Corona international

Corona in Frankreich: 8550 Neuansteckungen innerhalb von 24 Stunden

Alle Autoren
    schließen
  • Teresa Toth
    Teresa Toth
  • Tobias Möllers
    Tobias Möllers
  • Delia Friess
    Delia Friess
  • Stefan Krieger
    Stefan Krieger

Frankreich verzeichnet immer mehr Corona-Infektionen innerhalb von 24 Stunden. Die Behörden sprechen von einer besorgniserregenden Dynamik.

  • Die deutsche Bundesregierung erklärt ganz Spanien zum Corona-Risikogebiet.
  • In Schweden haben Eltern Corona-Vorsichtsmaßnahmen deutlich übertrieben.
  • Italiens Ex-Premier Silvio Berlusconi ist mit dem Coronavirus infiziert

Update vom Sonntag, 06.09.2020, 08.10 Uhr: In Frankreich breitet sich das neuartige Coronavirus weiterhin schnell aus. In den vergangenen 24 Stunden seien 8550 Neuinfektionen festgestellt worden, teilten die Gesundheitsbehörden am Samstagabend mit. 4,7 Prozent der ausgewerteten Tests waren demnach positiv. Am Vortag war bereits mit 8975 Neuansteckungen eine neue Marke überschritten worden.

Auf dem französischen Festland breite sich das Virus weiter exponentiell aus, hieß es am Samstagabend von den Behörden. „Die Dynamik der stark zunehmenden Ansteckungen ist besorgniserregend.“ Die Zunahme der positiven Tests könne nicht allein mit der Ausweitung der Tests erklärt werden. Seit Anfang Juli habe sich die Zahl der registrierten Corona-Patienten mehr als verdoppelt, die Zahl der Neuansteckungen liege sogar zwölf Mal so hoch wie vor zwei Monaten.

Mit fast 30.700 Todesopfern ist Frankreich eines der am schwersten von der Pandemie betroffenen Länder Europas.

Berlusconi mit Corona-Infektion im Krankenhaus

Update vom Freitag, 04.09.2020, 10.01 Uhr: Italiens ehemaliger Premierminister Silvio Berlusconi ist nach Angaben seiner Partei wegen seiner Corona-Infektion mit Symptomen ins Krankenhaus gekommen. Der 83-jährige Unternehmer und konservative Politiker „wurde nach einigen Symptomen vorsorglich in das Krankenhaus San Raffaele in Mailand gebracht. Das klinische Bild gibt keinen Anlass zur Sorge“, teilte ein Sprecher der Forza Italia mit.

Der Oppositionspolitiker hatte seine Corona-Infektion am Mittwoch publik gemacht. Danach zog er sich auf seinen Wohnsitz in Arcore in der Lombardei in die Corona-Isolation zurück. Der Forza-Italia-Chef hatte angekündigt, dass er von dort weiter Wahlkampf für die Regional- und Kommunalwahlen am 20. und 21. September machen werde. Noch am Donnerstag hatte sich der Ex-Ministerpräsident mit einer Telefon-Botschaft bei einer Wahlkampfveranstaltung in Genua zu Wort gemeldet. Es wird vermutet, dass Berlusconi sich bei einem Aufenthalt auf der Ferieninsel Sardinien, bei dem er unter anderem mit dem jetzt ebenfalls infizierten Flavio Briatore zusammenkam, mit Sars-CoV-2 angesteckt hatte.

Angst vor Corona: Eltern sperren Kinder monatelang ein

Update vom Donnerstag, 03.09.2020, 14.41 Uhr: Im schwedischen Jonköping haben Eltern ihre drei Kinder vier Monate lang nicht aus dem Haus gelassen, weil sie fürchteten, sie könnten sich mit dem Coronavirus anstecken. Dafür hätten die Eltern die Haustür mit Brettern vernagelt. Die Kinder durften auch zueinander keinen Kontakt haben und mussten in ihren Zimmern bleiben. Im Juli griffen die schwedischen Sozialbehörden ein und brachten die drei woanders unter.

Der Anwalt der Kinder, Mikael Svegfors, sagte dem Radiosender P4 Jonköping, die Eltern hätten nicht die schwedischen Nachrichten, sondern die ihres Heimatlandes verfolgt, in dem strengere Corona-Ausgangsbeschränkungen verhängt wurden. Die Eltern bestritten vor Gericht aber, die Kinder eingesperrt zu haben. Ein Verwaltungsgericht hat nun entschieden, dass es richtig war, die Kinder von den Behörden betreuen zu lassen. Die Eltern wollen das Urteil anfechten.

