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Ein Sicherheitsbeamter in Nordkorea
+
Nordkorea hat in der Corona-Pandemie die Grenzen dicht gemacht

Grenzen dicht

Kein Corona in Nordkorea? Fallzahlen machen WHO stutzig

  • Lukas Rogalla
    VonLukas Rogalla
    schließen

Wenn man den Fallzahlen Glauben schenken mag, konnte Nordkorea der Corona-Pandemie ausweichen. Allerdings hat die Wirtschaft darunter zu leiden.

  • Nordkorea hat die Grenzen in der Corona-Pandemie dicht gemacht.
  • Die Regierung um Kim Jong Un muss abwägen – die WHO wundert sich.
  • Nordkorea News: Alle Neuigkeiten zu Nordkorea und Kim Jong Un finden Sie auf der FR-Themenseite.

Pjöngjang – Mehr als ein Jahr nach Beginn der Pandemie hat Nordkorea noch keine einzige Corona-Infektion im eigenen Land vermeldet. Dass Zweifel an der Richtigkeit von Fallzahlen aus Pjöngjang aufkommen, scheint schlüssig. Bei einigen Nationen will die Weltgesundheitsorganisation (WHO) nun genauer hinschauen.

Corona in Nordkorea: Fallzahlen machen die WHO stutzig

Laut einem Bericht der WHO vom 8. Januar soll Nordkorea offiziell 13.257 Personen auf das Coronavirus getestet haben. Ein positives Testergebnis war demnach nicht dabei, obwohl China, wo die Corona-Pandemie möglicherweise begonnen hat, im Norden angrenzt. Dieser Bericht habe sich aus den Daten von 15 Laboren im Land ergeben, die das Gesundheitsministerium der WHO überreicht hatte, so „CNN“. Ein Update habe es seitdem nicht gegeben.

Die weltweite Krise hofft die Regierung um Kim Jong Un gänzlich zu umgehen. Dafür hat man das Land noch mehr abgeschottet als es ohnehin schon war. Auch den meisten Handel mit China, der essenziell für Nordkorea ist, wurde vorerst eingestellt. Ein Ausbruch des Coronavirus könnte verheerend sein und das ohnehin angeschlagene Gesundheitssystem weiter strapazieren.

Keine Corona-Fälle in Nordkorea: WHO mahnt zu Transparenz

Für die Wirtschaft hat das schwere Konsequenzen. Im Januar gab es Berichte, dass die Lebensmittel in Nordkorea knapp geworden seien. In Hinsicht auf Corona scheint das harte Durchgreifen an der Grenze funktioniert zu haben. Für Kim Jong Un und die Regierung galt es, abzuwägen, was Nordkorea wohl eher verkraften würde.

Derweil bekräftigt die WHO ihre weltweite Forderung, transparent vorzugehen. Denn Covid-19 sei eine Krankheit, bei der die Rückverfolgung der Infektionsfälle unabdingbar sei, erklärt Dr. Dorit Nitzan, die regionale Notfallärztin der Organisation für Europa. Zudem unterscheidet das Covid-19-Dashboard der WHO nicht zwischen Ländern, die keine Neuinfektionen vermelden und denen, die generell keine Daten übermitteln.

Kein Corona in Nordkorea? Keine Infektionen an WHO vermeldet

Nitzan sagt, dass es momentan 14 Nationen gebe, die noch keine Corona-Infektion vermeldet haben. Die WHO könne nicht unabhängig überprüfen lassen, ob diese Fallzahlen die Wahrheit repräsentieren oder nicht. Auch Dr. Peter Drobac, Experte für globale Gesundheit an der University of Oxford, mahnt: „Je länger wir das Virus irgendwo wüten lassen, desto mehr Lotterietickets geben wir ihm, damit es eine neue Mutante hervorbringt, die unser Leben wirklich schwer macht“, sagte er gegenüber „CNN“. Es ist nicht nur eine potenzielle Tragödie für das Volk des Landes, sondern ein Risiko für uns alle.“

Erst letzte Woche sorgten vermeintliche Aussagen der WHO über ein mögliches Ende der Pandemie für Aufsehen. Die Organisation musste kurz darauf allerdings zurückrudern. (Lukas Rogalla)

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