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„Superimmunität“ gegen Corona - Diese Personen sind besonders gut geschützt

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Ein Mitarbeiter hält in einem Corona-Testzentrum einen Corona-Schnelltest.
Ein Strich oder zwei Striche? Bei einigen Menschen ist das Risiko einer (erneuten) Infektion besonders gering. © Sebastian Kahnert/dpa

Corona-Infektionen und Impfungen wirken sich unterschiedlich stark auf die Immunität aus. Forschende haben nun untersucht, wann Menschen besonders gut geschützt sind.

Portland/Frankfurt – Die Corona-Inzidenzen steigen und steigen. Naht dadurch das Ende der Pandemie? Erste Erkenntnisse hierzu liefert eine neue Studie der Oregon Health & Science University in Portland (USA). Forschende um Fikadu Tafesse haben untersucht, in welchem Maße Impfungen, Infektionen und Durchbruchsinfektionen vor (weiteren) Infektionen schützen. Im Fachmagazin Science Immunology haben die Fachleute ihre Analyse vorgestellt.

Demnach untersuchten die Forschenden die Immunität von insgesamt 104 Menschen, von denen die meisten einen mRNA-Impfstoff von Moderna oder Biotech erhalten hatten. Lediglich zwei Proband:innen waren mit dem Janssen-Vakzin geimpft. Während 31 Proband:innen nach der Impfung eine Durchbruchsinfektion durchmachten, ließen sich 31 nach einer Genesung einmal oder doppelt impfen. 42 Geimpfte unter den Probanden hatten bisher keine Corona-Infektion durchgemacht. 

Covid-19: Corona-Infektion führt zu eingeschränkter Immunität

Die Analyse von Blutproblem aller Studienteilnehmer:innen zeigte, wie gut die jeweiligen Antikörper die Alpha-, Beta- und Delta-Variante des Coronavirus abwehren konnte. Eine nur kurzfristige und weniger starke Immunität entstehe, so die Forscher, durch eine Infektion. Eine Impfung schütze stärker vor schweren und tödlichen Verläufen. Doch wer geimpft und zusätzlich genesen ist, sei besonders gut gegen eine weitere Infektion geschützt.

Corona: Auch nachträgliche Impfung sorgt für „Superimmunität“

Die Reihenfolge von Impfung und Genesung spiele dabei offenbar keine Rolle, um die „Superimmunität“ zu genießen. „Es ist egal, ob man sich ansteckt und dann geimpft wird oder ob man geimpft wird und dann eine Durchbruchsinfektion bekommt“, zitiert das Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND) Fikadu Tafesse. „In beiden Fällen erhält man eine sehr, sehr starke Immunantwort – erstaunlich stark.“ Sowohl die Menge als auch die Effektivität der Immunstoffe sei bei diesen Proband:innen höher. 

Nur genesenkurzfristiger, eingeschränkter Impfschutz
Nur geimpftUmfassender Impfschutz
Zuerst genesen, dann geimpft„Superimmunität“
Zuerst geimpft, dann genesen„Superimmunität“

Jede Durchbruchsinfektion werten die Studienautor:innen somit als Schritt in Richtung Endemie. Aufgrund der momentan sehr hohen Inzidenzen und damit auch Ansteckungsgefahr dürfte die Gruppe dieser Menschen nun schnell wachsen.

Doch die Studie bezieht sich auf Infektionen mit der Alpha-, Beta- und Delta-Variante. Diese unterscheiden sich stark von der Omikron-Variante. Die Ergebnisse sind also womöglich nicht auf das aktuelle Pandemie-Geschehen übertragbar und eignen sich nicht als Handlungsempfehlung für eine absichtliche Ansteckung mit der Omikron-Variante. (tk)

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