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Jens Spahn (CDU), geschäftsführender Bundesgesundheitsminister, steht bei der Abschluss-Pressekonferenz der Gesundheitsministerkonferenz.
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Geht es nach Jens Spahn (CDU), sind Corona-Schnelltests in Deutschland bald wieder kostenlos.

Bundesgesundheitsminister

Corona-Tests wieder kostenlos? Das plant Jens Spahn für die kommende Woche

  • Tim Vincent Dicke
    VonTim Vincent Dicke
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Die Infektionszahlen steigen in Deutschland drastisch an. In Kürze sollen Corona-Schnelltests für alle wieder kostenlos zur Verfügung stehen.

Berlin – Erst kostenlos, dann kostenpflichtig – und nun die Rolle rückwärts. Voraussichtlich ab der kommenden Woche wird es erneut Gratis-Corona-Tests geben. Es sei das Ziel, sie dann wieder starten zu lassen, sagte ein Sprecher des Bundesgesundheitsministeriums am Mittwoch (10.11.2021) der Nachrichtenagentur AFP in Berlin. Auch die Zeitungen der Funke Mediengruppe berichteten, die entsprechende Verordnung solle bereits nächste Woche in Kraft treten.

Laut einem Verordnungsentwurf des geschäftsführenden Bundesgesundheitsministers Jens Spahn (CDU*) soll verhindert werden, dass Personen aufgrund finanzieller Erwägungen auf Corona*-Tests verzichteten, wie die Deutsche Presse-Agentur aus Regierungskreisen erfuhr. 

Corona-Tests seit Mitte Oktober nicht mehr kostenlos

Den Plänen zufolge sollten künftig alle Bürgerinnen und Bürger mindestens einmal pro Woche wieder Anspruch auf einen kostenlosen Test erhalten, berichteten die Funke-Zeitungen. Die Corona-Schnelltests sind seit dem 11. Oktober nicht mehr kostenfrei*.

Kostenlose Tests seien insbesondere vor dem Hintergrund relevant, dass sich auch geimpfte Personen mit dem Coronavirus infizieren könnten „und damit eine Gefährdung insbesondere für vulnerable Personengruppen darstellen“, hieß es den Angaben zufolge in der Verordnung. Mit der Wiedereinführung des Angebots für asymptomatische Personen werde sichergestellt, dass alle „bei Bedarf vorhandene Testmöglichkeiten in Anspruch nehmen können“.

Kostenlose Corona-Tests: Verordnung soll bis Ende März 2022 gelten

Dienstleister, die derzeit Testungen vornehmen, sollen den Angaben zufolge ihre Tätigkeit fortsetzen können. Zusätzlich dazu sollten aber anders als früher nur noch Sanitätshäuser oder Drogerien beauftragt werden. Eine Beauftragung weiterer Anbieter solle nicht mehr möglich sein. Hintergrund sei, dass eine erneute unkontrollierte Entstehung von Corona-Teststationen verhindert werden soll. Laut Verordnung rechnet der Bund für jeweils eine Million Testungen mit bis zu 8 Millionen Euro für die Leistungen vor Ort und 3,5 Millionen Euro für Sachkosten.

Die neue Verordnung soll bis Ende März 2022 gelten. Sie ist dem Vernehmen nach mit den Ampel-Parteien SPD, Grüne und FDP* abgestimmt. Die Änderungen sollen laut dem Entwurf im Zuge der Novellierung des Infektionsschutzgesetzes und des Auslaufens der epidemischen Lage von nationaler Tragweite beschlossen werden. SPD, Grüne und FDP hatten sich bereits für die Rückkehr zu den kostenlosen Corona-Bürgertests ausgesprochen.

Bürgerinnen und Bürger sollen mindestens einmal pro Woche wieder Anspruch auf einen kostenlosen Test erhalten.

Corona-Pandemie: Impfzahlen geben Jens Spahn Grund zur Hoffnung

Im Weiteren sieht Spahns Verordnung vor, dass Kliniken künftig dazu verpflichtet werden, täglich sowohl ihre Kapazität an Intensivbetten als auch die Zahl ihrer Corona-Patienten differenziert nach Erwachsenen und Kindern auszuweisen. Ebenso sollen die Krankenhäuser den Impfstatus ihrer Patientinnen und Patienten angeben müssen sowie die Zahl von Schwangeren in intensivmedizinischer Behandlung.

Hoffnungsvoll zeigte sich Jens Spahn, der kürzlich verkündet hat, nicht für den CDU-Vorsitz kandidieren zu wollen, mit Blick auf die aktuellen Impfzahlen. In Deutschland seien am Dienstag mit 312.000 Dosen so viele Corona-Impfungen verabreicht worden wie seit August nicht mehr, so Spahn auf Twitter. „Die Richtung stimmt, reicht aber noch nicht, um die Dynamik zu brechen“, schrieb der Politiker. (tvd/dpa/AFP) *fr.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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