Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für FR.de. Danach lesen Sie FR.de gratis mit Werbung.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf FR.de
  • Zum Start nur 0,99€ monatlich
  • Zugang zu allen Berichten und Artikeln
  • Ihr Beitrag für unabhängigen Journalismus
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.

Kuba impft mit klarem Ziel: Im November sollen 90% der Menschen geimpft sein, damit die Grenzen wieder öffnen können. Deshalb werden nun auch Kleinkinder geimpft.
+
Kuba impft mit klarem Ziel: Im November sollen 90% der Menschen geimpft sein, damit die Grenzen wieder öffnen können. Deshalb werden nun auch Kleinkinder geimpft.

Coronavirus

Corona-Impfung für Kinder: Kuba impft bereits Zweijährige

  • Yasemin Kamisli
    VonYasemin Kamisli
    schließen

Kuba ist weltweit das erste Land, welches Kinder schon ab zwei Jahren gegen das Coronavirus impft. Dies meist mit eigenen Vakzinen wie Soberana oder Abdala.

Havanna – Weltweit wird geimpft, um Corona zu bekämpfen. Am vergangenen Donnerstag (16.09.2021) startete Kuba als erstes Land eine massive Impfkampagne für Kinder zwischen zwei und zehn Jahren. Die Kinder erhalten die in Kuba entwickelten Corona-Impfstoffe Abdala und Soberana, deren Wirksamkeit bei mehr als 90 Prozent liegen soll. Die Studien­ergebnisse wurden aber noch nicht unabhängig geprüft. Gesundheitsbeamte des Landes sagen, dass die im eigenen Land angebauten Impfstoffe für kleine Kinder unbedenklich seien.

„Unser Land würde [Kinder] nicht einmal einem minimalen Risiko aussetzen, wenn die Impfstoffe nicht erwiesenermaßen sicher und hochwirksam sind, wenn sie Kindern verabreicht werden“, sagte Aurolis Otano, Direktor der Poliklinikuniversität Vedado, gegenüber der Nachrichtenagentur Associated Press. Die Verbreitung der Delta-Variante habe zu einem Anstieg der Infektionen unter den Jüngsten geführt, weshalb die kubanische Wissenschaftsgemeinde beschlossen habe, „die Impfstoffe in die klinische Prüfung zu bringen“. Sie wurden dann auch für Kinder zugelassen.

Corona: Kuba impft Kleinkinder um Virus-Verbreitung zu verhindern

In den vergangenen Wochen wurde mit der Impfung von Kubanern zwischen elf und 18 Jahren begonnen. Der Impfplan umfasst zwei Dosen des Impfstoffs Soberana 02 und eine Dosis Soberana Plus, wie es bei Erwachsenen gemacht wurde. Nun rechne die Poliklinik damit, etwa 300 Kinder zwischen zwei und fünf Jahren zu impfen. Kinder zwischen fünf und zehn Jahren sollen ihre erste Chance an ihren Schulen bekommen.

„Ich war zuerst sehr skeptisch und besorgt, aber ich informierte mich selbst“, sagte Denisse Gonzalez, eine Mutter eines zwei-jährigen Mädchens. „Die Gesundheit unserer Kinder geht vor, das ist die Hauptsache und [Ansteckung] ist ein Risiko, weil kleine Kinder immer auf dem Boden spielen.“

Corona in Kuba: Virus löste fast den Zusammenbruch des Gesundheitssystems aus

Kuba sieht sich einem anhaltenden Covid-19-Ausbruch gegenüber, der sein Gesundheitssystem beinahe hätte zusammenbrechen lassen. Provinzen wie Matanzas, Ciego de Avila und Cienfuegos erhielten Unterstützung von Ärzten aus anderen Landesteilen und sogar von internationalen Gebern. Neben den Soberanas hat Kuba einen weiteren nationalen Impfstoff entwickelt, Abdala. Nach Angaben des kubanischen Gesundheitsministeriums wurden 776.125 positive Fälle von Covid-19 mit 6601 Todesfällen registriert.

Im Juni genehmigten die chinesischen Behörden die Verwendung der Impfstoffe Sinovac und Sinopharm für Kinder im Alter von drei bis 17 Jahren. Die USA und viele europäische Länder erlauben derzeit Corona-Impfungen für Kinder ab zwölf Jahren. Noch dieses Jahr soll jedoch in Deutschland eine Impfung für Kinder zwischen fünf und elf Jahren auf den Markt kommen.

Nach der Covid Impfung müssen die Kinder in Kuba etwa eine Stunde zur Beobachtung vor Ort warten.

Covid-Impfung bei Kindern: „Auch Kinder und Jugendliche sind erheblichen Risiken ausgesetzt“

„Je mehr Erwachsene ihre Corona-Impfstoffe erhalten, desto mehr Kinder, die in den meisten Ländern noch nicht für Impfungen in Frage kommen, sind für einen höheren Prozentsatz von Krankenhausaufenthalten und sogar Todesfällen verantwortlich“, sagte Carissa F. Etienne, Direktorin der Panamerikanischen Gesundheitsorganisation. „Wir müssen uns darüber im Klaren sein: Auch Kinder und Jugendliche sind erheblichen Risiken ausgesetzt.“ (Yasemin Kamisli)

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema

Kommentare