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Wochenbericht vom RKI: Mehr Grippe als Corona bei Kindern diagnostiziert

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Von: Fee Halberstadt

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RKI spricht von wenigen Corona-Infektionen bei Kindern, stattdessen haben sie die Grippe
Viele Kinder zwischen 5 und 14 sind momentan von der Grippe betroffen: Weniger hingegen von Corona. © Peter Kneffel/dpa

Die Varianten BA.4 und BA.5 des Corona-Virus steigen leicht an. Bei Kindern ist vor allem eine andere Erkrankung derzeit dominant.

Frankfurt – Am Donnerstag (19. Mai) veröffentlichte das RKI den Wochenbericht zur aktuellen Corona-Lage. Auffällig ist demnach vor allem, dass Kinder zwischen 5 und 14 Jahren häufiger an der Grippe erkranken als an Corona. Das RKI beruft sich dabei auf Erkenntnisse aus der virologischen Überwachung. „Bei Auftreten von Symptomen einer neu auftretenden Atemwegserkrankung wie z.B. Schnupfen, Halsschmerzen oder Husten wird – unabhängig vom Impfstatus und auch bei negativem Covid-19 Testergebnis – dringend empfohlen, Kontakte zu meiden und bei Bedarf die hausärztliche Praxis zu kontaktieren“, heißt es in dem Bericht.

Eine Grippewelle hat auch bislang in der Saison 2021/22 nach wissenschaftlicher Definition gar nicht erst begonnen, in der jüngsten Zeit wurden in Deutschland aber doch noch etwas mehr Grippefälle verzeichnet. Die RKI-Fachleute sprechen von einer geringfügig erhöhten Influenza-Aktivität. Die Arbeitsgemeinschaft Influenza hatte für die vergangene Woche von knapp 2000 gemeldeten Fällen berichtet. Bei Grippe wird eine hohe Dunkelziffer nicht erkannter und nicht gemeldeter Fälle angenommen.

Viele Kinder erkranken an der Grippe: RKI spricht von weniger Corona-Fällen

Zur Entwicklung der Corona-Pandemie hält das RKI fest, dass die Sieben-Tage-Inzidenz vergangene Woche weiter gesunken sei: um 13,5 Prozent im Vergleich zur Woche davor. Viele Indikatoren zu Krankenhauseinweisungen und Todesfällen nähmen weiter ab. „Der Infektionsdruck bleibt mit ca. 400.000 innerhalb der letzten Woche an das RKI übermittelten Covid-19-Fällen hoch.“ Die verschiedenen Omikron-Subvarianten in Deutschland entwickeln sich in verschiedene Richtungen, BA.5 beispielsweise wächst laut Bericht, aber bisher auf sehr niedrigem Niveau. Er lag nach den jüngsten verfügbaren Daten, einer Stichprobe von vorletzter Woche, bei 1,4 Prozent. In den Wochen zuvor waren es 0,5 und 0,3 Prozent.

Ob es sich bei einer Erkrankung, um eine Grippe oder Corona handelt ist nicht immer einfach zu unterscheiden. Zum Teil haben die beiden Virus-Infektionen gleiche Symptome.

Auch die Variante BA.4 steigt leicht an und liegt nun bei 0,3 Prozent. Die Mischvarianten scheinen, laut RKI-Bericht, keinen starken Anstieg zu verzeichnen, allerdings werden nicht alle positiven Proben genauer untersucht. Das Wachstum der seit einiger Zeit vorherrschenden Omikron-Variante BA.2 scheint indes gestoppt, der Wert sank leicht auf 97,4 Prozent. "Der aktuell besonders in Südafrika und zuletzt auch in Portugal zunehmende Trend der Omikron-Linien BA.4 und BA.5 geht dort mit einem Anstieg der Covid-19-Fallzahlen und Positivenrate einher", schreibt das RKI. (fh/dpa)

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