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coronavirus
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Forschende haben eine Prognose zum Ende der Corona-Pandemie abgegeben. (Symbolfoto)

SPI-M-O

Corona-Pandemie erst in einigen Jahren vorbei - Forscher mit düsterer Prognose

  • Nico Scheck
    VonNico Scheck
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Wann ist die Corona-Pandemie endlich vorbei? Ein britisches Forscherteam hat nun eine Prognose gewagt. Sie fällt düster aus.

London – Seit fast zwei Jahren grassiert das Coronavirus weltweit, am 11. März 2020 erklärte Tedros Adhanom Ghebreyesus, Generaldirektor der WHO, Corona zu einer Pandemie. Wenn es in diesen Tagen und Wochen um das Ende der Corona-Schleife geht, sprechen Virologinnen und Virologen immer wieder davon, dass das Virus endemisch wird.

Sprich: Bei einer Endemie, anders als bei einer Pandemie, tritt eine Krankheit nur lokal und nicht weltweit auf. Doch wann ist dieser Zeitpunkt endlich erreicht?

Ende der Corona-Pandemie erst in fünf Jahren?

Wie Forscherinnen und Forscher aus Großbritannien vermuten, bedroht das Coronavirus das Gesundheitssystem noch mindestens fünf Jahre. Eine düstere Prognose. Die Gruppe aus Fachleuten ist als „SPI-M-O“ bekannt und berät die britische Regierung. „SPI-M-O“, das steht für „Scientific Pandemic Influenza Group on Modelling, Operational sub-group“.

Das Statement, in dem „SPI-M-O“ unter anderem auch diese Prognose stellt, stammt vom 24. November anno 2021. Darin hält die Gruppe 33 Punkte zu Covid-19 fest. In einem davon heißt es: „Sars-CoV-2 wird weiterhin eine Bedrohung für das Gesundheitssystem darstellen und für noch mindestens fünf Jahre ein aktives Management erfordern, bei dem Impfung und Überwachung eine zentrale Rolle spielen.“ Besagtes Statement wurde auf der Regierungswebsite Großbritanniens veröffentlicht.

Wann ist die Corona-Pandemie zu Ende? RKI-Chef mit deutlicher Ansage

„Wie lange die Anpassung bei Sars-CoV-2 dauern wird, lässt sich schwer voraussagen“, möchte sich Lothar Wieler, Präsident des deutschen Robert Koch-Instituts (RKI), hingegen auf keinen konkreten Zeitpunkt festlegen. Es gebe bereits vier verschiedene Corona-Erkältungsviren, erklärte er gegenüber dpa. Und: „Auch die sind irgendwann einmal vom Tier auf den Menschen übergegangen.“ Der Übergang in eine Endemie bei besagten Viren liege vermutlich schon „Jahrzehnte oder Jahrhunderte“ zurück.

Auch Wieler mahnt zur Corona-Impfung: „Wenn sich ein Großteil der Bürgerinnen und Bürger impfen lässt, haben wir den endemischen Status mit weniger schweren Krankheitsverläufen schneller.“ Neu auftretende Corona-Varianten, wie zuletzt Omikron, könnten den Verlauf jedoch stark beeinflussen. Um dem entgegen zu wirken, brauche es Maßnahmen und eine hohe Impfquote.

WHO-Chef: Moralisches Versagen der reichen Länder in Corona-Pandemie

WHO-Chef Ghebreyesus wirft indes den reichen Ländern moralisches Versagen vor. Die Impfung in den ärmeren Ländern geht nur schleppend voran. „Niemand ist sicher, bis alle sicher sind“, betonte Ghebreyesus. Die reichen Länder würden die Impfdosen horten, während in anderen Ländern kaum welche vorhanden sind.

„Für Gleichheit bei der Impfstoffverteilung zu sorgen ist kein Akt der Wohltätigkeit, es ist im besten Interesse jedes Landes“, erklärte der WHO-Chef. Denn: Kann das Virus in bestimmten Ländern ungehindert seine Kreise ziehen, können gefährliche neue Varianten entstehen – wie etwa die sich schnell ausbreitende Corona-Variante Omikron.

Aus der Sicht ist die Prognose von „SPI-M-O“ – zumindest teilweise – schon wieder hinfällig. Denn: Die Verfasserinnen und Verfasser betonen selbst, dass das Statement noch vor dem Auftauchen von Omikron verfasst wurde. Mittlerweile wurde die Variante längst als „besorgniserregend“ eingestuft. (nc)

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