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Corona: Fachleute finden wirksame Therapie gegen Long Covid

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Von: Maria Sterkl

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Erschöpfung bei Long Covid
Offiziell genesen - und doch noch nicht wieder fit. Ein Teil der Long-Covid-Betroffenen erlebt große Erschöpfung. © Zacharie Scheurer/dpa-tmn/Illustration

Ein Forschungsteam aus Israel meldet Erfolge bei einer neuen Therapie gegen Long Covid infolge einer Coronavirus-Infektion.

Tel-Aviv – Gegen Long Covid half bisher nur eines: Sich nicht mit dem Coronavirus anzustecken. Nun haben israelische Forscher:innen eine Behandlung gefunden, die für die Millionen an Menschen, die an Long Covid leiden, Entlastung bringen könnte: Mit per Hochdruck verabreichtem reinen Sauerstoff sollen sich die Corona-Folgesymptome lindern lassen.

Betroffene, die an einer Studie der Universität Tel Aviv teilnahmen, litten vor der Behandlung unter anhaltender Erschöpfung, Konzentrationsproblemen, Wortfindungsstörungen und teils unter Depressionen und Angststörungen. Die Forschenden verabreichten ihnen über einige Wochen Hochdruck-Sauerstoff-Behandlungen. Zudem wurden mittels Magnetresonanz mögliche Veränderungen im Gehirn gemessen. Auf den Bildern zeigte sich vor dem Beginn der Behandlung, dass das Virus nachhaltige Schäden im Frontallappen des Gehirns bewirkt hatte. Im Laufe der Behandlung besserte sich nicht nur das Befinden der Betroffenen, auch die sichtbaren Schäden im Gehirn entwickelten sich zurück.

Zuvor hatte sich die Hochdruck-Sauerstoff-Therapie bei der Behandlung von Schlaganfällen oder Gehirntraumata als effektiv erwiesen. Das Forschungsteam hatte vermutet, dass sich die Methode auch gegen Long Covid einsetzen lässt. Sie unterzogen 73 Patient:innen zwei Monate lang an fünf Tagen pro Woche der Therapie mit reinem Sauerstoff, der über Maske verabreicht wurde. Die Kontrollgruppe bekam Luft. Alle Versuchspersonen hatten zum Beginn der Tests mindestens drei Monate an Long Covid gelitten.

Coronavirus-Langzeitfolgen: Deutliche Verbesserung der Symptome

Am Ende der Behandlung zeigte jene Gruppe, die mit der Hochdrucktherapie behandelt wurde, eine deutliche Verbesserung ihrer Beschwerden. In der Kontrollgruppe hingegen blieben die Symptome weitgehend unverändert, auch die Magnetresonanz zeigte keine Rückbildung der Gehirnschäden. Die größten Fortschritte brachte die Therapie für das Konzentrationsvermögen der Betroffenen, auch Informationen konnten schneller verarbeitet werden. Zudem brachte die Therapie eine Linderung der psychiatrischen Beschwerden und verbesserte die Schlafqualität.

Die Therapie helfe dem Gehirn, seine Zellstruktur zu regenerieren, erklärt Shani Itskovich-Zilberman vom Forschungsteam. Studienleiter Shai Efrati betrachtet die Ergebnisse als Durchbruch. Die Therapie könnte auch bei anderen Viruserkrankungen mit neurologischen oder psychiatrischen Folgeschäden zum Einsatz kommen. (Maria Sterkl)

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