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Karl Lauterbach und Angela Merkel diskutieren im Bundestag über die Corona-Politik.
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Karl Lauterbach und Angela Merkel diskutieren im Bundestag über die Corona-Politik.

„Anschlag auf Kinder und Familien“

Karl Lauterbach attackiert Angela Merkel: „Kritische Wähler bei Laune halten“

  • Nico Scheck
    VonNico Scheck
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SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach wird in diesen Tagen nicht müde, vor Corona-Lockerungen zu warnen. Jetzt geht der Politiker auf Twitter noch einen Schritt weiter.

Berlin/Frankfurt – In Baden-Württemberg wurden die Corona-Regeln für private Zusammenkünfte gelockert, über Ostern ist mit einer Zunahme von Kontakten zu rechnen und weitere Lockerungen könnten schon bald folgen. Umstände, die Karl Lauterbach, SPD-Politiker und Gesundheitsexperte, übel aufstoßen.

Zuletzt hatte Lauterbach im „WDR“ einen „harten Lockdown“ gefordert, jetzt geht er noch einen Schritt weiter. Auf Twitter reagierte der 58-Jährige auf einen Tweet von Clemens Fuest, Chef des Münchner ifo Instituts. Dieser schrieb: „Die Osterferien nicht zu nutzen, um Infektionen zu senken, ist ein Anschlag auf die Kinder und Familien.“

Corona: Lauterbach erhebt Vorwürfe gegen Merkel-Regierung

„Da stimme ich Clemens Fuest uneingeschränkt zu“, lautete die Antwort von Lauterbach. Mehr noch, der SPD-Politiker wirft der aktuellen Bundesregierung unter Kanzlerin Angela Merkel vor, mit Lockerungen „bestimmte kritische Wähler bei Laune“ halten zu wollen. „Das geht aber zu Lasten von Familien und Kindern und den chronisch Kranken, die Wochen vor der Impfung sehr schwer krank werden können“, ist sich der Gesundheitsexperte sicher.

Damit untermauert er seine Aussagen dem „WDR“ gegenüber. „Wir können es nicht so laufen lassen“, hatte Lauterbach jüngst gewarnt. Denn: „Die Wahrheit ist, wir müssen erst einmal wirklich Kontrolle in das Geschehen hineinbringen. Wir brauchen etwas, was das exponentielle Wachstum jetzt hemmt und das ist mit Lockerungen nicht zu machen.“

Karl Lauterbach wettert: „Brauchen jetzt nicht Jugend forscht“

Am Dienstag lag die Inzidenz laut RKI bei 130 in Deutschland, die Kritik an Merkels Corona-Politik wächst. Lauterbach selbst sieht den Königsweg erhöhter Testungen als Fehler. Der Anstieg der Inzidenzzahlen lasse sich „durch Testen nicht alleine wegbekommen“.

Seine Forderungen im „WDR“ waren deutlich, wie drastisch: Pflicht zum Homeoffice, regelmäßige Corona-Tests in den Betrieben, befristete Ausgangssperre am Abend. Projekte wie das Öffnungs-Modell in Tübingen sieht der Gesundheitsexperte skeptisch. „Keine Öffnungen, keine Modellprojekte. Wir brauchen jetzt nicht Jugend forscht“, wetterte er beim „Tagesspiegel“. Es sei „eine illusorische Idee, dass wir lockern und trotzdem gehen die Corona-Fallzahlen runter“. (nc)

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