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Ein Kühltransporter in El Paso.
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Die Kühllaster bewahren vorläufig Leichen auf, hier aus dem November 2020 in El Paso.

Vierte Welle

Corona in Texas: Kühllaster zum Aufbewahren von Leichen angefordert

  • Christian Stör
    VonChristian Stör
    schließen

Im US-Bundesstaat Texas wütet die Delta-Variante. Die Zahl der Toten steigt deutlich an. Auch der als Maskengegner bekannte Gouverneur infiziert sich mit dem Coronavirus.

Austin, Texas – Die Corona-Pandemie macht vielen Teilen der USA weiter schwer zu schaffen. An erster Stelle zu nennen ist dabei der Bundesstaat Texas, wo die vierte Corona-Welle derzeit besonders schlimm wütet. Dies zeigt sich vor allem auch daran, dass sich die Behörden in Texas nun wieder Gedanken über den Umgang mit den Leichen machen müssen.

Schon auf dem ersten Höhepunkt der Corona-Pandemie kamen in den ganzen USA mobile und gekühlte Leichenwagen zum Einsatz. Zusätzlich wurden riesige Bestattungsanhänger in die Städte geliefert und dienten dort als behelfsmäßige Leichenschauhäuser. Nun könnte es erneut so weit sein. Die Behörden in Texas haben „als Vorsichtsmaßnahme“ jedenfalls erneut fünf dieser speziellen Kühllaster von der Bundesagentur für Katastrophenschutz (Federal Emergency Management Agency) angefordert.

Corona in Texas: Verbreitung unter Kindern bereitet Sorgen

Tatsächlich haben sich die Covid-19-Todesfälle in Texas in den vergangenen zwei Wochen verdreifacht und sind inzwischen wieder auf 92 pro Tag gestiegen. Mehr als 54.000 Menschen sind in Texas bisher an Covid-19 gestorben. Der Sieben-Tage-Durchschnitt der neuen Fälle in Texas betrug am Dienstag (1708.2021) 15.554.

Vor allem die Verbreitung des Coronavirus unter Kindern bereitet den Behörden in Texas große Sorgen. „Schulen in Texas sagen bereits den Unterricht aufgrund von Covid-Ausbrüchen bei Schülern und Mitarbeitern ab“, schrieb Beto O’Rourke auf Twitter. Der ehemalige texanische Kongressabgeordnete der Demokraten forderte die Eltern auf, „Ihre Schulbehörde anzurufen“ und sie zu bitten, auf eine Maskenpflicht zu drängen und „das Richtige zu tun“. Zugleich machte auch eine Palliativärztin aus Houston auf die sich verschlechternde Lage aufmerksam. Auf Twitter wies Nancy Glass darauf hin, dass allein am Dienstag (17.08.2021) 35 Kinder mit Covid ins Krankenhaus eingeliefert worden seien. „Die Zahlen waren noch nie so hoch.“

Greg Abbott hat sich mit dem Coronavirus infiziert.

Gouverneur von Texas mit Coronavirus infiziert 

Mitverantwortlich für die Situation ist der republikanische Gouverneur von Texas. Greg Abbott hat sich in der Vergangenheit immer wieder vehement gegen eine Maskenpflicht ausgesprochen. Zudem untersagte er per Dekret auch allen Regierungsbehörden sowie Einrichtungen, die öffentliche Mittel erhalten, verpflichtende Vorgaben zu Impfungen zu machen. Mehrere texanische Schulbezirke erließen aber auf eigene Faust Regelungen zum Tragen von Masken.

Texas
GouverneurGreg Abbott (Republikanische Partei) 
HauptstadtAustin
Fläche695.662 km²
Bevölkerung29 Millionen (2019)

Nun aber hat sich Abbott selbst mit dem Coronavirus infiziert. Einen Tag nach einem Treffen mit zahlreichen Parteifreunden bei einer Veranstaltung in einem geschlossenen Raum wurde der Gouverneur von Texas positiv getestet, wie sein Büro mitteilte. Der Gouverneur sei wohlauf und zeige keine Symptome einer Covid-19-Erkrankung. Er habe sich in seiner Residenz in Selbstisolation begeben.

Die Reaktionen ließen nicht lange auf sich warten. So meldete sich zum Beispiel Julian Castro auf Twitter zu Wort. Abbott habe in der Corona-Pandemie politische Erwägungen von Anfang an „über die öffentliche Gesundheit gestellt“, schrieb der ehemalige demokratische Präsidentschaftskandidat und frühere Bürgermeister der texanischen Stadt San Antonio. Er hoffe, dass der Gouverneur seine Haltung zu einer Maskenpflicht in den Schulen überdenken werde. (cs)

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