Neue Regionen eingestuft

Corona-Risikogebiete: In welche Länder Europas kann ich noch bedenkenlos reisen?

  • Nico Scheck
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Die Bundesregierung hat jetzt Frankreich und die Niederlande als Corona-Risikogebiet eingestuft. Doch in welche Länder Europas kann man jetzt noch bedenkenlos reisen?

  • Europaweit steigen die Infektionen mit dem Coronavirus rapide an.
  • Deutschland hat jetzt auch Frankreich und die Niederlande als Corona-Risikogebiet eingestuft.
  • Doch in welche Länder Europas kann man jetzt noch bedenkenlos reisen?

Update vom Mittwoch, 21.10.2020, 10.32 Uhr: Seit dem 17. Oktober hat das Robert-Koch-Institut (RKI) in jedem Nachbarland Deutschlands Corona-Risikogebiete ausgewiesen. So führt das RKI eine Liste über die Risikogebiete. Diese wird fortlaufend aktualisiert. Derzeit umfasst sie knapp 130 Staaten.

Eine Übersicht zu den Ländern Europas, die als Risikogebiet eingestuft werden:

  • Albanien
  • Andorra
  • Belarus
  • Belgien
  • Bosnien und Herzegowina
  • Bulgarien: Blagoevgrad, Targowischte
  • Dänemark: Region Hovedstaden
  • Estland: Region Idu-Viru
  • Finnland, Region Österbotten
  • Frankreich
  • Georgien
  • Irland: Region Dublin, Region Border, die Regionen Mid-West, South-West, Mid-East, West und Midlands
  • Italien, die Regionen Campania und Ligurien
  • Island
  • Kosovo
  • Kroatien, mehrere Regionen: Gespanschaften Lika-Senj, Split-Dalmatien, Dubrovnik-Neretva, Požega-Slawonien, Vukovar-Srijem, Sisak-Moslavina, Krapina-Zagorje und Virovitica-Podravina, die Gespanschaften Grad (Stadt) Zagreb und Međimurska
  • Litauen: Region Šiaulių, Verwaltungsbezirk Kaunas
  • Luxemburg
  • Malta
  • Montenegro
  • Niederlande
  • Nordmazedonien
  • Österreich: Bundesländer Wien und Vorarlberg mit Ausnahme der Gemeinde Mittelberg / Kleinwalsertal sowie Bundesland Tirol mit Ausnahme der Gemeinde Jungholz
  • Polen, die Regionen Kujawsko-pomorskie, Małopolskie, Podlaski, Pomorskie und Świętokrzyskie
  • Portugal: Großraum Lissabon, die Region Norte
  • Republik Moldau
  • Rumänien
  • Russland
  • Schweden, die Provinzen Jämtland, Örebro, Stockholm und Uppsala
  • Schweiz: Genf und Waadt (Vaud)
  • Serbien
  • Slowakei
  • Slowenien: Regionen Koroska, Primorsko-notranjska (Küstenland-Innerkrain), Zasavska, Gorenjska, Osrednjeslovenska, und Savinjska. die Regionen Jugovzhodna Slovenija, Pomurska und Podravska
  • Spanien
  • Tschechien
  • Türkei
  • Ukraine
  • Ungarn: Regionen Budapest, Györ-Moson-Sopron, Csongrád, Vas und Pest, Nógrád, Baranya, Hajdú-Bihar, Jász-Nagykun-Szolnok, Borsod-Abaúj-Zemplén, Komárom-Esztergom und Szabolcs-Szatmár-Bereg, die Region/Komitat Veszprém
  • Vereinigtes Königreich von Großbritannien und Nordirland: Wales, Nordirland, Schottland, Yorkshire and the Humbers, North East, North West, England, die Regionen East Midlands und West Midlands, britisches Überseegebiet Gibraltar

Die weltweite Liste der Corona-Risikogebiete finden Sie auf der Homepage des RKI.

Die Strände in den Urlaubsländern sind nur wenig besucht. Knapp 130 Länder gelten als Corona-Risikogebiet.

Corona: Was ist der Unterschied zwischen Risikogebiet und Reisewarnung?

Hinzu kommt die Einschätzung des Auswärtigen Amts, eine Reisewarnung auszusprechen. Doch was ist nun der Unterschied zwischen der Einstufung eines Landes als Risikogebiet und dem Aussprechen einer Reisewarnung?

Risikogebiet bedeutet, dass heimkehrende Urlauber zu einem Corona-Test verpflichtet sind. Bis das Ergebnis des Tests vorliegt, müssen sich die betroffenen Personen in häusliche Quarantäne begeben. Eine Reisewarnung, ausgesprochen durch das Auswärtige Amt, geht weiter. Zwar ist diese nicht mit einem Reiseverbot gleichzusetzen, soll aber eine abschreckende Wirkung haben. Der Vorteil zudem für Reisende, die bereits gebucht haben: Die Buchung kann kostenlos storniert werden.

