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Corona-Pandemie

Karl Lauterbach zeigt sich verhalten optimistisch - und sorgt sich um Ungeimpfte

  • Sarah Neumeyer
    VonSarah Neumeyer
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Aktuelle Daten zur Omikron-Variante machen Hoffnung auf einen milderen Corona-Verlauf. Karl Lauterbach äußert sich vorsichtig optimistisch – hat jedoch Sorge um eine Bevölkerungsgruppe.

Update vom 01.01.2022, 22.45 Uhr: Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) zeigt sich zwar vorsichtig optimistisch, was die weitere Entwicklung der Corona-Pandemie angeht – doch um eine Bevölkerungsgruppe macht er sich große Sorgen: Lauterbach ist „sehr, sehr in Sorge um die Ungeimpften, die jetzt in die Omikron-Welle laufen“, sagte der Gesundheitsminister gegenüber Bild am Sonntag.

Der SPD-Politiker und Epidemiologe ruft in der Zeitung zum Impfen auf: „Die erste Impfung senkt bereits nach 14 Tagen das Sterberisiko drastisch“, erklärt er und fährt fort: „Ich appelliere an alle Menschen: Lassen Sie sich impfen“. Auch an das Tragen von Masken erinnert der Gesundheitsminister: „Wir sollten unbedingt bei Begegnungen mit anderen Menschen Maske tragen. Das gilt insbesondere für den Unterricht. Das konsequente Tragen der Masken in der Schule ist ein absolutes Muss für alle Klassen.“ 

Gesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) zeigt sich für die weitere Entwicklung der Corona-Pandemie vorsichtig optimistisch.

Corona-Variante Omikron: Karl Lauterbach gibt sich vorsichtig optimistisch

Erstmeldung vom 01.01.2022, 17.30 Uhr: Frankfurt - Angesichts der aktuellen Entwicklung der Corona-Pandemie und neuer Daten zur Omikron-Variante zeigt sich Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) zwar weiterhin besorgt jedoch auch vorsichtig optimistisch für das neue Jahr. Es gebe „Licht am Ende des Tunnels“, sagte Lauterbach am Freitagabend in der ZDF-Silvestershow*.

Die Omikron-Variante werde nochmal eine schwere Herausforderung. „Aber es sieht so aus, als wenn diese Variante etwas weniger gefährlich wäre als die Delta-Variante“, sagte Lauterbach. Das sei schon mal ein Lichtblick. Man wisse noch nicht genau, ob das auch für die Ungeimpften gelte.

Auf Twitter teilt Lauterbach eine Studie zu Omikron in Südafrika. Diese zeige, dass sich die Variante zwar viermal so schnell wie Delta verbreite, aber deutlich weniger schwere Fälle verursachte. Die Daten ließen jedoch keine klaren Schlüsse auf ältere Ungeimpfte zu.

Corona-Lage in Deutschland: Inzidenz steigt – Virologen trotzdem zuversichtlich

Das Robert Koch-Institut (RKI) meldete am Samstag am dritten Tag in Folge einen Anstieg der offiziellen Sieben-Tage-Inzidenz. Der Wert lag bei 220,3 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner und Woche, wobei das RKI an den Feiertagen von einer Untererfassung ausgeht. Derzeit ist deshalb unklar, wie hoch die Omikron-Welle in Deutschland bereits ist. Ihr Höhepunkt wird erst noch erwartet. Die Gesundheitsämter meldeten dem RKI binnen eines Tages 26.392 Corona-Neuinfektionen. Es gab 184 neue Todesfälle.

Auch der Berliner Virologe Christian Drosten äußerte sich zuversichtlich. Die Krankheitsschwere sei bei Omikron sehr wahrscheinlich abgemildert, sagte er am Freitag im Deutschlandfunk. Hierfür mehrten sich die Daten. Ein Ungeimpfter mit Omikron-Infektion trage drei Viertel des Risikos einer Krankenhauseinweisung eines Ungeimpften mit Delta. 

Corona: Christian Drosten warnt vor Omikron-Welle

Im Vergleich zu anderen Ländern sieht Drosten in Deutschland aber das „Spezialproblem“ der vielen Ungeimpften. Für Ungeimpfte werde es wegen der schnellen Verbreitung von Omikron mit einer Verdoppelung der Neuinfektionen etwa alle vier Tage jetzt „richtig gefährlich“. Mindestens 71,2 Prozent der Gesamtbevölkerung haben den Immunschutz von in der Regel zwei Impfungen. Mindestens 38,7 Prozent haben zusätzlich eine Auffrischungsimpfung erhalten (Stand: 31.12.2021).

Lauterbach teilt nach eigenen Angaben die Einschätzung von Drosten, dass Deutschland nun die Chance auf eine endemische Lage habe. „Es ist aber nur eine Chance, es ist keine Gewissheit.“ Lauterbach erläuterte, würde das Virus endemisch, dann bestünde „zu keinem Zeitpunkt“ die Gefahr eines überforderten Gesundheitssystems. Man würde dann mit dem Virus leben können. 

Lauterbach sagte, Omikron bilde möglicherweise eine Brücke. „Aber wir wissen es noch nicht gewiss, weil wir noch nicht wissen, wie gefährlich die Omikron-Variante für diejenigen ist, die vollkommen ungeimpft sind.“ (sne/dpa)

Eine neue Studie gibt einen Hinweis darauf, warum die Omikron-Variante möglicherweise häufig leichtere Krankheitsverläufe hervorbringt.

Rubriklistenbild: © Moritz Frankenberg/dpa

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