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Coronavirus Sars-CoV-2

Mediziner fordern Lockdown-Rückkehr – sonst Tausende neue Intensiv-Patienten

  • Tobias Utz
    VonTobias Utz
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Der Verband der Intensivmediziner warnt vor steigenden Zahlen an Intensivpatienten – und fordert eine Rückkehr zum harten Corona-Lockdown.

  • Ergebnis der Bund-Länder-Beratungen waren Anfang März Corona-Lockerungen* in Deutschland.
  • Experten, wie Karl Lauterbach, fordern bereits einschneidende Maßnahmen bis Ostern, um die Pandemie einzudämmen.
  • Nun äußern sich auch Intensivmediziner – und fordern eine sofortige Rückkehr zum Lockdown.

Frankfurt – Intensivärzte in Deutschland fordern eine radikale Rückkehr zum Corona-Lockdown. Grund seien die erneut ansteigenden Infektionszahlen mit Sars-CoV-2, so die Fachleute. „Von den Daten, die wir jetzt haben und sehen und mit dem Durchsetzen der britischen Mutante würden wir sehr stark dafür plädieren, jetzt sofort wieder in einen Lockdown zu gehen, um einfach eine starke dritte Welle zu verhindern“, erklärte Christian Karagiannidis, wissenschaftlicher Leiter des Verbandes der Intensivmediziner, am Montag dem „RBB“.

Intensivärzte in Deutschland fordern eine radikale Rückkehr zum Corona-Lockdown. (Archivfoto)

Karagiannidis pochte im Interview darauf, dass die in den Bund-Länder-Gesprächen vereinbarte „Notbremse“ durchgesetzt werde. Diese sieht Corona-Beschränkungen ab einem Inzidenzwert von 100 im jeweiligen Landkreis vor – und wäre mit einem erneuten Lockdown gleichzusetzen. Der Experte warnt: „Ansonsten würden wir jetzt noch einmal 5000, 6000 Patienten auf der Intensivstation sehen.“

Corona: Mediziner fordern sofortige Lockdown-Rückkehr

Teil der derzeit steigenden Corona-Fallzahlen in Deutschland ist die mittlerweile weit verbreitete Mutante B.1.1.7 aus Großbritannien. Mit Blick auf diese Entwicklung sagte der Mediziner: „Wir gewinnen auch nicht viel, wenn wir jetzt die nächsten ein, zwei Wochen offen lassen, weil wir ganz schnell auf einem hohen Niveau ankommen und es auf dem hohen Niveau doppelt so schwierig sein wird, von den Zahlen wieder herunterzukommen.“ Lösungen seien, Risikogruppen so schnell wie möglich zu impfen und immer mehr Menschen zu testen. Auf diese Weise würden circa 50 bis 60 Prozent der Infektionen entdeckt werden, bevor sie sie einen schweren Covid-19-Verlauf verursachen könnten.

„In den Sommer retten“ – Corona-Belastung auf Intensivstation hoch

Laut Angaben von Karagiannidis ist die Belastung für das Personal auf den Intensivstationen der Kliniken ungebrochen hoch. Diesbezüglich gelte es, „sich in den Sommer zu retten“. Die Hoffnung liegt, wie erwähnt, auf fortschreitenden Impfungen gegen das Coronavirus.

Neben dem Verband der Intensivmediziner hatten auch verschiedene Fachleute mögliche Corona-Lockerungen in Deutschland kritisiert. Gesundheitspolitiker Karl Lauterbach forderte beispielsweise alle Schulen bis Ostern wieder zu schließen.* „Ich appelliere an die Länder, alle Schulen bis Ostern wieder zu schließen, auch die Grundschulen“, sagte er der „Rheinischen Post“. Hintergrund seiner Forderung sei die Entwicklung von Corona-Mutanten. Verschiedene Virusmutationen würden sich insbesondere „bei den Jüngeren rasant ausbreiten.“ Schulen, ohne systematisierte Teststrategie zu öffnen, sei ein Fehler gewesen.

Die Intensivmediziner fordern eine Rückkehr zum Corona-Lockdown. (Archivfoto)

Am Montag hatte das Robert Koch-Institut mehr als 6600 Neuinfektionen in Deutschland vermeldet.* (tu/dpa) *fr.de und hna.de sind Angebote von IPPEN.MEDIA

Rubriklistenbild: © Evgeniy Maloletka/AP/dpa

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