Für folgende Länder Europas hat das Auswärtige Amt eine Reisewarnung ausgesprochen:

  • Albanien
  • Andorra
  • Belarus
  • Belgien
  • Bosnien-Herzegowina
  • Bulgarien: Verwaltungsbezirke (Oblaste) Blagoevgrad und Targowischte
  • Dänemark: Region Hovedstaden einschließlich Kopenhagen
  • Estland: Teilweise - hier gilt die Warnung für den Kreis Ida-Viru
  • Finnland
  • Frankreich. Warnung gilt auch für die Überseegebiete Französisch-Guyana, Guadeloupe, La Réunion und St. Martin
  • Georgien
  • Irland: Dublin, Border Region, die Regionen Mid-West, South-West, Mid-East, West und Midlands
  • Island
  • Italien: die Regionen Campania und Ligurien
  • Kosovo
  • Kroatien: Teilweise - hier gilt die Warnung für die Regionen Brod-Posavina, Dubrovnik-Neretva, Lika-Senj, Pozega-Slavonia, Split-Dalmatien, Virovitica-Podravina, Gespanschaft Medimurje und die Stadt Zagreb
  • Litauen: Bezirke Šiauliai (Schaulen) und Kaunas (Kauen)
  • Luxemburg
  • Republik Moldau
  • Malta
  • Montenegro
  • Niederlande, einschließlich seiner autonomen Länder
  • Nordmazedonien
  • Österreich: Bundesländer Wien und Vorarlberg mit Ausnahme der Gemeinde Mittelberg / Kleinwalsertal sowie Bundesland Tirol mit Ausnahme der Gemeinde Jungholz
  • Polen, Woiwodschaften Kujawsko-pomorskie (Kujawien-Pommern), Malopolskie (Kleinpolen), Podlaski (Podlachien), Pomorskie (Pommern)und Świętokrzyskie (Heiligkreuz)
  • Portugal: Großraum Lissabon, Region Norte
  • Moldau
  • Rumänien: Teilweise - hier gilt die Warnung für die Kreise Alba, Bacău, Bihor, Brăila, Brașov, București, Caras Severin, Cluj, Covasna, Iasi, Ilfov, Neamt, Prahova, Vâlcea, Vaslui
  • Russland
  • Schweden: Provinzen (län) Stockholm, Uppsala, Örebro und Jämtland
  • Schweiz: Teilweise - hier gilt die Warnung für die Kantone Genf und Waadt (Vaud), Kantone Freiburg (Fribourg), Jura, Neuchâtel, Nidwalden, Schwyz, Uri, Zug und Zürich
  • Serbien
  • Slowakei
  • Slowenien: Regionen Primorsko-Notranjska, Koroška, Zasavska, Osrednjeslovenska, Savinjska und Gorenjska, Regionen Jugovzhodna Slovenija, Pomurska und Podravska
  • Spanien
  • Tschechien
  • Türkei: ausgenommen sind die Provinzen Aydin, Izmir und Muğla in der Ägäisregion sowie die Provinz Antalya in der Mittelmeerregion
  • Ukraine
  • Ungarn: Hauptstadt Budapest sowie in die Komitate Győr-Moson-Sopron, Pest, Csongrád-Csanád, Nógrád, Baranya, Hajdú-Bihar, Jász-Nagykun-Szolnok, Borsod-Abaúj-Zemplén, Komárom-Esztergom, Szablocs-Szatmár-Bereg und Vas, Komitat Veszprém
  • Vereinigtes Königreich von Großbritannien und Nordirland: Regionen North West, North East, Yorkshire and The Humber in England, nach Schottland, Wales, Nordirland sowie Gibraltar, Regionen East Midlands und West Midlands

Zudem stellt das Auswärtige Amt auf seiner Homepage weitere Informationen rund um die Reisewarnung zur Verfügung.

Corona-Risikogebiete: In welche Länder man noch bedenkenlos reisen darf 

Erstmeldung vom Freitag, 16.10.2020, 13.05 Uhr: Frankfurt - Während in Deutschland über Corona-Regeln wie das Beherbergungsverbot diskutiert wird, hat die Bundesregierung weitere Regionen im Ausland zu Risikogebieten erklärt. Dazu zählen seit Samstag (17. Oktober 2020) unter anderem das gesamte französische Festland, die gesamte Niederlande, Malta, der Norden Portugals, Teile Polens und Schwedens sowie die italienischen Regionen Kampanien und Ligurien.

In Frankreich waren am Donnerstag über 30.000 Corona-Neuinfektionen binnen 24 Stunden vermeldet worden - ein neuer Höchstwert seit Beginn der großflächigen Corona-Testung in Frankreich. Schon am Mittwoch hatte die französische Regierung die Wiedereinführung des Gesundheitsnotstands von diesem Samstag an angekündigt.

Frankreich und Niederlande ab jetzt Corona-Risikogebiet in Deutschland

Doch nicht nur Frankreich gilt als Risikogebiet. Auch die Slowakei, Gebiete in Finnland, Großbritannien, Irland, Kroatien, Slowenien und Ungarn sowie acht Kantone der Schweiz stehen jetzt auf der Risikoliste, wie das Robert-Koch-Institut (RKI) am Donnerstag (15. Oktober 2020) auf seiner Seite mitteilte.

