Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für FR.de. Danach lesen Sie FR.de gratis mit Werbung.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf FR.de
  • Zum Start nur 0,99€ monatlich
  • Zugang zu allen Berichten und Artikeln
  • Ihr Beitrag für unabhängigen Journalismus
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.

Corona Modellprojekt Tübingen
+
Einkaufen ist in Tübingen für die Bewohner des Landkreises nach einem Corona Schnelltest möglich. Wegen der Bundesnotbremse wird es damit bald vorbei sein.

Bundesnotbremse

Corona in Tübingen: Palmer stoppt Modellversuch - trotz niedriger Inzidenz

  • vonSebastian Richter
    schließen

Der Modellversuch in Tübingen muss beendet werden. Gescheitert ist das Projekt jedoch nicht an hohen Inzidenzen in der Stadt.

Tübingen – Die bundesweite Notbremse wurde am Donnerstag vom Bundesrat gebilligt. Damit endet auch das Corona-Modellprojekt im baden-württembergischen Tübingen. „Ab Montag ist also auch bei uns alles dicht – Theater, Handel, Schulen und Kitas“, schrieb Oberbürgermeister Boris Palmer auf Facebook. Die Inzidenzwerte im Landkreis liegen bei 180, demnach gebe es keine andere Möglichkeit.

Corona-Modellstadt Tübingen: Boris Palmer verteidigt das Projekt

Sechs Wochen ging die schwäbische Stadt einen eigenen Weg in der Corona-Pandemie. Zahlreiche Tests ermöglichten Bürgern den Besuch von kulturellen Einrichtungen und Öffnungen der Geschäfte. Ab jetzt muss sich die Kommune an die beschlossenen Grenzwerte halten. Also zählt wieder die bekannte Inzidenz von 100 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner. Schulen schließen ab einer Inzidenz von 165. Der Landkreis liegt drüber.

Im Landkreis Tübingen steht die Inzidenz laut dem RKI bei 181,5 (Stand: 22.04.2021, 3.09 Uhr). Für das Stadtgebiet von Tübingen gab das Sozialministerium zuletzt eine Inzidenz von 91,8 an. Palmer verteidigte seine Öffnungsstrategie mit der Inzidenz in Tübingen, die konstant unter hundert liege. Das Land Baden-Württemberg hat den Modellversuch des „Freitestens“ erst in der vergangenen Woche verlängert. Es wurde von der Universität Tübingen wissenschaftlich begleitet. Eine erste Studie kam zu dem Schluss, dass es sei „verantwortbar, dieses Projekt unter Strenger Beobachtung fortzusetzen“. Trotzdem forderten sie Nachbesserungen.

Tübinger Modell beendet: Palmer zeigt sich enttäuscht

Das „Tübinger Modell“ erregte bundesweit Aufsehen, stand aber auch in der Kritik. Alleine durch Pendler in den umliegenden Landkreis seien die Inzidenzen zwischen Stadt und Landkreis nicht zu trennen. Palmer warb noch vor wenigen Tagen bei Bundeskanzlerin Angela Merkel für das Projekt, das Freiheiten auch während der Corona-Pandemie ermöglichen sollte. Doch alle Bemühungen nutzten nichts. „Unser Modell hält die Zahlen unten“, schrieb Palmer nun auf Facebook. „Wären wir ein Stadtkreis wie das wesentlich kleinere Baden-Baden würde unsere Inzidenz unter 100 zählen und alles bliebe offen.“

Coronavirus

Alle News zur Corona-Pandemie auf unserer Themenseite.

Kern des Projekts waren Bescheinigungen, die nach einem negativen Test an die Bürger:innen ausgegeben wurden. Damit war es möglich, Geschäfte, den Friseursalon oder Theater aufzusuchen. Die kostenlosen Corona-Tests mussten auf Personen aus dem Kreis Tübingen beschränkt werden, da der Andrang von Personen von außerhalb zu groß wurde. (Sebastian Richter)

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema

Kommentare