Steigende Corona-Zahlen: Kanaren zum Risikogebiet erklärt

Update vom Mittwoch, 02.09.2020, 20.41 Uhr: Wegen gestiegener Corona-Zahlen hat die deutsche Bundesregierung die Kanarischen Inseln und damit ganz Spanien als Risikogebiet eingestuft. Das bundeseigene Robert Koch-Institut (RKI) veröffentlichte am Mittwoch (02.09.2020) eine aktualisierte Liste der Corona-Risikogebiete. Unmittelbar danach sprach das Auswärtige Amt (AA) auf dieser Grundlage eine Reisewarnung aus.

Zentrales Kriterium für die deutsche Einstufung als Risikogebiet ist, in welchen Staaten oder Regionen es in den vergangenen sieben Tagen mehr als 50 Neuinfizierte pro 100.000 Einwohner gegeben hat. Auf den Kanaren sind es bereits 95,71. Die Inselgruppe vor der Westküste Afrikas war die letzte Region Spaniens, die noch nicht als Risikogebiet galt.

Reges Nachtleben: Zahlreiche neue Corona-Fälle in Madrid

+++ 17.10 Uhr: In Spanien steigen die Corona-Zahlen erneut drastisch an. Vor allem Madrid meldete jüngst zahlreiche Neuinfektionen. Ministerpräsident Pedro Sánchez zeigt sich besorgt und macht vor allem das rege Nachtleben in der Hauptstadt Spaniens für den Anstieg verantwortlich. Der „Zustand des öffentlichen Gesundheitswesens und die Entwicklung der Epidemie" sei äußerst besorgniserregend, mahnte der Präsident.

Dem Gesundheitsministerium in Spanien zufolge wurden allein seit Freitag (28.08.2020) 23.000 neue Fälle gemeldet. Gestorben sind in Spanien mittlerweile mehr als 29.000 Menschen. Damit zählt Spanien zu den am schwersten von der Corona-Pandemie betroffenen Länder der Welt.

Coronavirus: Eine Million Corona-Fälle in Russland

+++ 15.50 Uhr: Die Zahl der Infektionen mit dem Coronavirus in Russland ist auf mehr als eine Million angestiegen. Das bestätigten die Behörden am Dienstag. Damit ist Russland nach den USA, Brasilien und Indien das vierte Land, das diese Marke überschreitet. Mehr als 17.000 Menschen sind in Russland offiziell an den Folgen von Covid-19 gestorben. Laut dem Russischen Amt für Statistik (Rosstat) soll die tatsächliche Zahl der Infektionen und Toten jedoch höher liegen.

Im August hatte Präsident Vladimir Putin die Zulassung eines Impfstoffs bekannt gegeben. Weitere Tests werden durchgeführt. Experten mahnen jedoch zur Vorsicht.

In Russland wurden mehr als eine Million Infektionen mit dem Coronavirus bestätigt.

Corona in Frankreich: Schulbeginn unter strengen Auflagen

Update vom Dienstag, 01.09.2020, 6.35 Uhr: In Frankreich öffnen heute die Schulen unter strengen Corona-Auflagen: Die Regierung hat eine Maskenpflicht für alle Schüler ab elf Jahren sowie Lehrer angeordnet. Um erstmals wieder alle zwölf Millionen Schüler im Land unterrichten zu können, wird der Mindestabstand von einem Meter im Klassenzimmer dagegen nur empfohlen. Zugleich tritt auch in französischen Unternehmen eine generelle Maskenpflicht in Kraft.

Angesichts der zuletzt deutlich gestiegenen Corona-Infektionszahlen sehen viele Eltern in Frankreich den Schulbeginn mit Sorge. Eine Gruppe von Ärzten rief die Regierung auf, den Mund-Nasen-Schutz bereits ab dem Alter von sechs Jahren verpflichtend zu machen. Auch im Nachbarland Belgien beginnt am Dienstag die Schule wieder - ebenfalls mit einer Maskenpflicht für Erwachsene und Schüler ab elf Jahren.

In Paris besteht jetzt auch im Freien Maskenpflicht.

