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Urlaub in der Pandemie

Spanien ab sofort kein Corona-Hochrisikogebiet mehr

  • Tim Vincent Dicke
    VonTim Vincent Dicke
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Die Bundesregierung nimmt Spanien von der Liste der Corona-Hochrisikogebiete. Ein Grund zur Freude für Reise- und Tourismusbranche.

Berlin/Madrid – Reisende müsse in der Corona-Pandemie mit vielen Einschränkungen und weniger Freiheiten leben, nun gibt es für sie allerdings Grund zur Freude: Weil es in Spanien immer weniger Neuinfektionen mit dem Corona-Virus gibt, streicht die Bundesregierung das beliebte Urlaubsland von der Liste der Hochrisikogebiete. Damit ist auch die bei den Deutschen beliebte Urlaubsinsel Mallorca nicht länger ein Corona-Hochrisikogebiet.

Ab Sonntag (29.08.2021) gilt Spanien nicht mehr als Corona-Hochrisikogebiet. Das teilte das Robert-Koch-Institut mit. Damit entfallen alle Quarantänevorschriften für aus Spanien zurückkehrende Urlauber:innen. Der Großraum Lissabon ist ab Sonntag ebenfalls kein Hochrisikogebiet mehr. Als einzige Region in Portugal bleibt aber die beliebte Urlaubsregion Algarve auf der Liste. Auch Chile ist ab Sonntag kein Hochrisikogebiet mehr.

Corona-Hochrisikogebiete: Spanien ist das beliebteste Urlaubsland der Deutschen

Spanien gilt als beliebtestes Urlaubsziel der Deutschen im Ausland. Am 11. Juli war es wegen stark steigender Corona-Infektionszahlen mitten in der Ferienzeit als Risikogebiet eingestuft worden, Ende Juli als Hochrisikogebiet.

Einreisende aus Hochrisikogebieten müssen in Deutschland für zehn Tage in Quarantäne. Geimpfte und Genesene können die Quarantäne aber abwenden, wenn sie bereits vor ihrer Einreise einen Genesenen- oder Impfnachweis an die deutschen Behörden übermitteln. Bei nachträglicher Einreichung eines Genesenen- oder Impfnachweises oder eines Negativtests kann die Quarantäne verkürzt werden. Die Corona-Regelungen trafen vor allem die Tourismuswirtschaft auf Mallorca.

Bereits vergangenen Sonntag (22.08.2021) wurden die Kanarischen Inseln sowie Katalonien mit der Touristenmetropole Barcelona und den Stränden der Costa Brava von der Liste der Corona-Hochrisikogebiete gestrichen. Jetzt verschwindet das ganze Land von der RKI-Liste. Neu dagegen sind drei Karibikstaaten: Jamaika, St. Kitts und Nevis sowie St. Lucia. Nach den Änderungen am Sonntag wird es weiter rund 70 Länder geben, die ganz oder teilweise als Hochrisikogebiete eingestuft sind.

Ab Sonntag (29.08.2021) ist Spanien kein Corona-Hochrisikogebiet mehr.

Reisebranche begrüßt Entscheidung, dass Spanien kein Corona-Hochrisikogebiet mehr ist

Die Reisebranche begrüßt die Entscheidung, Spanien von der Liste zu streichen. Der Deutsche Reiseverband (DRV) sieht dies als „gute Nachricht vor allem für Familien mit Kindern unter 12 Jahren“. Gerade diese junge Zielgruppe könne sich nicht impfen lassen und habe damit auch keine Chance gehabt, die Quarantäne zu umgehen, teilte der DRV auf Anfrage der Nachrichtenagentur dpa mit. „Die Aufhebung der Einstufung ist eine deutliche Erleichterung für das Reisen von Familien – nicht nur für die spätestens Mitte September zu Ende gehenden Sommerferien, sondern auch für die demnächst anstehenden Herbstferien.“

Deutschlands größter Reisekonzern Tui rechnet nach der Entscheidung mit einer anziehenden Buchungsnachfrage, vor allem von Familien. „Das gibt jetzt vor allem noch mal einen Push für die Familien, die ihre Kinder nicht mehr in Quarantäne geben müssen“, sagte Tui-Sprecher Aage Dünhaupt am Freitag (27.08.2021). Auch für die Herbstferien gebe es damit mehr Planungssicherheit, etwa für beliebte Reiseziele wie Mallorca.

Spanien kein Corona-Hochrisikogebiet mehr: Krisenreaktionszentrum bittet um Vorsicht

Oliver Neuroth, ARD-Hörfunkkorrespondent für Spanien und Portugal, schrieb auf Twitter: „Die Tourismusbranche in #Spanien atmet auf: Deutschland warnt von Sonntag an nicht mehr vor Spanien-Reisen. Aber die Sommersaison ist so gut wie gelaufen, die Hoffnung jetzt: ein goldener Herbst.“ Trotz der Entscheidung bittet die Bundesregierung um Beachtung der allgemeinen Corona-Hygieneregeln. „Es wird weiterhin um besondere Vorsicht gebeten“, teilte das Krisenreaktionszentrum des Auswärtigen Amtes auf dem Kurznachrichtendienst mit.

Als Hochrisikogebiete werden Länder und Regionen mit einem besonders hohen Infektionsrisiko eingestuft. Anders als früher sind dafür aber nicht nur die Infektionszahlen ausschlaggebend. Andere Kriterien sind das Tempo der Ausbreitung des Virus, die Belastung des Gesundheitssystems oder auch fehlende Daten über die Corona-Lage. (tvd/dpa/AFP)

Rubriklistenbild: © John-Patrick Morarescu

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