu umgehen“, sagte der Experte Richard Lessells. 

Neue Corona-Variante B.1.1.529 verbreitet sich schnell

Die ersten Fälle der Variante B.1.1.529 wurden am 11. November in Botswana registriert, der früheste Fall in Südafrika folgte drei Tage später. Bei dem in Hongkong gefundenen Fall handelte es sich um einen 36-jährigen Mann, der vor seinem Flug von Hongkong nach Südafrika, wo er sich vom 22. Oktober bis zum 11. November aufhielt, einen negativen PCR-Test gemacht hatte. Bei seiner Rückkehr nach Hongkong war der Test negativ, während er am 13. November in der Quarantäne positiv getestet wurde.

In Südafrika war vergangenes Jahr bereits die Beta-Variante des Virus entdeckt worden. Südafrika ist mit rund 2,95 Millionen Corona-Fällen und mehr als 89.600 Toten das am schwersten betroffene Land in Afrika.

EU-Gesundheitsbehörde ruft zur Corona-Impfung auf

Angesichts der steigenden Corona-Infektionszahlen hat unterdessen die EU-Gesundheitsbehörde die Mitgliedsstaaten aufgefordert, „dringend“ mehr Menschen gegen das Coronavirus zu impfen. Es gebe eine „große Impflücke“, die dem Virus „viel Raum zur Ausbreitung gibt“, warnte am Mittwoch die Direktorin des Europäischen Zentrums für die Prävention und Kontrolle von Krankheiten (ECDC), Andrea Ammon. Sie empfahl Auffrischungsimpfungen für alle Erwachsenen über 18 Jahren - „mit Priorität für Menschen über 40 Jahren“.

In der EU sind derzeit 67,7 Prozent der Bevölkerung vollständig geimpft, aber die Impfquoten sind von Land zu Land sehr unterschiedlich. So ist zum Beispiel lediglich 24,2 Prozent der bulgarischen Bevölkerung mindestens doppelt geimpft, während die Zahl in Portugal bei 86,7 Prozent liegt. (skr/ktho/tu mit dpa/AFP)

Rubriklistenbild: © Bernd von Jutrczenka/dpa

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema

Kommentare