Zahlreiche Fluggäste stecken sich in Ferienflieger mit Coronavirus an

+++ 20.45 Uhr: Nach einem Flug von der griechischen Insel Zakynthos nach Großbritannien sind alle etwa 200 Passagiere und Crew-Mitglieder in eine zweiwöchige Quarantäne geschickt worden. 16 Gäste des Ferienfliegers seien bereits positiv auf das Coronavirus getestet worden, berichtete der Sender BBC. Sieben davon seien britischen Gesundheitsexperten zufolge höchstwahrscheinlich an Bord schon ansteckend gewesen.

Der Flug ging am 25. August von der Insel nach Cardiff (Wales). Etliche Passagiere sollen dabei die Corona-Schutzmaßnahmen ignoriert haben. Viele hätten nicht wie vorgeschrieben Masken getragen; die Besatzung sei kaum eingeschritten, hieß es.

„Der Flug war ein Debakel“, sagte eine Frau der BBC. Viele Fluggäste seien ohne Masken im Flieger herumspaziert, um sich mit Bekannten zu unterhalten. Die Maschine sei voller „egoistischer Cov-Idioten“ gewesen, sagte sie in Anspielung auf die Erkrankung Covid-19. Den Vorwürfen werde genau nachgegangen, zitierte der Sender einen Sprecher des Reisekonzerns Tui. Viele junge Briten haben in Griechenland den Ruf, feierwütig zu sein und viel Alkohol zu trinken.

Weltweit über 25 Millionen Menschen mit dem Coronavirus infiziert

Update vom Montag, 31.08.2020, 04.44 Uhr: Die Zahl der weltweit registrierten Infektionen mit dem Coronavirus hat die Marke von 25 Millionen überschritten. Das geht aus Daten der Johns Hopkins Universität in Baltimore vom Sonntagabend (Ortszeit) hervor. Mit knapp 6 Millionen verzeichneten die USA dabei die höchste Zahl an Infektionen, gefolgt von Brasilien mit rund 3,9 Millionen Fällen. An dritter Stelle steht Indien, wo bisher 3,5 Millionen Infektionen registriert wurden.

In Paris besteht jetzt auch im Freien Maskenpflicht.

Auch bei der Zahl der Todesfälle in Verbindung mit einer Covid-19-Erkrankung stehen die USA demnach an erster Stelle mit gut 183 000 - in einem Land mit rund 330 Millionen Einwohnern. An zweiter Stelle folgt auch hier Brasilien mit mehr als 120 000 Toten. Mexiko verzeichnet mit knapp 64 000 Todesfällen die dritthöchste Zahl. Insgesamt starben den Angaben zufolge seit Beginn der Pandemie bisher rund 845 000 Menschen weltweit nach einer Infektion mit dem Virus.

Die Johns-Hopkins-Webseite wird regelmäßig mit eingehenden Daten aktualisiert und zeigt daher einen höheren Stand als die offiziellen Zahlen der Weltgesundheitsorganisation (WHO). In manchen Fällen wurden die Zahlen zuletzt aber auch wieder nach unten korrigiert. Experten gehen in jedem Fall von einer höheren Dunkelziffer aus.

Corona-Situation in Frankreich spitzt sich zu: Ärzte warnen vor geplanter Schulöffnung

Update vom Sonntag, 30.08.2020, 10.50 Uhr: Aufgrund der weiter steigenden Corona-Fallzahlen in Frankreich warnen Ärztinnen und Ärzte nun vor der geplanten Schulöffnung. Laut ihnen reichen die bisher geplanten Regelungen nicht aus, um einen erneuten Anstieg von Covid-19 zu verhindern: „Die für den Beginn des Schuljahrs am 1. September geplanten Regeln schützen weder das Personal noch die Schüler und ihre Familien“, schreibt die Ärzteschaft in einem offenen Brief.

Die Mediziner fordern daher eine Maskenpflicht für alle, die älter als sechs Jahre sind. Bisher gilt die Maskenpflicht ab einem Alter von elf Jahren. Bildungsminister Jean-Michel Blanquer verteidigt die bisher bestehenden Regelungen und hofft auf einen normalen Start der Schulen. „Es darf nicht alles von der gesundheitlichen Realität erdrückt werden“, sagte er gegenüber der französischen Zeitung „Journal du Dimanche“. Noch nicht geklärt ist bisher, wie viele Kinder in einer Klasse mit dem Coronavirus infiziert sein müssen, bevor die ganze Klasse schließen muss.

