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Schulen geschlossen

Schulen im Corona-Lockdown geschlossen – Eltern sehen „Lerndefizite“ bei ihren Kindern

  • Tobias Utz
    vonTobias Utz
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Viele Eltern sind besorgt: Im Lockdown entstünden „Lerndefizite“. Die Schulen bleiben vorerst geschlossen.

  • Im Corona-Lockdown sind die Schulen in Deutschland geschlossen. Das bleibt wohl vorerst so.
  • Eltern befürchten deshalb enorme Lerndefizite bei ihren Kindern.
  • Hinzu kommt Kritik am Unterricht.

Hamburg – Home-Schooling ist für viele Kinder in Deutschland zur täglichen Realität geworden. Gelernt wird vor dem Laptop oder Tablet – auf Distanz eben. Das alarmiert Eltern, die sich Sorgen um mögliche Lerndefizite ihrer Kinder machen. „Im Fernunterricht wird nur ein kleiner Teil von dem gelehrt, was eigentlich im Präsenzunterricht erbracht werden würde. So entstehen Lerndefizite, die uns Sorgen machen“, sagt Marc Keynejad, Vorsitzender der „Elternkammer“ in Hamburg, der „Deutschen Presse-Agentur“.

Corona-Lockdown: Schulen sollen geschlossen bleiben

Er beklagt, dass sich auf wenige Fächer beschränkt werde: „Fächer wie Kunst, Musik oder Sport, die auch eine wichtige Rolle für die Entwicklung der Kinder spielen, werden gar nicht mehr gegeben“, so Keynejad. Ziel könne nicht nur sein, die Kinder durch die Prüfungen zu bringen – der Lernerfolg müsse im Vordergrund stehen. „Die Schüler gehen sozusagen schlechter ausgebildet an den Start. Das macht uns große Sorgen“, beklagt die Hamburger „Elternkammer“.

Kanzlerin Angela Merkel und die Ministerpräsident:innen der Länder haben am Dienstag (19.01.2021) neue Corona-Maßnahmen beschlossen. Wie Hamburg damit umgeht, ist noch unklar. Der Senat tagt am Mittwoch. Die Beschlüsse der Bund-Länder-Konferenz sehen jedoch vor, dass die Schulen in Deutschland bis zum 14. Februar geschlossen bleiben.

Die Schulen sollen im Corona-Lockdown weiterhin geschlossen bleiben.

Die „Elternkammer“ schlägt vor das Corona-Schuljahr zu strecken und zu verlängern. Auf diese Weise würde sich allerdings Ausbildungs- und Studienbeginn nach hinten verschieben: „Aber ganz ehrlich: Wir sind in einer so dramatischen Lage gesellschaftlich, dass wir sagen müssen, jetzt müssen alle ran und zusammenarbeiten, damit wir eine junge Generation auf die Straße schicken, die genauso gut ausgebildet ist wie der Jahrgang davor.“

Daneben richtet sich die Kritik der Eltern auch an die analoge Arbeitsweise vieler Lehrer:innen: Der digitale Unterricht bedürfe einer didaktischen Aufwertung, betonen sie. Im Moment habe man wieder Frontalunterricht. Durch den Corona-Lockdown seien zahlreiche didaktische Errungenschaften der letzten Jahre verloren gegangen: „Das war einer der großen Benefits der letzten Zeit, und das geht gerade alles ein bisschen vor die Hunde“, so die Eltern. (Tobias Utz)

Rubriklistenbild: © Rolf Vennenbernd/dpa

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