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Frau steckt Sohn in Kofferraum – aus Angst vor Corona-Infektion

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Von: Paul Bröker

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Zwei Autos stehen an einem Corona-Testzentrum in Houston, Texas. Männer mit Warnwesten führen die Tests durch.
Im Kofferraum angeliefert: Die 42-jährige Lehrerin aus Houston wollte auf Nummer sicher gehen, wofür man in dem Testzentrum kein Verständnis hatte. Hier ein Archivbild vom 07.01.2022 von einem vergleichbaren Testzentrum in Houston. © Francois Picard/afp

Aus Angst vor einer Corona-Infektion hat in den USA eine Lehrerin ihren Sohn im Kofferraum ihres Autos in ein Testzentrum gebracht. Jetzt wird gegen die Frau ermittelt.

Houston – Die Corona-Pandemie* steigt nicht nur in Deutschland den Menschen zu Kopf. Für Erstaunen sorgt jetzt der Fall einer US-Amerikanerin: Die Lehrerin hat in Houston ihren Sohn in den Kofferraum ihres Autos gesteckt, um ihn in ein Testzentrum zu bringen.

Laut fox26houston.com fuhr die 42-jährige Sarah Beam am 3. Januar zu einem Drive-in-Corona-Testzentrum in einem Football-Stadion in Houston. Den Beschäftigten dort sagte sie, ihr 13-jähriger Sohn solle getestet werden. Da das Coronavirus zuvor bereits bei ihm nachgewiesen worden sei, habe sie ihn in den Kofferraum gepackt, um sich selbst nicht anzustecken.

Im Kofferraum ins Testzentrum: 42-jährige Lehrerin hatte Angst sich bei Sohn mit Corona anzustecken

Eine Mitarbeiterin des Testzentrums sagte der Mutter, sie wolle den Jungen sehen, und ein Test könne nicht vorgenommen werden, bis er nicht auf dem Rücksitz des Wagens sitze. Daraufhin rief die Angestellte zudem die Polizei. Als sie zurückkam, befand sich der Teenager schon wieder auf dem Rücksitz des Autos seiner Mutter.

Bei ihren Ermittlungen sichtete die Polizei laut fox26houston.com Videomaterial einer Überwachungskamera, die zeigen sollen, dass der 13-jährige Sohn den Kofferaum unverletzt verlassen haben und auf den Rücksitz gesetzt haben soll.

Wegen Kindswohlgefährdung festgenommen: Demonstranten loben Sarah Beam als liebende Mutter

Am vergangenen Samstag (08.02.2022) wurde Beam schließlich wegen Kindeswohlgefährdung festgenommen. Am nächsten Tag kam sie gegen Zahlung einer Kaution von 1500 Dollar (1324 Euro) frei.

Da gegen die Lehrerin in der Folge strafrechtliche Ermittlungen wegen Gefährdung des Kindeswohls eingeleitet wurden, versammelten sich am Montag (Ortszeit) einige ihrer Unterstützer, darunter ehemalige Schüler, vor ihrem Haus in Jersey Village, einem Vorort der texanischen Stadt Houston.

Ermittlungen gegen Sarah Beam: Sohn stieg wohl unverletzt aus Kofferraum

Die Demonstranten hinterließen Unterstützungsbotschaften am Haus, in denen sie die Beschuldigte unter anderem als „tolle Lehrerin, liebende Mutter“ lobten. Auf Transparenten an den Fenstern des Hauses standen die Botschaften „Wir stehen Dir immer bei“ und „Beurteile ein Buch nicht nach seinem Einband“.

Beams Schule teilte mit, die Lehrerin sei derzeit vom Dienst freigestellt. Wann ihr Fall verhandelt wird, steht noch nicht fest.

Die USA vermelden erneut einen Höchstwert an Corona-Infektionen binnen eines Tages. Zudem droht auch ein Hospitalisierungsrekord. (Paul Bröker mit Material von AFP) *hna.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA

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