Corona-Situation in Frankreich verschärft sich: Mehr als 7300 Neuinfektionen

Update vom Samstag, 29.08.2020, 7.40 Uhr: In Frankreich spitzt sich die Corona-Lage immer mehr zu. In den vergangenen 24 Stunden seien 7379 neue Fälle gezählt worden, meldete das Gesundheitsministerium am Freitagabend. Am Vortag waren es mehr als 6000, davor mehr als 5000. Die 4000er-Schwelle war zuvor mehrfach überstiegen worden. „Die Dynamik des Fortschreitens der Epidemie ist exponentiell“, hieß es. Seit einigen Wochen steigen die Fallzahlen im ganzen Land an - die Lage ist allerdings regional unterschiedlich.

Die Regierung hat 21 Départements im Land als Risikogebiete klassifiziert. Dort herrscht erhöhte Ansteckungsgefahr. Diese sogenannten roten Zonen liegen vorwiegend - aber nicht ausschließlich - an der Mittelmeerküste und rund um die Hauptstadt Paris. Für die Region Provence-Alpes-Côte d‘Azur am Mittelmeer wie auch für den Großraum Paris gilt eine Reisewarnung der Bundesregierung. Viele fürchten, dass sich eine solche Reisewarnung auf ganz Frankreich ausweiten könne.

Emmanuel Macron warnte angesichts der steigenden Zahlen vor Grenzschließungen innerhalb Europas. „Lassen Sie uns in dieser Frage nicht die Fehler von März wiederholen“, sagte der Präsident. Wichtig sei es, Risikogebiete zu identifizieren und regional gegen die Verbreitung des Virus vorzugehen.

Frankreich versucht unterdessen mit verschärften Maßnahmen gegen die Epidemie vorzugehen. Von heute an gibt es auch strengere Regeln im an Deutschland grenzenden Département Bas-Rhin. So ist die Maske hier in Gemeinden mit mehr als 10.000 Einwohnern Pflicht - dazu zählt auch die Elsass-Metropole Straßburg. Ähnliche Regelungen gibt es auch andernorts - in der Hafenstadt Marseille müssen Bars um 23 Uhr schließen.

Frankreich: Maskenpflicht in ganz Paris - auch für Fußgänger und Radfahrer

Update Freitag, 28.08.2020, 07.45 Uhr: In Frankreich sind in den vergangenen 24 Stunden mehr als 6000 Corona-Neuinfektionen registriert worden - so viele wie seit Mai nicht mehr. Wie die Gesundheitsbehörden am Donnerstag bekannt gaben, bleibt die Zahl der im Krankenhaus behandelten Corona-Patienten jedoch stabil. Insgesamt wurden 6111 Neuinfektionen verzeichnet. Am Vortag waren es 5429.

Die Zahl von mehr als 4000 neuen Corona-Fällen pro Tag wurde in den vergangenen Tagen mehrfach überschritten. Angesichts des Anstiegs der Fallzahlen befinden sich 21 von hundert Departements in von der Regierung als "rote Zonen" markierten Gebieten.

In Paris wird die Maskenpflicht ab Freitag auf die gesamte Stadt ausgeweitet. Auch Fußgänger und Radfahrer müssen dann überall in der Stadt einen Mund-Nasen-Schutz tragen.

Frankreich ist mit mehr als 30.500 Todesfällen eines der am schwersten von der Corona-Pandemie betroffenen Länder Europas.

Weitere Risiko-Gebiete ausgewiesen

+++ 13.00 Uhr: Frankreich hat 19 neue Corona-Risikogebiete ausgewiesen. Damit gelten nun 21 Verwaltungsbezirke als „rote Zonen“, wie Premierminister Jean Castex am Donnerstag in Paris mitteilte. Die Einstufung ermöglicht es den Behörden, die Corona-Maßnahmen auszuweiten. Damit reagiert die Regierung auf den starken Anstieg der Infektionszahlen.

Auch ein Großteil des Mittelmeer-Raums sowie die Verwaltungsbezirke um die Großstädte Bordeaux und Toulouse gehören nun zu den besonders betroffenen Gebieten. Dort übersteigt die Zahl der Neuansteckungen die Schwelle von 50 auf 100.000 Einwohner.

Für Paris gilt bereits eine Reisewarnung der Bundesregierung.

Bisher waren nur Paris und das Département Bouches-du-Rhône um die Hafenstadt Marseille als solche Zonen mit „aktiver Virus-Ausbreitung“ eingestuft. Deutschland warnt vor Reisen in den Pariser Großraum und das Gebiet um die Côte d‘Azur und die Provence.

