Internationale Lage

Mehr als 700.000 Menschen weltweit an Corona gestorben

  • Tobias Möllers
    vonTobias Möllers
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  • Teresa Toth
    Teresa Toth
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In vielen Ländern der Erde breitet sich das Coronavirus wieder schneller aus. Es gibt zudem immer mehr Covid-19-Todesfälle.

  • Neue Rekorde: Die WHO vermeldet besorgniserregende Zahlen
  • In Europa ist besonders die Entwicklung in Spanien besorgniserregend
  • Weltweit sind mehr als 700.000 Menschen an der Lungenkrankheit Covid-19 gestorben.

Update vom Mittwoch, 05.08.2020, 13.19 Uhr: Nach Daten der US-amerikanischen Johns-Hopkins-Universität sind seit Beginn der Coronavirus-Pandemie weltweit bereits mehr als 700.000 Menschen nach einer Infektion mit dem Virus Sars-CoV-2 gestorben. Zudem gibts es bereits mehr als 18,5 Millionen bestätigte Infektionen mit dem Erreger.

Corona-Pandemie: Virus breitet sich in vielen Ländern schneller aus

Erst vor rund zweieinhalb Wochen war die Schwelle von 600.000 Toten und 14 Millionen bestätigten Corona-Infektionen überschritten worden. Seither hat sich die Pandemie unter anderem in den USA, Brasilien, Peru, Mexiko, Indien und Südafrika weiter ausgebreitet.

Weltweit entfallen die meisten Infektionen und Covid-19-Todesfälle auf die USA. Dort gibt es JHU zufolge etwa 4,8 Millionen bestätigte Infektionen und rund 157.000 Todesfälle. An zweiter Stelle steht Brasilien mit etwa 2,8 Millionen bekannten Infektionen und rund 96.000 Todesfällen. Relativ zur Einwohnerzahl ist die Zahl der Toten jedoch in einigen europäischen Ländern höher.

WHO verzeichnet Rekord an weltweiten Corona-Neuinfektionen

+++ 20.25 Uhr: Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) verzeichnet einen neuen Rekord bei der Zahl der Neuinfektionen mit dem Coronavirus. Innerhalb eines Tages hätten sich weltweit 292.000 Menschen infiziert, teilte die WHO am Abend mit. Die meisten neuen Fälle gab es in Nord-, Mittel- und Südamerika mit insgesamt 172.000.

In Brasilien wurden die meisten Fälle von allen Staaten gezählt (69.000). Danach folgen die USA (65.000). Unter allen Ländern weltweit ragt auch Indien mit 55.000 neuen Infektionen heraus. In Europa wurden 25.000 neue Infektionen registriert. Viele davon in Spanien mit 2800.

Ein halbes Jahr nach dem Ausrufen einer Notlage von internationaler Tragweite hatte am Freitag auch ein Fach-Komitee der WHO getagt. Die rund 30 unabhängigen Experten, die den WHO-Generaldirektor Tedros Adhanom Ghebreyesus bei der Ausrufung der Notlage beraten hatten, treffen sich turnusmäßig zu einer neuen Betrachtung der Corona-Lage. Etwaige Ergebnisse ihrer Sitzung wurden zunächst nicht bekannt.

Corona-Krise in Frankreich: Wirtschaft bricht drastisch ein

Update vom Freitag, 31.07.2020, 08.08 Uhr:  In Frankreich ist die Wirtschaft wegen der Corona-Krise dramatisch eingebrochen. Im zweiten Quartal schrumpfte die Wirtschaftsleistung um 13,8 Prozent, wie das Statistikamt Insee am Freitag in Paris nach einer ersten Schätzung des Bruttoinlandsprodukts (BIP) für die Monate April bis Juni mitteilte.

Bereits im ersten Quartal hatten sich in der zweitgrößten Volkswirtschaft der Eurozone deutliche Spuren der Corona-Krise gezeigt. In den Monaten Januar bis März war die Wirtschaftsleistung im Quartalsvergleich um 5,9 Prozent gesunken.

Experten hatten für das zweite Quartal allerdings mit einem noch stärkeren Einbruch um 15,2 Prozent gerechnet, weil die Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie vor allem in diesen Abschnitt fallen. Frankreich zählt zu den Ländern in Europa, die von der Pandemie besonders stark getroffen wurden.

