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Boris Palmer will in Corona-Zeiten einen Gesellschaftsvertrag. 

Ausgehbeschränkungen

Corona-Krise: Boris Palmer fordert Quarantäne für alte und kranke Menschen

Die Corona-Krise schränkt die Bewegungsfreiheit der Menschen ein. Jetzt fordert der Tübinger OB Palmer einen Generationenvertrag.

  • Boris Palmer fordert Quarantäne für „Alte und Kranke“.
  • Er sieht den Vorschlag als „Generationenvertrag“.
  • Ausgangsbeschränkungen könnten für manche in der Corona-Krise gelockert werden.

Als Ausweg aus der globalen Corona-Krise fordert Tübingens Oberbürgermeister Boris Palmer eine pauschale Quarantäne für ältere und kranke Menschen, den sogenannten Risikogruppen. „Es wäre ein neuer Generationenvertrag, bei dem die Jüngeren arbeiten gehen, die Infektion auf sich nehmen, während die Älteren und Kranken auf soziale Kontakte verzichten“, sagte der Grünen-Politiker der „tageszeitung“ (Montag). 

Corona-Regeln: Ausgangsbeschränkungen für manche lockern 

Für alle anderen, die nicht zur Risikogruppe gehörten, könnte man dann schrittweise die Ausgangsbeschränkungen oder Kontaktsperren wieder lockern. „Natürlich nicht zurück zur völligen Normalität mit Bundesligaspielen und verschwitzten Disco-Partys“, ergänzte Boris Palmer.

Das Ziel wäre, das Wirtschaftsleben halbwegs zu normalisieren, so dass die Leute wieder arbeiten gehen können, aber keinen ungeschützten Kontakt mehr mit den genannten Risikogruppen haben würden.

16 Millionen Senioren wegen Corona isolieren?

Er wüsste nicht, warum die Isolation von mindestens 16 Millionen Seniorinnen und Senioren schwieriger sein sollte, „als drei Monate Shutdown für alle“, sagte der Tübinger Oberbürgermeister: „Wenn die Regierung es für denkbar hält, 700 Milliarden Euro zu verbrennen, weil die Wirtschaft ruht, ist es dann nicht vorstellbar, für vielleicht zehn Prozent der Kosten eine optimale Versorgung der Alten und Kranken auf die Beine zu stellen?“ 

Corona: Boris Palmer sieht kein ethisches Problem

Auch ethisch sei sein Konzept vertretbar, selbst wenn auch einzelne Gesunde durch eine Infektion mit dem Coronavirus in Lebensgefahr geraten könnten, sagte Boris Palmer. Man müsse jetzt die richtigen Konsequenzen aus den wissenschaftlichen Erkenntnissen ziehen. „Sich streng an Daten und Fakten zu halten, rettet mehr Leben, als wenn man die eigene Moralität hochhält“, sagte der Grünen-Politiker. (FR/epd)

In Deutschland herrschen wegen des Coronavirus ein Kontaktverbot und Ausgangsbeschränkungen. Lesen Sie hier alles zu  Ausgangsbeschränkung und Kontaktverbot: Wen man noch besuchen darf - und wen nicht.

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