Messerattacke nach Streit um Maske

Update vom 27.08.2020, 08.20 Uhr: In Nordfrankreich hat ein Mann einen Kellner in einem Restaurant niedergestochen, nachdem dieser ihn zum Tragen einer Atemschutzmaske aufgefordert hatte. Als Tatverdächtiger wurde am Mittwoch nach Angaben der Polizei ein 29-Jähriger festgenommen. Der 30-jährige Kellner erlitt bei dem Vorfall in Le Havre in der Normandie eine schwere Brustverletzung. Sein Leben sei jedoch nicht in Gefahr, hieß es von der Polizei,

Der Täter hatte das am Strand gelegene Restaurant den Angaben zufolge in betrunkenem Zustand und ohne Maske betreten. Nachdem der Kellner ihn zum Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes aufgefordert hatte, verließ der 29-Jährige demnach zunächst das Lokal, kehrte dann aber zurück und stach dem Kellner mit einem Messer in die Brust.

In Frankreich gilt zum Schutz gegen das Coronavirus eine Maskenpflicht in Restaurants, Bars und Cafés. Die Neuinfektionen mit dem Virus haben im Land zuletzt wieder deutlich zugenommen.

EU-Handelskommissar tritt nach Verstößen gegen Corona-Regeln zurück

Phil Hogan droht Kündigung nach Verstoß gegen Corona-Regelungen

+++ 21.50 Uhr: EU-Handelskommissar Phil Hogan tritt wegen Verstößen gegen Corona-Regeln in seinem Heimatland Irland zurück. Entsprechende Medienberichte bestätigte Hogans Kabinettschef Peter Power am Mittwochabend. Hogan hatte an einem Dinner teilgenommen, bei dem die Corona-Regeln nicht eingehalten worden waren.

Nach Reisewarnung für Paris und Côte d’Azur: Maskenpflicht jetzt in ganz Marseille

+++ 11.40 Uhr: Die Bundesregierung hat die Reisewarnung für Touristen wegen der Corona-Pandemie für mehr als 160 Länder außerhalb der Europäischen Union um zwei Wochen bis zum 14. September verlängert. Das wurde am Mittwoch in der Kabinettssitzung entschieden, wie die dpa aus Regierungskreisen erfuhr.

In Frankreich werden Maßnahmen wegen Corona-Pandemie verschärft

Update Mittwoch, 26.08.2020, 04.35 Uhr: Angesichts des starken Anstiegs der Coronavirus-Infektionsraten sind im südfranzösischen Verwaltungsbezirk Bouches-du-Rhône die Maßnahmen gegen die Pandemie verschärft worden. Die regionalen Behörden beschlossen am Dienstag eine Maskenpflicht in ganz Marseille, das in dem Département liegt. Auch müssen im gesamten Gebiet von Bouches-du-Rhône, zu dem auch die Städte Aix-en-Provence und Arles gehören, die Bars und Restaurants um 23.00 Uhr schließen. Die Maßnahmen treten am Mittwochabend in Kraft.

Die Bundesregierung in Berlin hatte am Montag für die Region von Paris sowie die südfranzösischen Regionen Côte d'Azur und Provence eine Reisewarnung ausgesprochen. Neben der französischen Hauptstadt, Marseille, Aix-en-Provence und Arles wurden damit auch andere beliebte Reiseziele wie Nizza und Cannes zu Risikogebieten erklärt.

In Marseille überwachen Polizisten die Maskenpflicht.

Rückkehrer aus diesen Gebieten müssen sich nach der Einreise in Deutschland verpflichtend auf das neuartige Coronavirus testen lassen, sofern sie kein aktuelles negatives Testergebnis vorweisen können. Bis das Ergebnis vorliegt, müssen sie sich vorsorglich für 14 Tage selbst isolieren.

Reisebranche nicht sonderlich besorgt

+++ 22.20 Uhr: Die Reisewarnung für Teile Frankreichs trifft die deutsche Reisewirtschaft nach eigener Aussage weniger schwer als die für andere europäische Urlaubsziele. Sie habe eine geringe Tragweite für die meisten Reiseanbieter, hieß es beim Deutschen Reiseverband (DRV). „Frankreich ist nicht das Hauptziel deutscher Pauschalurlauber. Die meisten Frankreich-Touristen organisieren sich ihren Urlaub individuell“, sagte DRV-Sprecher Torsten Schäfer. Dementsprechend überschaubar schätze er den Schaden bei den Reiseveranstaltern ein. „Reisewarnungen für Urlaubsregionen in Spanien oder Griechenland würden die Branche härter treffen.“

Unterdessen hat Frankreich in den vergangenen 24 Stunden mehr als 3000 neue Coronavirus-Infektionen verzeichnet. Wie die Gesundheitsbehörden mitteilten, lag die Zahl der Neuinfektionen bei 3304. Das waren weniger als beim Rekordwert von 4897 neuen Fällen am Sonntag, aber deutlich mehr als am Montag. Die Zahl der Corona-Todesfälle stieg um 16 auf insgesamt 30.554.

