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Angespannte Corona-Lage: „Es ist jeden Tag ein Spagat“ - Bayerische Klinik äußert großen Wunsch

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Von: Katarina Amtmann

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Intensivstation
Ein Patient auf einer Intensivstation. (Archivfoto) © Christoph Reichwein/Imago Images

Die Corona-Regeln wurden auch in Bayern gelockert. In der Nürnberger Klinik versteht man den Wunsch nach Normalität, doch die Pandemie sei nicht vorbei.

München - Die Corona-Inzidenz in Bayern ist am Donnerstag (7. April) weiter gesunken. Experten gehen aber davon aus, dass eine Vielzahl an Fällen gar nicht mehr erfasst wird, beispielsweise weil nicht jeder seine Infektion mittels PCR-Test bestätigen lässt. Am Wochenende ist trotzdem eine Vielzahl an Corona-Regeln ausgelaufen. So gilt im Einzelhandel keine Maskenpflicht mehr, auch Schüler können auf den Mund-Nasen-Schutz verzichten. Zugangsbeschränkungen (2G/3G) entfallen ebenfalls - hier gibt es einen Überblick über die Lockerungen und die noch geltenden Corona-Regeln.

Corona in Bayern: Klinik versteht „Wunsch nach Normalität, aber die Pandemie ist leider noch nicht vorbei“

Wie bewerten Krankenhäuser die Lockerungen angesichts nach wie vor hoher Infektionszahlen? „Wir verstehen natürlich den Wunsch nach Normalität, aber die Pandemie* ist leider noch nicht vorbei“, erklärt Sabine Stoll, Pressesprecherin des Klinikums in Nürnberg* auf Nachfrage von Merkur.de. „Wir appellieren daher an die Menschen, in Innenräumen freiwillig Masken zu tragen und die Hygieneregeln weiter einzuhalten. Außerdem würden wir uns wünschen, dass sich noch mehr Menschen impfen lassen.“

Corona-Patienten im Nürnberger Klinikum: „Aufwand sehr groß“

Im Nürnberger Klinikum werden aktuell 160 Corona-Patienten versorgt. Diese sind entweder wegen der Corona-Erkrankung im Krankenhaus oder die Infektion wurde zusätzlich zu einer anderen Erkrankung festgestellt. „In beiden Fällen ist der Aufwand sehr groß, weil natürlich alle Patient*innen isoliert werden müssen, solange sie infektiös sind“, so Stoll weiter.

Keine Maske mehr in Bayern: Gerät Corona in Vergessenheit?

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Klinikum Nürnberg: Personalausfälle wegen Corona - „Spagat“ für Krankenhaus

Im Nürnberger Klinikum fallen derzeit viele Mitarbeiter wegen Corona aus. „Sie müssen zuhause bleiben, weil zum Beispiel ihre Kinder positiv getestet wurden oder weil sie sich selbst infiziert haben. Insgesamt ist das Personal sehr knapp. Es ist jeden Tag ein Spagat, diese Ausfälle zu kompensieren“, so Stoll gegenüber Merkur.de. Die Pandemie verlange den Mitarbeitern „nach wie vor sehr viel ab.“ Das gilt auch für das Universitätsklinikum in Regensburg. „Der Druck auf die Allgemeinstationen ist seit einigen Wochen sehr hoch*“, heißt es.

Es ist jeden Tag ein Spagat, diese Ausfälle zu kompensieren“

Sabine Stoll, Pressesprecherin am Klinikum Nürnberg

Corona-Ausfälle in der Klinik Nürnberg: Nicht alle OPs in Betrieb

Eine Folge der Ausfälle ist, dass am Klinikum Nürnberg nicht alle OPs in Betrieb sind, „weil Personal krankheits- oder quarantänebedingt nicht arbeiten kann.“ Und weiter: „Die Lage ist insgesamt leider ziemlich angespannt, weil uns einerseits der coronabedingte Ausfall von Mitarbeiter*innen an Grenzen bringt. Andererseits ist der Patientenandrang weiterhin sehr groß – auch bei klassischen Notfällen.“ Notfälle werden aber selbstverständlich versorgt, versichert die Pressesprecherin gegenüber Merkur.de. (kam) *Merkur.de/bayern ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA

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