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Coronaviren unter dem Mikroskop.
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Coronaviren unter dem Mikroskop.

WHO

Neues Pandemie-Gremium mit Drosten – „Letzte Chance, Ursprung von Corona zu verstehen“

  • Sophia Lother
    VonSophia Lother
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Ein neues Gremium soll den Ursprung des Coronavirus aufdecken und weitere Pandemien verhindern. Die WHO schlägt Christian Drosten als Mitglied vor.

Genf – Angesichts der Corona-Pandemie will sich die Forschung nun besser aufstellen, um künftig derartige Ausmaße zu verhindern. Einen Schritt in diese Richtung soll ein neues Pandemie-Gremium darstellen. Es trägt den Namen „Scientific Advisory Group on the Origins of Novel Pathogens“ (Sago). Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat für dieses Gremium nun erste Vorschläge gemacht.

Unter den Fachleuten in der 26-köpfigen Gruppe soll demnach auch Virologe Christian Drosten* einen Platz haben. Durch das Gremium soll ein globaler Rahmen für die Erforschung neu auftretender Krankheitserreger mit epidemischem und pandemischem Potenzial geschaffen werden, so die WHO. Außerdem sollen die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler die ins Stocken geratene Untersuchung zum Ursprung von Corona* vorantreiben. „Das könnte die letzte Chance sein, die Ursprünge des Virus zu verstehen“, so WHO-Nothilfekoordinator Michael Ryan.

WHO verkündet Pläne zu Pandemie-Gremium: Christian Drosten vorgeschlagen

Neben dem Coronavirus sind in den vergangenen Jahren immer mehr hochgefährliche Krankheitserreger aufgetaucht, unter anderem das Mers-Virus und verschiedene Vogelgrippeviren. Deshalb hatte die WHO bereits Anfang des Jahres angekündigt, eine wissenschaftliche Beratergruppe für die Entstehung neuartiger Krankheitserreger zu schaffen.

„Das Auftauchen neuer Viren mit Pandemie- oder Epidemiepotenzial ist eine Tatsache der Natur. Sars-CoV-2 ist zwar das jüngste Virus dieser Art, aber es wird nicht das letzte sein“, sagte WHO-Chef Tedros Adhanom Ghebreyesus. Zu verstehen, woher neue Krankheitserreger kommen, sei unerlässlich zur Verhinderung neuer Ausbrüche und erfordere „ein breites Spektrum an Fachwissen“.

Die 26 vorgeschlagenen Mitglieder wurden aus 700 Bewerbungen ausgewählt. Neben Christian Drosten sind auch Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler dabei, die an der WHO-Mission zur Erforschung des Corona-Ursprungs* in China mitgearbeitet haben. (slo/AFP) *fr.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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