Umfrage: Ändern Sie Ihr Verhalten im Alltag?

Reisewarnung für Paris und Côte d’Azur

+++ 17.00 Uhr: Die Zahl der Neuinfektionen mit dem Coronavirus steigt in Frankreich stark an. Das Auswärtige Amt hat deshalb am Montagabend (24.08.2020) eine Reisewarnung für Paris und die Côte d‘Azur ausgesprochen. Nach neuesten Angaben des Gesundheitsministeriums in Paris sank die Zahl der Neuinfizierten jetzt aber innerhalb von 24 Stunden wieder unter die Marke von 2000. Zuvor war sie noch auf fast 4900 gestiegen. Ähnlich wie in Deutschland wird in Frankreich zum Ende der Sommerferien besonders viel auf das Coronavirus getestet.

Auch andere Zahlen machen Hoffnung: Im Grenzgebiet zu Deutschland waren die französischen Krankenhäuser im Frühjahr noch besonders belastet. Dort liegt die Zahl der Neuinfektionen mit dem Coronavirus nach Angaben der Gesundheitsbehörden hingegen aktuell unter dem Frankreich-weiten Schnitt von 33 Infizierten auf 100.000 Einwohner.

Die Bundesregierung sprach eine Reisewarnung für Teile Frankreichs, darunter Paris, aus.

Corona in Frankreich: Beratungen über steigende Infektionszahlen in Paris

Das französische Kabinett nahm am Dienstag (25.08.2020) unter Leitung von Präsident Emmanuel Macron zweitägige Beratungen über Maßnahmen gegen die steigenden Infektionszahlen auf. Bereits beschlossen ist eine Maskenpflicht zum Schutz vor dem Coronavirus für die meisten Schüler mit Schulbeginn am 1. September.

Bundesregierung spricht Reisewarnung für Paris und Côte d‘Azur aus - ganz Frankreich könnte folgen

+++ 09.35 Uhr: Der Tourismusbeauftragte der Bundesregierung, Thomas Bareiß, schließt eine Reisewarnung für ganz Frankreich nicht aus. „Wir haben ein atmendes System“, sagte der CDU-Politiker am Dienstag in der Sendung „Frühstart“ von RTL/ntv. Es gebe klare Maßzahlen, nach denen eine Region zum Risikogebiet erklärt werde, so Bareiß. „Wenn 50 Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner in sieben Tagen zu erkennen sind, dann muss man reagieren.“

Die Einstufung der Regionen Île-de-France und Provence-Alpes-Côte d'Azur als Risikogebiete halte er für angemessen, betonte Bareiß. «Das System funktioniert. Wir haben ganz klar gesagt, dass wir nicht mehr Länder schließen wollen, sondern nur noch Regionen beobachten wollen», sagte er in der TV-Sendung.

Bundesregierung spricht Reisewarnung für Paris und Côte d'Azur aus

Update 25.08.2020, 05.00 Uhr: Corona-Testpflicht für viele Urlauber aus Frankreich: Die Bundesregierung hat am Montagabend (24.08.2020) wegen der Ansteckungsgefahren eine Reisewarnung für den Großraum Paris sowie weite Teile der französischen Mittelmeerküste ausgesprochen. Die Regionen Île-de-France und Provence-Alpes-Côte d'Azur werden seitdem auf der fortlaufend aktualisierten Liste des bundeseigenen Robert Koch-Institutes (RKI) als Risikogebiete geführt. Solch eine Einstufung erfolgt nach gemeinsamer Entscheidung von Gesundheits-, Außen- und Innenministerium.

Eine Reisewarnung ist zwar kein Reiseverbot, aber eine abschreckende Wirkung ist beabsichtigt. Und sie hat eine positive Seite für Verbraucher: Sie ermöglicht es Pauschalreisenden, Buchungen kostenlos zu stornieren.

