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Trotz steigender Fallzahlen wurden die Corona-Regeln in der Schweiz nicht verschärft. Clubs und Bars waren auch an Silvester geöffnet.
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Trotz steigender Fallzahlen wurden die Corona-Regeln in der Schweiz nicht verschärft. Clubs und Bars waren auch an Silvester geöffnet.

Dramatische Lage

Inzidenz über 1400: Corona-Fallzahlen in der Schweiz explodieren – Regierung zögert

  • Sophia Lother
    VonSophia Lother
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Die Corona-Situation in der Schweiz spitzt sich dramatisch zu. Doch die Regierung gibt sich zögerlich.

Bern – 1472,5, das ist die Kennzahl, die aktuell in der Schweiz vorherrscht. Und dabei handelt es sich weder um die Neuinfektionen, noch um die Hospitalisierungen. 1472,5 ist die aktuelle 7-Tage-Inzidenz des Landes (Stand 06.01.2022). Zum Vergleich, auch in Deutschland steigen die Corona-Fallzahlen. Aktuell meldet das RKI eine deutschlandweite Inzidenz von 285,9. Doch während in Deutschland am Freitag (07.01.2022) der nächste Corona-Gipfel und neue Regeln anstehen, scheint die Schweiz einen anderen Weg einzuschlagen.

Tag um Tag steigen die Fallzahlen in der Schweiz weiter an. Inzwischen ist auch dort Omikron die dominierende Variante des Coronavirus. Patrick Mathys vom Bundesamt für Gesundheit (BAG) erklärte bei einer Pressekonferenz am Dienstag (04.01.2022) dass angesichts der drastischen Zunahme an Corona-Neuinfektionen mit einem starken Anstieg der Hospitalisierung zu rechnen sei. Die damit einhergehende Intensivbettenbelegung ist eine wichtige Entscheidungsgrundlage für die Schweizer Corona-Politik.

Corona-Fallzahlen in der Schweiz steigen Rapide: Regelverschärfung nicht geplant

Bereits am Ende des Jahres 2021 stiegen die Neuinfektionen in der Schweiz drastisch an. Nach einer außerordentlichen Sitzung des Bundesrates an Silvester wurde jedoch auf strengere Maßnahmen verzichtet. In einer Mitteilung hieß es, dass keine zuverlässigen Zahlen zu der Intensivbettenbelegung vorlägen. In der Folge waren Clubs und Bars auch an Silvester geöffnet, der Andrang groß. Gesundheitsminister Alain Berset, erklärte am Mittwoch (05.01.2022) auf Twitter: „Schärfere Massnahmen (u.a. Schliessungen) sind parat. Sollten sie nötig werden, kann der Bundesrat rasch entscheiden.“ Ähnliches hatte der Politiker bereits Ende Dezember getwittert.

Fallzahlen in der Schweiz
7-Tage-Inzidenz1472,5
Gesamtzahl an Infektionen1.422.932
Gesamtzahl Todesfälle12303
Vollständig Geimpfte66,99 Prozent
Quelle: Corona in Zahlen (Stand 06.01.2021)

Trotz der permanent steigenden Zahlen gibt sich die Schweiz offenbar zögerlich. Dabei spitzt sich die Lage mehr und mehr zu. Bereits Ende Dezember warnte das Bundesamt für Bevölkerungsschutz (Babs) vor Ausfällen bei der Grundversorgung und der kritischen Infrastruktur. Wie der SRF berichtet, befürchten die Schweizerische Bundesbahnen etliche Zugausfälle wegen Personalmangels.

Corona-Fallzahlen in der Schweiz explodieren: Fachleute fordern Maßnahmen

Bereits seit 20. Dezember 2021 sind in der Schweiz schärfere Corona-Regeln in Kraft getreten. 3G, 2G und 2G Plus wurden ausgeweitet. In Innenräumen dürfen sich maximal 30 Geimpfte oder Genesene treffen. Falls 2G nicht eingehalten werden kann, sinkt diese Zahl auf zehn. Auch Homeoffice-Pflicht und eine erweiterte Maskenpflicht wurden beschlossen. Angesichts der Corona-Lage warnen Fachleute nun eindringlich und fordern weitere Maßnahmen.

Die Anzahl der freien Intensivbetten solle nicht mehr alleiniger Faktor sein, warnt die unabhängige wissenschaftliche Task-Force des Bundes. Durch die Omikron-Variante könnte es zwar weniger schwerwiegende Fälle geben, jedoch könnte sich stattdessen die Anzahl der Krankenhauspatient:innen erhöhen, berichtet auch Zeit online.

Samia Hurst, Vizepräsidentin der unabhängigen wissenschaftlichen Task-Force des Bundes warnte auf einer Pressekonferenz, das nicht genug gegen Omikron unternommen werde: „Wenn wir die Kontakte nicht einschränken, wird Omikron zu kritischen Personalausfällen in den Gesundheitsinstitutionen führen“. (slo)

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