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News-Ticker

Corona in Deutschland: Studierende stellen sich Protestmarsch entgegen

  • Stefan Krieger
    VonStefan Krieger
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  • Tobias Utz
    Tobias Utz
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Das RKI meldet täglich die Fallzahlen in Deutschland. Zudem gab es auch am Donnerstag wieder Protestmärsche gegen die Corona-Regeln – die Lage im News-Ticker.

+++ 20.50 Uhr: In Dresden haben sich Medizinstudierende vor dem Universitätsklinikum zusammengefunden, um sich einem Corona-Protestmarsch entgegenzustellen. In den sozialen Medien war zu der Demonstration gegen die aktuellen Corona-Maßnahmen vor Ort aufgerufen worden.

Die Studierenden hatten sich deshalb schützend in weißen Kitteln vor dem Klinikum aufgereiht. Laut der Deutschen Presse-Agentur (dpa) trugen sie Schilder mit Aufschriften wie „Impfen statt Schimpfen“ und „Keine Macht den Rücksichtslosen.“ Die Polizei war mit einem Großaufgebot vor Ort. Die Lage war zunächst weitgehend ruhig, schilderte ein dpa-Reporter.

Erneut kommt es in Dresden zu Corona-Protesten, bei denen die Polizei im Einsatz ist. (Archivbild)

Corona in Deutschland: Mehrheit der Covid-Intensivpatienten ungeimpft

+++ 15.00 Uhr: Ungeimpfte machen aktuell den überwiegenden Anteil aller Covid-19-Aufnahmen auf Intensivstationen aus. Das zeigen Auswertungen aus dem Intensivregister des Robert Koch-Instituts und der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (DIVI), wie das RKI am Donnerstag in Berlin mitteilte.

Seit Mitte Dezember 2021 wird dort den Angaben zufolge zusätzlich der Impfstatus erfasst.
Zwischen dem 14. Dezember 2021 und dem 12. Januar 2022 lag demnach der Impfstatus für 8912 Covid-19-Aufnahmen vor, das entspricht etwa 90 Prozent der in diesem Zeitraum übermittelten Fälle (9.946). Fast zwei Drittel (62 Prozent/5.521 Fälle) der Covid-19-Neuaufnahmen mit bekanntem Impfstatus waren demnach ungeimpft. Rund 9,6 Prozent (856 Fälle) hätten einen unvollständigen Immunschutz aufgewiesen (Genesen ohne Impfung bzw. Teil-Immunisierung). Über ein Viertel der betroffenen Patienten auf Intensivstationen (28,4 Prozent/2.535 Fälle) hätten einen vollständigen Impfschutz (Grundimmunisierung oder Booster) gehabt, der Anteil mit Boosterimpfung habe dabei bei etwa 5,8 Prozent gelegen (520 Fälle) gelegen.

Ungeimpfte machen aktuell den überwiegenden Anteil aller Covid-19-Aufnahmen auf Intensivstationen aus.

Corona: Lauterbach ruft zu Booster-Impfung auf

+++ 13.15 Uhr: Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach hat angesichts stark zunehmender Corona-Infektionen eindringlich zu weiteren Impfungen aufgerufen. Für jeden, der eine Booster-Impfung möchte, stehe der Impfstoff zur Verfügung, sagte der SPD-Politiker am Donnerstag im Bundestag. „Durch diese Kampagne kann es gelingen, aus der Wand der Omikron-Welle einen steilen Hügel zu machen oder zumindest die Höhe der Wand zu begrenzen.“ In beiden Fällen rette dies Menschenleben und helfe, das Gesundheitssystem zu schützen, so dass etwa auch Krebs- und Herzpatienten immer gut versorgt würden.

Lauterbach warb erneut auch für die Einführung einer allgemeinen Corona-Impfpflicht. Dies sei „der sicherste und schnellste Weg aus der Pandemie heraus.“ Langfristig sei dies nur möglich, „wenn der allergrößte Teil der Bevölkerung so geimpft ist, dass schwere Verläufe auch mit neuen Varianten des Coronavirus nicht mehr erwartet werden können.“ Denn es müsse auch in Zukunft mit gefährlichen und besonders ansteckenden Varianten gerechnet werden. Daher solle eine Impfpflicht eingeführt werden - gründlich, aber zeitlich so, dass nicht ein viertes Pandemie-Jahr so eröffnet werden müsse wie jetzt.