Reisewarnung auch für den Großraum Paris.

Im Großraum Paris und in der Region Provence-Alpes-Côte d'Azur, in der auch in die Hafenstadt Marseille liegt, hatte sich die Lage in der vergangen Wochen bereits verschärft. Die französische Regierung hatte Paris und das Département Bouches-du-Rhône am Mittelmeer als Zonen eingestuft, in denen das Virus aktiv zirkuliert. Das bedeutet, dass die regionalen Behörden dort das öffentliche Leben einschränken können - theoretisch etwa durch das Schließen von Restaurants oder Märkten oder die Einschränkung der Bewegungsfreiheit.

In Paris zum Beispiel wurde die Maskenpflicht infolge der Einstufung massiv ausgeweitet - sie gilt nun auch unter freiem Himmel fast in der ganzen Stadt. In Paris ist die Zahl der Neuinfizierten pro 100 000 Einwohner seit Anfang August wieder weit über 50 gestiegen. Blickt man aber zum Beispiel auf die Auslastung der Intensivbetten, ist die Stadt bisher im grünen Bereich.

Dinner mit 80 Gästen - EU-Handelskommissar droht Kündigung wegen Corona-Verstoß

+++ 15.11 Uhr: EU-Handelskommissar Phil Hogan könnte seinen Job verlieren. Und warum? Weil er an einem Dinner teilgenommen hatte, bei dem die Corona-Regeln nicht eingehalten worden waren. Der Ire hatte dem Spiegel zufolge mit 80 weiteren Gästen an einer Veranstaltung einer Golf-Gesellschaft teilgenommen, obwohl sich in Irland aufgrund der Corona-Pandemie derzeit maximal 50 Personen in geschlossenen Räumen treffen dürfen.

Phil Hogan droht Kündigung nach Verstoß gegen Corona-Regelungen

Ob Phil Hogan nach diesem Verstoß mit Konsequenzen rechnen muss, ist derzeit noch unklar. EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen forderte laut einer Sprecherin in Brüssel weitere Informationen an, um entscheiden zu können, ob und welche Konsequenzen sie ziehen wird. Die Aufforderung zum Rücktritt des EU-Handelskommissars sei nicht ausgeschlossen. Bei seinem letzten Irland-Aufenthalt wurde er bereits erwischt, wie er während dem Autofahren sein Handy bediente.

Italien hofft auf einen fertigen Impfstoff gegen Corona

+++ 14.50 Uhr: Weltweit wird derzeit nach einem geeigneten Impfstoff gegen das Coronavirus gesucht. Nachdem in den USA bereits Tests mit einem möglichen Mittel durchgeführt werden, kündigt nun laut „tagesschau.de“ auch Italien Fortschritte an. Das Lazzaro Spallanzani-Institut, das auf Infektionskrankheiten spezialisiert ist, plant, einen Wirkstoff schon bald an 90 Freiwilligen zu testen. Das Mittel namens GRAd-COV2 könnte bereits im Frühjahr 2021 auf den Markt kommen. Entwickelt wurde es von dem in Rom ansässigen Unternehmen ReiThera.

Corona in Frankreich: Tour de France mit strengen Sicherheitsvorkehrungen

+++ 10.35 Uhr: Die Zahl der Neuinfektionen mit dem Coronavirus steigt in Frankreich mit 4.500 Fällen täglich weiter stark an. Betroffen von Corona-Ausbrüchen sind u.a. Regionen am Mittelmeer. In Paris gab es zudem aufgrund der Niederlage von PSG gegen den FC Bayern Ausschreitungen, bei denen die Maskenpflicht missachtet wurde.

Der französische Finanzminister Bruno Le Maire geht unterdessen davon aus, dass das Bruttoinhaltsprodukt um 11 Prozent einbrechen werde. Dies hinge jedoch auch mit anderen Faktoren wie der US-Wahl und dem Brexit zusammen, die die Wirtschaft zusätzlich verunsicherten.

Corona in Frankreich: Tour de France auf der Kippe

Die Tour de France findet ab Samstag (29.08.2020) in Frankreich unter hohen Sicherheitsauflagen statt. Die Tour wurde dieses Jahr bereits auf September verschoben. Die Vorgaben für die Radprofis sind klar geregelt: Zwei oder mehr Fälle innerhalb eines Teams führen zu dem Ausschluss einer ganzen Mannschaft.

Die Tour de France findet 2020 unter starken Sicherheitsauflagen statt.