Erstmals seit dem Frühjahr gilt wieder die französische Grenzregion Grand Est mit dem Elsass, Lothringen und dem Verwaltungsbezirk Champagne-Ardenne als Risikogebiet. Damit ist von den fünf Übersee-Departements nur noch die Insel Mayotte vor Afrika im Indischen Ozean risikofrei. Hinzu kommen diverse autonome Überseegebiete.

Durch die Hinzunahme der Provinz Zeeland gilt ab Samstag die gesamte Niederlande als Risikogebiet. In Schweden ist unter anderem die Provinz um die Hauptstadt Stockholm betroffen. Weil nun auch fünf polnische Regionen einschließlich der Metropolen Danzig und Krakau auf der Risikoliste stehen, ist seit Samstag keins der neun Nachbarländer Deutschlands mehr ohne Risikogebiet. Zwar sind die polnischen Grenzgebiete bisher noch verschont geblieben. Dennoch werden neue Grenzschließungen befürchtet. In Polen waren innerhalb der vergangenen 24 Stunden 8.099 Neuinfektionen registriert worden - so viele wie noch nie zuvor und noch mehr als im gleichen Zeitraum in Deutschland.

Beliebte Reiseziele in Italien sind jetzt Corona-Risikogebiet

Mittlerweile sind auch einige beliebte Reiseziele in Italien betroffen. So stehen seit Samstag das süditalienische Kampanien mit Neapel, der Amalfiküste und den Inseln Capri und Ischia sowie die nordwestliche Küstenregion Ligurien um Genua auf der Liste der Risikogebiete.

Damit sind in einer von der EU veröffentlichten Corona-Ampelkarte zu Reisebeschränkungen knapp die Hälfte aller Staaten als Corona-Risikogebiet mit rot gekennzeichnet. In dieser Karte sind derzeit nur drei Länder der EU oder des Europäischen Wirtschaftsraums (Norwegen, Finnland und Griechenland) überwiegend grün. Deutschland ist wegen fehlender Daten auf der Karte grau markiert. 

Die Bundesregierung hat jetzt auch Frankreich und die Niederlande als Corona-Risikogebiet eingestuft.

Welche Länder noch kein Risikogebiet sind - und wann eine Einstufung erfolgt

Damit gibt es nur noch wenige Länder, die gänzlich frei von Risikogebieten sind. Diese sind Griechenland, Zypern, San Marino, Monaco, Liechtenstein und der Vatikan. Auch Norwegen steht nicht auf der Liste.

Die Einstufung als Corona-Risikogebiet erfolgt, wenn ein Land oder eine Region den Grenzwert von 50 Neuinfektionen auf 100.000 Einwohner in den vergangenen sieben Tagen überschreiten (die sogenannte 7-Tage-Inzidenz). Dies ist mittlerweile bei rund 130 Ländern komplett und für über ein Dutzend weitere Länder der Fall.

Seit Samstag: Deutschlands neu ausgewiesene Corona-Risikogebiete

Folgende neuausgewiesenen Regionen und Länder gelten seit Samstag, 17. Oktober 2020, 0:00 Uhr als Corona-Risikogebiet:

  • Finnland: Die Region Österbotten gilt als Risikogebiet
  • Frankreich: Es gilt nun gesamt Kontinentalfrankreich sowie auch das französische Überseegebiet Martinique als Risikogebiet.
  • Irland: Es gelten nun auch die Regionen Mid-West, South-West, Mid-East, West und Midlands als Risikogebiete.
  • Italien: Die Regionen Campania und Ligurien gelten als Risikogebiete.
  • Kroatien: Es gelten nun auch die Gespanschaften Grad (Stadt) Zagreb und Međimurska als Risikogebiete.
  • Malta: Das gesamte Land Malta gilt als Risikogebiet.
  • Niederlande: Es gilt nun das gesamte Land Niederlande (inkl. autonome Länder) als Risikogebiet.
  • Polen: Die Regionen Kujawsko-pomorskie, Małopolskie, Podlaski, Pomorskie und Świętokrzyskie gelten als Risikogebiete.
  • Portugal: Es gilt nun auch die Region Norte als Risikogebiet.
  • Schweden: Die Provinzen Jämtland, Örebro, Stockholm und Uppsala gelten als Risikogebiete.
  • Schweiz: Es gelten nun auch die Kantone Fribourg, Jura, Neuchâtel, Nidwalden, Schwyz, Uri, Zürich und Zug als Risikogebiete.
  • Slowakei: Es gilt nun das gesamte Land Slowakei als Risikogebiet.
  • Slowenien: Es gelten nun auch die Regionen Jugovzhodna Slovenija, Pomurska und Podravska als Risikogebiete.
  • Ungarn: Es gilt nun auch die Region/Komitat Veszprém als Risikogebiet.
  • Vereinigtes Königreich von Großbritannien und Nordirland: England: Es gelten nun auch die Regionen East Midlands und West Midlands als Risikogebiete.

Zudem hat das RKI auf seiner Homepage eine Liste aller Risikogebiete veröffentlicht. (nc mit afp)

Rubriklistenbild: © Andres Gutierrez/dpa

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