Corona-Hotspot in St. Wolfgang: Zahl der Neuinfektionen steigt weiter

Update vom Dienstag, 28.07.2020, 07.55 Uhr: Die Zahl der bestätigten Coronavirus-Infektionsfälle am bei deutschen Urlaubern beliebten Wolfgangsee in Österreich ist weiter gestiegen. Die Zahl der positiv getesteten Menschen lag am späten Montagabend bei 62, wie der Krisenstab des Landes Oberösterreich nach Angaben der Nachrichtenagentur APA mitteilte. Bei 38 von insgesamt 1183 Tests stehen die Ergebnisse noch aus.

Von Infektionen betroffen sind nach Angaben der österreichischen Nachrichtenagentur 17 Hotels und Lokale sowie ein Geschäft in St. Wolfgang, ein Gasthaus und ein Badeplatz in Ried/St. Gilgen sowie ein Gasthof in Strobl. Ob es sich bei den neu hinzugekommenen Fällen um Gäste oder Mitarbeiter handelt, war zunächst nicht bekannt.

Corona-Hotspot Oberösterreich - Angst vor einem zweiten Ischgl

Erstmeldung vom Montag, 27.07.2020, 14.44 Uhr: Am Wolfgangsee in St. Wolfgang in Österreich steigt die Zahl neuer Corona-Infektionen rasant an. In dem beliebten Urlaubsort haben sich laut dem Behördensprecher des Bundeslands Oberösterreich inzwischen 53 Personen mit Corona infiziert. Viele befürchten nun, dass die kleine Stadt zum zweiten Ischgl und damit zum gefährlichen Corona-Hotspot werden könnte.

St. Wolfsburg: Mehr als Tausend Menschen wurden bereits auf Corona getestet

Vor allem bei deutschen Urlaubsgästen ist das östlich von Salzburg gelegene St. Wolfgang sehr beliebt: Jetzt, da die Reisebeschränkungen wieder gelockert wurden, verbringen dort viele ihren Sommerurlaub – worüber sich die Tourismusbranche in Österreich zunächst freuen konnte. Mit den Lockerungen stieg jedoch nicht nur die Zahl an Urlaubsgästen, sondern in kürzester Zeit auch die Corona-Fallzahlen. Betroffen sind offenbar sieben Hotels, eine Pizzeria sowie zwei Bars.

Bei den mit Corona infizierten Personen handelt es sich nicht um die Touristen selbst, sondern hauptsächlich um Angestellte. Lediglich ein Gast ist infiziert – bei allen anderen handelt es sich um Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen der Hotels und örtlichen Gastronomie. Insgesamt wurden in dem Ort im oberösterreichischen Salzkammergut bereits 1047 Corona-Tests durchgeführt. Die Ergebnisse von 419 Tests stehen noch aus, sodass die Zahl der Infizierten in St. Wolfgang noch weiter ansteigen könnte.

Corona in St. Wolfgang: Corona-Fälle sind auf junge Saisonarbeiter und -arbeiterinnen zurückzuführen

Laut dem Chef der Tourismus Gesellschaft Wolfgangsee, Hans Wieser, sind die zahlreichen Corona-Fälle auf junge Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen zurückzuführen, die während der Sommersaison in St. Wolfgang in verschiedenen Betrieben arbeiten. Sie schlafen in dieser Zeit in Mehrbettzimmern und gehen oftmals nach Feierabend in Gruppen feiern: „Die infizierten Praktikanten waren auf unterschiedliche Quartiere verteilt untergebracht und wohnten vielfach in Doppel- und Dreibettzimmern“, sagte Wieser der österreichischen Presseagentur APA. So konnte sich das Coronavirus schnell verbreiten. Vorwürfe wegen möglicher Verstöße gegen die Hygienemaßnahmen macht er den Praktikanten und Praktikantinnen jedoch nicht: „Es gibt von unserer Seite keine Vorwürfe. Als junger Mensch geht man nicht um ein Uhr ins Bett.“

Neben einer verschärften Maskenpflicht ordneten die Behörden eine Sperrstunde für die Gastronomie in St. Wolfgang ab 23 Uhr an. Für die Hotel- und Restaurantbesitzer ein herber Schlag. Nach einem kurzen Aufleben des Tourismus am Wolfgangsee rechnen sie nun mit zahlreichen Stornierungen. (Teresa Toth)

Rubriklistenbild: © Rafiq Maqbool

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