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Corona: Trotz sinkender Inzidenz kein Grund zur Entspannung

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Von: Kilian Bäuml

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Auch wenn die Corona-Fallzahlen weiter sinken, bei schweren Infektionen kommt es auch bei Omikron weiter zu Todesfällen. Das geht aus einem RKI-Bericht hervor.

Frankfurt – Auch wenn sich die Corona-Situation im Sommer entspannt hat und zahlreiche Maßnahmen gelockert oder aufgehoben wurden, ist eine Endemie weiterhin nicht in Sicht. Das geht aus dem aktuellen RKI-Lagebericht hervor.

Die Inzidenz sinkt, trotzdem ist sie weiterhin auf einem hohen Niveau. Laut RKI liegt die 7-Tage-Inzidenz bei 230,6 (Stand 10.09.2022). Das RKI schätzt die Lage wie folgt ein: „Trotz insgesamt weiter rückläufiger Fallzahlen bleibt der Infektionsdruck in der Allgemeinbevölkerung in allen Altersgruppen hoch.“ Auch Virologe Christian Drosten warnt vor einer Corona-Infektionswelle noch vor Dezember.

Corona-Inzidenz in Deutschland weiter hoch: RKI warnt

Die meisten Fälle der Omikron-Variante verlaufe zwar mild, trotzdem könne es auch zu schweren Verläufen kommen, die auch tödlich enden können. Das RKI empfiehlt deshalb weiterhin Abstand zu halten, die Hygieneregeln zu berücksichtigen und bei Symptomen zu Hause zu bleiben und sich zu isolieren. Auch für Genesene kann es sich lohnen noch ein paar Tage zu Hause zu bleiben, da man auch nach der Genesung noch infektiös sein könnte.

Auf welche Corona-Symptome Geimpfte achten sollten.
Die Corona-Inzidenz ist weiter auf hohem Niveau - Das RKI warnt weiterhin. Geimpfte sollten auf Symptome achten. © Patrick Pleul/dpa

Sterberate bei schweren Corona-Infektionen bleibt gleich

Aus dem RKI-Bericht geht hervor, dass sich kaum ein Unterschied zwischen der Sterberate der letzten beiden Jahre und der Sterberate dieses Jahres feststellen lässt. Das bedeutet, dass in diesem Jahr nicht weniger Menschen an Corona gestorben sind als in den vergangenen beiden Jahren, auch wenn die Omikron-Variante in den meisten Fällen milder verläuft als ihre bis dahin vorherrschenden Varianten Alpha und Delta.

Positiv hebt der Bericht hervor, dass immer weniger Menschen künstlich beatmet werden müssen. Der Anteil von stationär behandelten Corona-Patienten, die künstlich beatmet werden mussten sank laut RKI von 22 auf 11 Prozent.

Neue Corona-Regeln ab Oktober

Für den Herbst gelten neue Corona-Regeln, die unter anderem von Gesundheitsminister Karl Lauterbach beschlossen wurden, der Bundesrat muss ihnen noch zustimmen. Die Maskenpflicht in öffentlichen Verkehrsmitteln soll weiter bestehen. Landesweit soll es in Arztpraxen ab Oktober die Pflicht zum tragen einer FFP2-Maske geben. Die Bundesländer können auch weitere Corona-Bestimmungen verhängen. Anders hingegen sieht es in Flugzeugen aus, hier soll die Maskenpflicht entfallen.

Die neuen Regeln fallen im Vergleich zu vergangenem Herbst lockerer aus, betonte auch Lauterbach. Im letzten Jahr setzten Gastronomen in Frankfurt beispielsweise auf Eigeninitiative und wechselten zwischen 2G und 3G hin und her, zum Leidwesen der Gäste.

Eine vielversprechende Entwicklung der Pandemie ist eine Entdeckung von Forschenden in Tel Aviv, die Antikörper des Coronavirus entdeckt haben, die möglicherweise auch vor anderen Corona-Varianten wie Delta und Omikron schützten und eine Booster-Impfung womöglich unnötig machen könnten. (Kilian Bäuml)

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