Engpässe bei Corona-Tests drohen

+++ 12.00 Uhr: Angesicht drohender Engpässe bei Corona-Tests hat die Unionsfraktion im Bundestag von Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) rasches Handeln gefordert. „Das Bundesgesundheitsministerium muss schnellstens eine Handlungsempfehlung zur Priorisierung bei PCR-Tests vorlegen“, sagte der gesundheitspolitische Sprecher der Bundestagsfraktion der Union, Tino Sorge (CDU), am Donnerstag der Nachrichtenagentur AFP. „Die Labore und Teststellen brauchen dringend Orientierung für ihre Entscheidungen.“

„Die Kapazitäten für PCR-Tests müssen so schnell wie möglich erweitert werden – gerade jetzt, weil sie Omikron viel verlässlicher erkennen als Schnelltests“, sagte Sorge. Solange eine Überlastung drohe, „müssen die vorhandenen Kapazitäten in erster Linie nach Dringlichkeit und medizinischem Bedarf genutzt werden“. Dies könne in den kommenden Wochen auch dazu führen, „dass ein Urlauber länger warten muss, damit ein Pflegebedürftiger sein Resultat zügig erhält“. Auch für Bereiche sogenannter kritischer Infrastruktur wie Polizei, Feuerwehr oder Energieversorgung müssten „Testkapazitäten vorgehalten werden, um dort kurzfristig auf Ausbrüche reagieren zu können“.

Corona-News: 780.000 Impfungen am Mittwoch

+++ 10.45 Uhr: Die Impfungen gegen das Coronavirus kommen in Deutschland etwas schneller voran. Am Mittwoch wurden 780.000 Impfdosen verabreicht, rund 66.000 mehr als tags zuvor. Das teilte das Robert Koch-Institut in Berlin am Donnerstag über sein Dashboard mit. Im Schnitt der vergangenen 7 Tage habe es täglich 593.000 Impfungen gegeben, also rechnerisch 7 Personen pro Sekunde.

Damit sind dem RKI zufolge mindestens 60,1 Millionen Menschen oder 72,3 Prozent der Gesamtbevölkerung zweifach geimpft oder haben die Einmalimpfung von Johnson & Johnson erhalten. Die Bundesregierung strebt 80 Prozent bis Ende Januar an. 37,5 Millionen oder 45,1 Prozent haben bereits eine Auffrischungsimpfung erhalten. Diese ist wichtig für einen wirksamen Schutz vor der ansteckenderen Virusvariante Omikron.

Corona: 1219 Anträge auf Impf-Schadensersatz

+++ 09.30 Uhr: Seit Beginn der Corona-Impfkampagne sind einem Bericht zufolge bundesweit 1219 Anträge auf staatliche Versorgungsleistungen nach möglichen Impfschäden gestellt worden.

Das geht aus schriftlichen Angaben der zuständigen Behörden in allen 16 Bundesländern hervor, wie die Neue Osnabrücker Zeitung berichtet. Die Zeitung hatte in allen Ländern angefragt. Bei bisher insgesamt 155,4 Millionen Impfungen kommt somit rechnerisch ein Antrag auf 127.500 Impfungen.

Von den eingegangenen Anträgen wurden der Umfrage zufolge bisher 54 entschieden und 18 bereits bewilligt. 30 Anträge wurden abgelehnt, drei zuständigkeitshalber abgegeben und einer aus sonstigen Gründen erledigt. Zu Einzelfällen und zur Schwere der Schäden oder der Höhe von Entschädigungen machten die Behörden keine Angaben. In Niedersachsen gingen 102 Anträge ein, dort wurde noch keiner anerkannt, Ansprüche auf Versorgungsleistungen wegen Impfschäden ergeben sich aus dem Infektionsschutzgesetz. Ein Impfschaden ist demnach „die gesundheitliche und wirtschaftliche Folge einer über das übliche Ausmaß einer Impfreaktion hinausgehenden gesundheitlichen Schädigung durch die Schutzimpfung“. Nicht darunter fallen häufig auftretende Impfreaktionen wie Kopfschmerzen, Schüttelfrost oder Fieber. Aus den Antworten gehe hervor, dass der Gesundheitszustand nach sechs Monaten maßgeblich für die Entscheidung über die Anträge sei, berichtet die NOZ.

