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Nach dem Lockdown

Kulturszene wiederbeleben? Länder entwickeln umfassenden Plan

  • Teresa Toth
    vonTeresa Toth
    schließen

Kulturschaffende fühlen sich von der Politik im Stich gelassen. Jetzt gibt es einen Drei-Stufen-Plan, der die Öffnung von Einrichtungen der Kulturszene trotz Corona ermöglichen soll.

  • Kultureinrichtungen müssen wegen Corona derzeit geschlossen bleiben.
  • Mit einer Lockerung des Lockdowns könnte die Kulturszene jedoch bald schon wiederbelebt werden.
  • Die Kulturminister:innen der Länder haben einen Plan entwickelt.

Frankfurt - Der Corona-Lockdown trifft die Kulturszene hart. Seit Wochen müssen Einrichtungen geschlossen bleiben, um die Ausbreitung von Corona einzudämmen. Um Museen und Theater bald wieder öffnen zu können, haben die Kulturminister:innen der Länder nun einen Plan entwickelt. Dieser soll der Kulturszene und ihren Einrichtungen helfen, nach dem Ende des Corona-Lockdowns einem normalen Betrieb näher zu kommen.

Mit dem dreistufigen Programm sollen die aktuellen Beschränkungen der Kulturszene „schrittweise wieder aufgehoben werden“, heißt es in einem Papier der Kulturminister und Kulturministerinnen. Die einzelnen Schritte sollen „im Einklang mit den Lockerungen in allen Bereichen des öffentlichen Lebens und der Wirtschaft“ erfolgen.

Kulturszene und Corona: Zunächst Öffnung von Musik- und Kunstschulen

Mit der Wiedereröffnung der Schulen und Kitas sollen zunächst außerschulische Bildungsangebote der Kultureinrichtungen und der Musik- und Kunstschulen wieder zugelassen werden. Spätestens mit der Eröffnung des Einzelhandels sollen dann auch Museen, Galerien, Gedenkstätten und Bibliotheken und ähnliche Einrichtungen ihren Betrieb für die Öffentlichkeit wieder aufnehmen können. Auch Freiluftveranstaltungen mit bis zu 250 Teilnehmerinnen und Teilnehmern könnten dann trotz Corona erlaubt sein.

Die Inhaber eines Kinos in Gelnhausen in Hessen machen auf einer Leuchttafel auf die coronabedingte Schließung aufmerksam.

In der dritten Stufe für die Lockerung in der Kulturszene sollen Besuche von Veranstaltungen in Theatern, Opernhäusern und Konzerthäusern, Kinos und ähnlichen Gebäuden möglich gemacht werden. Dies betrifft auch Proben und Auftritte der Laien- und Amateurkultur. Dieser Schritt soll „spätestens dann“ erlaubt werden, „wenn auch Betriebe der Gastronomie wieder öffnen“, so die Kulturminister:innen.

Kulturszene und Corona: Wichtiger Faktor ist die Möglichkeit der Belüftung

Wie die Erfahrungen aus dem letzten Jahr gezeigt haben, gelang es den Einrichtungen der Kulturszene während Corona gut, das Einhalten von Hygienemaßnahmen unter den Besuchern und Besucherinnen zu gewährleisten. „Die Kultureinrichtungen haben im letzten Jahr passgenaue Hygiene- und Schutzkonzepte ermöglicht, die einen verantwortungsbewussten Betrieb zulassen“, heißt es in dem Papier.

Als „wichtiger Faktor“ wird zudem die Möglichkeit der Belüftung beschrieben, die bei der Öffnung zu berücksichtigen sei. Viele Einrichtungen der Kulturszene wie etwa Museen verfügen ohnehin bereits hochwertige Klima- und Belüftungsanlagen, da diese für den Schutz ihrer Sammlungen notwendig sind. Andere Einrichtungen haben technisch seit Corona nachgerüstet.

Das Konzept hatten Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und die Regierungschefs der Länder bei den Kulturressorts für ein Eröffnungsszenario angefordert. Momentan liegt es bei den Staats- und Senatskanzleien. Für eine weitergehende Öffnung von Einrichtungen der Kulturszene soll ein detaillierter Plan im Rahmen der Kulturministerkonferenz erstellt werden. (Teresa Toth)

Rubriklistenbild: © Frank Rumpenhorst/dpa

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