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Infizierter mit Atemproblemen

Neue Corona-Variante in Japan entdeckt – Gefährlichkeit noch unklar

  • Tim Vincent Dicke
    vonTim Vincent Dicke
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Japan meldet die Entdeckung einer neuen Variante des Coronavirus. Derzeit kann noch nicht mit Sicherheit gesagt werden, wie ansteckend und gefährlich die neue Corona-Variante ist.

  • In Japan wird eine neue Corona-Variante entdeckt.
  • Die Behörden können noch nicht einschätzen, wie gefährlich die Mutante des Coronavirus ist.
  • Ein infizierter Mann befindet sich mit Atemproblemen im Krankenhaus.

Tokio – Die Regierung in Japan hat die Entdeckung einer neuen Variante des Coronavirus gemeldet. Sie sei nicht identisch mit den bisher in Großbritannien und Südafrika nachgewiesenen Corona-Varianten, teilte Takaji Wakita, Chef der japanischen Gesundheitsbehörde am Sonntag (10.1.2021) mit.

Bei vier aus dem brasilianischen Amazonasgebiet nach Japan eingereisten Menschen wurde die neue Variante des Coronavirus nachgewiesen. Der Virusstamm ähnele teilweise den Mutanten, die erstmals in Großbritannien und Südafrika aufgetreten waren, hieß es vom Gesundheitsministerium.

Neue Corona-Variante in Japan – Ein Mensch mit Atemproblemen im Krankenhaus

Die Reisenden seien am 2. Januar aus Brasilien kommend in Tokio gelandet – und sofort am Flughafen Haneda in Quarantäne gegangen. Ein Mann, der über 40 Jahre alt ist, sei mittlerweile im Krankenhaus. Er soll akute Probleme beim Atmen entwickelt haben. Zwei andere Passagiere würden unter Symptomen wie Kopf- und Halsschmerzen sowie Fieber leiden. Eine Person im Jugendlichenalter soll keine Corona-Symptome entwickelt haben.

In Japan haben die Behörden eine neue Coronavirus-Variante entdeckt.

Die neue Corona-Variante ist bis dato kaum erforscht, viele wissenschaftliche Erkenntnisse gibt es noch nicht. Die Behörde des asiatischen Inselstaats im Pazifik meldete jedoch, dass es bisher keine Hinweise auf eine höhere Ansteckungsrate der entdeckten Virus-Variante gäbe.

Olympia-Gastgeber Japan meldet steigende Corona-Infektionszahlen

In Tokio sollen in einem halben Jahr die Olympischen Spiele beginnen. Seit einigen Wochen steigen die Fallzahlen in Japan jedoch deutlich – insbesondere die Hauptstadt ist betroffen. Regierungschef Yoshihide Suga hatte erst am Donnerstag (7.1.2021) den Notstand für den Großraum Tokio erneut ausgerufen. Bürger sollen im besten Fall zu Hause bleiben. Bars, Restaurants und Gaststätten sollen ab 19 Uhr keinen Alkohol mehr ausschenken und schon um 20 Uhr schließen. Strafen gibt es bei Nichteinhaltung der Gebote aber nicht.

Einen harten Corona-Lockdown hat es in Japan zu keinem Zeitpunkt gegeben. Die meisten Bürger des 127-Millionen-Landes tragen zwar Masken, doch die Bahnen sind weiterhin gut gefüllt und auch die Amüsierviertel können über wegbleibende Gäste nicht klagen.

Neue Variante in Japan nicht die erste Mutation des Coronavirus

Bei Viren treten stetig zufällige Veränderungen im Erbgut auf. Manche Mutationen verschaffen dem Krankheitserreger Vorteile – etwa indem sie ihn leichter übertragbar machen. Seltener trägt eine neue Variante dazu bei, dass ein Virus tödlicher wird. Bei einer höheren Mortalitätsrate sterben dem Erreger die Wirte weg.

Im Dezember wurden eine Variante des Coronavirus (B.1.1.7) in Großbritannien sowie eine ähnliche (501Y.V2) in Südafrika nachgewiesen, die ersten Analysen zufolge ansteckender sein könnten als die bisher kursierenden. Allein am Samstag (9.1.2021) meldete Großbritannien knapp 60.000 Neuinfektionen. Regierung und Wissenschaftler machen die Variante B.1.1.7 für die steigenden Infektionszahlen verantwortlich.

Der medizinische Chefberater der Regierung, Chris Whitty, warnte in der „Times on Sunday“: „Wenn das Virus so weitermacht, werden Krankenhäuser in echten Schwierigkeiten sein, und zwar bald.“ (Tim Vincent Dicke mit dpa)

Rubriklistenbild: © Eugene Hoshiko/dpa

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