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Corona-Fallzahlen steigen: Zahl der Impfungen geht zurück

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Von: Daniel Dillmann

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Neuinfektionen, Todesfälle, Inzidenz: Alle wichtigen Fallzahlen des Robert-Koch-Institus (RKI) in der Corona-Krise steigen an.

+++ 15.25 Uhr: Die Zahl der Impfungen in Deutschland hat zum Ende der Woche abgenommen. Wie aus Daten des Robert Koch-Instituts (RKI) vom Samstag hervorgeht, wurden am Freitag mindestens 370.000 Impfdosen verabreicht - am Vortag waren es noch 466.000. Am Freitag vor einer Woche gab es knapp 582.000 Impfungen, am Freitag davor etwa 769.000.

Mindestens 73,9 Prozent der Bevölkerung (61,4 Millionen) haben nach RKI-Angaben einen vollständigen Grundschutz erhalten. Dafür sind in der Regel zwei Impfdosen nötig. Noch zählt das RKI auch Menschen mit, die nur eine Dosis des Johnson-&-Johnson-Präparats erhalten haben, - allerdings wird das gerade umgestellt. Künftig sollen Johnson-&-Johnson-Geimpfte erst nach einer zweiten Impfdosis - möglichst mit einem mRNA-Impfstoff wie dem von Biontech/Pfizer oder Moderna - als vollständig geimpft gelten.

Mehr als die Hälfte der Bevölkerung hat eine Auffrischungsimpfung gegen das Coronavirus erhalten. Mindestens 43,7 Millionen Menschen (52,6 Prozent) seien inzwischen geboostert, teilte das RKI mit. Das ist wichtig für einen wirksamen Schutz vor der besonders ansteckenden Virusvariante Omikron.

Nicht geimpft sind derzeit 24,3 Prozent der Bevölkerung (20,2 Millionen Menschen). Für vier Millionen dieser Menschen im Alter von 0 bis 4 Jahren steht bisher kein zugelassener Impfstoff zur Verfügung.

Impfung
Weniger Menschen lassen sich impfen. © Friso Gentsch/dpa/Symbolbild

Corona-Fallzahlen steigen: Krankenhäuser und Pflegeheime besonders gefährdet

+++ 12.04 Uhr: Immer mehr Menschen infizieren sich in Deutschland mit dem Coronavirus. Vor allem Pflegeheime und Krankenhäuser sind gegen die Corona-Ausbrüche nicht ausreichend geschützt, so die Deutsche Stiftung Patientenschutz. Überlegungen, der Omikron-Variante ohne strengere Regeln freien Lauf zu lassen, kritisierte die Stiftug scharf. Gegenüber der Düsseldorfer „Rheinischen Post“ nannte Stiftungs-Vorstand Eugen Brysch diese Forderungen „irrsinnig“.

Infektionen mit der Omikron-Variante scheinen zwar mildere Verläufe zu nehmen, allerdings müssen vor allem gefährdete Menschen dennoch geschützt werden. In Pflegeheimen und Krankenhäusern fehle es vor allem an der Möglichkeit zur Durchführung von täglichen Schnelltests.

In Pflegeheimen und Krankenhäusern fehlt es an täglichen Schnelltests. Die Fallzahlen steigen laut RKI täglich.
In Pflegeheimen und Krankenhäusern fehlt es an täglichen Schnelltests. Die Fallzahlen steigen laut RKI täglich. © Sebastian Gollnow

Update vom Samstag, 29.01.2022, 08.25 Uhr: In Deutschland sind die Inzidenzen höher denn je. Gesundheitsämter sind vielerorts massiv überlastet, sodass sich die Übermittlung der Fallzahlen an das Robert Koch-Institut (RKI) teilweise verzögert – Fachleute gehen daher davon aus, dass die Zahlen noch höher sind als angenommen. Dennoch verspricht das RKI eine „zuverlässige Einschätzung der Gesamtentwicklung“, da nicht nur die Infektionszahlen entscheidend seien, sondern „die Entwicklung der Anzahl und Schwere der Erkrankungen im Vordergrund“ stehe.

Corona-Fallzahlen: RKI meldet Rekord-Inzidenz und Anstieg der Todesfälle

Erstmeldung vom Samstag, 29.01.2022: Frankfurt - Deutschland steckt mitten in der Omikron-Welle. Das zeigen die aktuellen Fallzahlen des Robert-Koch-Instituts (RKI) in aller Deutlichkeit. Laut dem RKI klettert die Inzidenz in der Corona-Krise am Samstag (29.01.2022) bundesweit auf einen neuen Rekordwert von 1127,7. Am Vortag (28.01.2022) hatte das RKI die Inzidenz noch mit 1073,0 angegeben.

Insgesamt haben sich laut RKI in den vergangenen 24 Stunden 189.116 weitere Personen mit Corona infiziert. Das sind zwar etwas weniger Fälle als am Vortag, an dem das RKI 190.148 Neufinektionen vermeldet hätte. Es sind aber 53.705 Fälle als noch vor einer Woche, als dem RKI insgesamt 135.461 Neuinfektionen von den Gesundheitsämtern in Deutschland gemeldet wurden.

TagNeuinfektionen | Todesfälle | Inzidenz
Samstag (29.01.2022)189.166 | 182 | 1127,7
Freitag (28.01.2022)190.148 | 170 | 1073,0
Donnerstag (27.01.2022)203.136 | 188 | 1017,4
Mittwoch (26.01.2022)164.000 | 166 | 940,6
Dienstag (25.01.2022)126.955 | 214 | 894,3
Montag (24.01.2022)63.393 | 28 | 840,3
Sonntag (23.01.2022)85.440 | 74 | 806,8
Samstag (22.01.2022)135.462 | 179 | 772,7
Freitag (21.01.2022)140.160 | 170 | 706,3
Donnerstag (20.01.2022)133.536 | 234 | 638,8
Quelle: Robert Koch-Institut / RKI

Die höchsten Inzidenzen ermittelten die Gesundheitsämter in Berlin. Im Bezirk Berlin Tempelhof-Schöneberg liegt sie laut RKI bei 2922,1. In Berlin-Neukölln soll die Inzidenz bei 2806,8 liegen. Insgesamt haben sich in Deutschland mittlerweile laut RKI 9.618.245 Menschen mit dem Erreger Sars-CoV-2 infiziert.

Schnelltests für das Coronavirus. Die Fallzahlen in der Pandemie steigen laut dem RKI kontinuierlich.
Schnelltests für das Coronavirus. Die Fallzahlen in der Pandemie steigen laut dem RKI kontinuierlich. © Ina Fassbender

Die Fallzahlen des RKI können von denen der einzelnen Bundesländer abweichen. Ein Grund dafür sind die längeren Übertragungswege zwischen RKI und den zuständigen Gesundheitsämtern. Das Covid-19-Dashboard des RKI kann darüber hinaus im Laufe des Tages angepasst werden.

Auch die Zahl der Todesfälle in der Corona-Krise steigt laut dem RKI wieder deutlich an. Innerhalb von 24 Stunden meldeten die Gesundheitsämter dem Institut 182 weitere Todesfälle in Zusammenhang mit einer Corona-Infektion. Das sind zwölf mehr als noch am Vortag und drei mehr als noch vor einer Woche. Insgesamt sind in Deutschland laut den RKI-Fallzahlen 117.666 Menschen in Zusammenhang mit einer Corona-Infektion gestorben. (Daniel Dillmann)

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