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Ein Schild mit dem Namen des US-Pharmaherstellers Merck. Im Eck das neue Corona-Medikament „Molnupiravir“.
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„Molnupiravir“: Das Corona-Medikament von Merck soll vor schweren Verläufen schützen. (Symbolbild)

Zulassung „so schnell wie möglich“

Corona-Medikament von Merck als großer Hoffnungsträger: Studie liefert „beeindruckende“ Daten

  • Patrick Huljina
    VonPatrick Huljina
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„Molnupiravir“: Ein weiterer Hoffnungsträger im Kampf gegen das Coronavirus. Das Medikament des US-Herstellers Merck soll das Risiko für schwere Verläufe halbieren.

Washington - Gute Nachrichten im Kampf gegen das Coronavirus*. Der US-Pharmakonzern Merck will in den USA eine Notfallzulassung für sein Corona-Medikament Molnupiravir beantragen. Einer klinischen Studie zufolge reduziert es bei Risiko-Patienten die Wahrscheinlichkeit sehr schwerer Verläufe deutlich.

Corona-Medikament von Merck soll „so schnell wie möglich“ zugelassen werden

Das teilte der auch unter dem Namen MSD bekannte Konzern am Freitag (1. Oktober) mit. Man wolle sich so schnell wie möglich um den Einsatz in den USA bemühen und auch entsprechende Anträge bei Behörden weltweit stellen. Die Arznei wird als Pille verabreicht. „Wir sind optimistisch, dass Molnupiravir ein wichtiges Medikament als Teil der weltweiten Bemühungen im Kampf gegen die Pandemie werden kann“, erklärte Merck-Chef Robert Davis.

Corona-Medikament von Merck: Fauci spricht von „beeindruckenden“ Daten der Studie

Der US-Gesundheitsexperte Anthony Fauci sprach mit Blick auf die Wirksamkeit von „sehr guten Nachrichten“. Der Berater des US-Präsidenten Joe Biden kündigte an, die US-Arzneimittelbehörde FDA werden die „beeindruckenden“ Daten der Studie so schnell wie möglich prüfen.

Der Corona-Koordinator des Weißen Hauses, Jeff Zientz, sagte, die Regierung habe für den Fall einer Zulassung bereits einen Vertrag über die Lieferung von 1,7 Millionen Dosen geschlossen. Zientz erklärte, das Medikament könne „ein potenzielles zusätzliches Werkzeug in unserem Werkzeugkasten“ sein, um vor den schlimmsten Folgen einer Covid-Erkrankung* zu schützen. Das bei weitem beste Mittel im Kampf gegen die Pandemie seien aber weiterhin die Corona-Impfungen*.

Corona-Medikament von Merck: Risiko für schwere Verläufe halbiert

Merck erläuterte, in der Studie hätten Corona-Patienten mit milden bis moderaten Symptomen, die mit einem Placebo behandelt wurden, in 14,1 Prozent der Fälle innerhalb von 29 Tagen ins Krankenhaus gemusst oder seien gestorben. In der Patienten-Gruppe, die mit dem Medikament Molnupiravir behandelt wurde, seien es mit 7,3 Prozent nur etwa halbe so viele gewesen.

Die Zahlen basieren auf einer Auswertung der Daten von 775 Corona-Patienten*. Alle Probanden wiesen mindestens einen Risikofaktor auf, der einen schweren Verlauf wahrscheinlich macht. In der Testgruppe, die das Merck-Medikament erhielt, habe es im Studienzeitraum keine Todesfälle gegeben, teilte das Unternehmen mit. Dagegen seien acht Menschen gestorben, die das Placebo erhielten. Die Merck-Aktie sprang im vorbörslichen Handel am Freitag zeitweise um rund acht Prozent nach oben.

In der EU gibt es mit Remdesivir erst ein offiziell zugelassenes Corona-Medikament. Einige andere werden aber dennoch schon eingesetzt, wie zum Beispiel Dexamethason und Antikörper-Mittel. (ph/dpa/afp) *Merkur.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA

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