Selfies und Autogramme am Wegesrand werde es dieses Jahr bei der Tour de France nicht geben. 5.000 Menschen dürfen sich aktuell in Frankreich an einem Ort versammeln. In Nizza, wo die Tour de France dieses Jahr startet, ist man da strenger. „Bei Etappenstart und -ziel der Etappen in Nizza dürfen jeweils nur maximal 500 Zuschauer in diesen Bereichen sein“, sagte Christian Estrosi, Bürgermeister von Nizza, wie auch die Sportschau berichtet. Bei der Teampräsentation am Donnerstag in Nizza dürfen 1750 Zuschauer dabei sein, wie die Tagesschau berichtet. Komplett kontrollieren lasse sich die ganze Strecke der Tour de France allerdings nicht. Deshalb setzten die Veranstalter auch auf die Vernunft der Menschen.

Höchster Stand seit Ende des Lockdowns

Die Zahl der Corona-Infektionen in Frankreich steigt weiter deutlich an: Insgesamt 4897 Neuinfektionen binnen 24 Stunden meldeten die Gesundheitsbehörden des Landes am Sonntag. Dies war die höchste Zahl seit dem Ende des Lockdowns im Mai. „Sehr besorgt“ zeigten sich die Behörden über einen neuen, massiven Corona-Ausbruch in einem Touristenort am Mittelmeer.

Neuer Corona-Herd in eine FKK-Anlage

In einer FKK-Anlage in Cap D'Agde wurden mittlerweile fast 100 Urlauber positiv auf das neuartige Coronavirus getestet. Wie die regionalen Gesundheitsbehörden am Sonntag mitteilten, wurden 38 Menschen am Montag positiv getestet, weitere 57 am Mittwoch. Der Anteil der Infektionen lag unter den Besuchern dieser Urlaubsanlage deutlich höher als in der Stadt d'Agde. Weitere 50 Urlauber wurden demnach nach ihrer Rückkehr nach Hause positiv getestet und andere Testergebnisse standen noch aus.

In Frankreich sind derzeit insgesamt 4709 Menschen wegen der Lungenkrankheit Covid-19 im Krankenhaus, davon 383 auf der Intensivstation. Am Sonntag wurde ein weiteres Corona-Todesopfer gemeldet, die Gesamtzahl seit Beginn der Pandemie stieg damit auf 30.513.

Trotz Lockdown: Die Corona-Pandemie war nie besiegt

Gesundheitsminister Olivier Veran zeigte sich angesichts der Gesamtlage in Frankreich besorgt und sprach in der Zeitung „Le Journal du Dimanche“ von Risiken. In Frankreich gehen demnächst die Sommerferien zu Ende und die Reiserückkehrwelle steht an. Allerdings sind derzeit anders als im Frühjahr sehr viel mehr jüngere Leute mit Corona infiziert, die in der Regel weniger Symptome zeigen.

Olivier Veran hat vor einer vermehrten Übertragung des Coronavirus von jüngeren auf ältere Menschen gewarnt. Das Virus zirkuliere viermal häufiger unter den Menschen jünger als 40 Jahre als unter den über 65-Jährigen, sagte Olivier Véran. Wenn sich die Ausbreitung des Virus unter den Jüngeren beschleunige, bestehe die Gefahr, dass ältere Menschen infiziert würden, die häufiger an der schwereren Form von Covid-19 erkrankten, sagte Véran. „Wir befinden uns in einer riskanten Situation“, betonte der Minister.

Neuinfektionen steigen beständig an

In Frankreich steigt seit einigen Wochen die Zahl der Neuinfektionen wieder an. Dabei handele es sich nicht um eine „Wiederholung“ der Pandemie, da diese nie aufgehört habe, betonte Véran. Die Situation sei nicht dieselbe wie im Februar, da das Virus nun mehr unter jüngeren Menschen zirkuliere, die zwar häufiger keine Symptome zeigten, deshalb aber nicht immun seien, erklärte der Minister. Im Vergleich zum Frühjahr sei jedoch auch die Test-Kapazität gestiegen. (skr mit afp/dpa)

In vielen Ländern, darunter Frankreich, steigt nach umfänglichen Lockerungen die Zahl der Corona-Infektionen wieder sprunghaft an. Woran liegt das und wie besorgniserregend ist die Situation? Die Lage in Europa im Corona-Ticker.

Rubriklistenbild: © Thomas Coex/dpa

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema

Kommentare