Die meisten Anträge wurden mit 238 in Bayern gestellt, davon bislang drei bewilligt, gefolgt von Nordrhein-Westfalen mit 188 Anträgen und bisher acht Bewilligungen. 101 Anträge waren es in Berlin, eine Anerkennung gab es dort noch nicht.
Das Bundesgesundheitsministerium wollte sich gegenüber der Zeitung nicht dazu äußern. Das für Impfstoffsicherheit zuständige Paul-Ehrlich-Institut bilanzierte in seinem jüngsten Sicherheitsbericht von Ende Dezember: „Nach derzeitigem Kenntnisstand sind schwerwiegende Nebenwirkungen sehr selten und ändern nicht das positive Nutzen-Risiko-Verhältnis der Impfstoffe.“

Corona in Deutschland: RKI meldet erneut mehr als 80.000 Neuinfektionen

Erstmeldung von Donnerstag, 13.01.2022, 03.30 Uhr: Berlin/Frankfurt – Zahl der Corona-Neuinfektionen erreicht mit 81.417 gemeldeten Fällen erneut einen Tageshöchstwert. Der bislang höchste Stand war erst gestern (12.01.2022) mit 80.430 Neuinfektionen erreicht worden. Auch der Inzidenzwert bei den Neuinfektionen in Deutschland steigt seit Wochen kontinuierlich an.

Das Robert-Koch-Institut (RKI) gab die Sieben-Tage-Inzidenz für den heutigen Donnerstag (13.01.2022) bekannt – sie beträgt 427,7. Am gestrigen Mittwoch lag die Inzidenz noch bei 407,5. Vor einer Woche waren es 285,9. Der Wert beziffert die Zahl der neuen Ansteckungen pro 100.000 Einwohner im Zeitraum von sieben Tagen.

Corona-Fallzahlen in Deutschland: Überblick über Neuinfektionen, Todesfälle, Inzidenz

TagNeuinfektionen | Todesfälle | Inzidenz
Donnerstag (13.01.2022)81.417 | 316 | 427,7
Mittwoch (12.01.2022)80.430 | 384 | 407,5
Dienstag (11.01.2022)45.690 | 322 | 387,9
Montag (10.01.2022)25.255 | 52 | 375,7
Sonntag (09.01.2022)36.552 | 77 | 362,7
Samstag (08.01.2022)55.889 | 268 | 335,9
Freitag (07.01.2022)56.335 | 264 | 303,4
Donnerstag (06.01.2022)64.340 | 443 | 285,9
Quelle: Robert Koch-Institut

Information zu den Fallzahlen

Die Fallzahlen des RKI können von denen der einzelnen Bundesländer abweichen. Ein Grund dafür sind die längeren Übertragungswege zwischen RKI und den zuständigen Gesundheitsämtern. Das Covid-19-Dashboard des RKI kann darüber hinaus im Laufe des Tages angepasst werden.

Corona-Fallzahlen in Deutschland: RKI meldet 316 neue Todesfälle

Am 29. November hatte das RKI den bisherigen Höchstwert bei der Inzidenz in Deutschland von 452,4 vermeldet. Ferner wurden am Donnerstag 316 neue Todesfälle im Zusammenhang mit dem Coronavirus gezählt. Die Gesamtzahl der registrierten Corona-Toten in Deutschland stieg auf 115.051.

Seit Pandemie-Beginn verzeichneten die Gesundheitsämter laut den jüngsten Angaben des Instituts insgesamt 7.743.228 Infektionsfälle. Die Zahl der von einer Erkrankung durch das Coronavirus genesenen Menschen in Deutschland bezifferte das Institut mit rund 6.878.100.

Als entscheidenden Maßstab für eine Verschärfung der Corona-Maßnahmen hatten Bund und Länder im November die sogenannte Hospitalisierungsinzidenz festgelegt. Dieser Wert gibt an, wie viele Menschen pro 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen wegen einer Corona-Infektion im Krankenhaus liegen. Die Zahl der in Kliniken aufgenommenen Corona-Patienten je 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen gab das RKI am Mittwoch mit 3,13 (Dienstag mit 3,34) an. (skr/tu mit epd/dpa/AFP/KNA)

Rubriklistenbild: © Sebastian Kahnert/dpa

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