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Ein Mitarbeiter der Grenzkontrolle in gelber Warnweste steht an der Grenze zwischen Schweden und Dänemark auf der Fahrbahn.
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Grenzkontrolle zwischen Schweden und Dänemark. (Archivbild)

Studie

Corona-Sonderweg: Schweden exportierte das Virus in die Nachbarländer

  • VonNadja Austel
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Die mangelnden Corona-Maßnahmen in Schweden hatten Auswirkungen auf das Pandemie-Geschehen in ganz Skandinavien. Das zeigt eine neue Studie.

Stockholm – Zu gering waren die Maßnahmen, die Schweden zu Beginn der Corona-Pandemie ergriff. Das zeigt nun im Rückblick eine wissenschaftliche Studie. „Schweden war im ersten Jahr der Pandemie ein Nettoexporteur des Sars-CoV-2-Virus in unsere nordischen Nachbarländer“, betonte John Pettersson von der Universität in Uppsala am Dienstag (16.11.2021) gegenüber dem schwedischen TV-Sender SVT. 

Das Land hatte zu Pandemie-Beginn, im Gegensatz zu den anderen skandinavischen Ländern, kaum Maßnahmen ergriffen, um eine Verbreitung des Virus zu stoppen. Vom „schwedischen Sonderweg“ war die Rede. Hohe Fallzahlen waren die Folge, die letztendlich auch die Mutation des Virus begünstigten.

Corona in Schweden: Laissez-faire war laut Studie die falsche Strategie

Schwedens zurückhaltende Corona-Strategie trug der Studie zufolge dazu bei, dass das Coronavirus in andere Länder getragen werden konnte. Zu diesem Ergebnis kommen die Forscher der Universität Uppsala in Schweden, des norwegischen Instituts für öffentliche Gesundheit und der Universität Sydney in Australien. Die Studie wurde in der Fachzeitschrift Eurosurveillance veröffentlicht.

Der Studie lagen 71.000 Patientenproben zugrunde, anhand derer eine Art genetischer Stammbaum für die Ausbreitung des Virus in den nordischen Ländern erstellt werden konnte. Es stellte sich heraus, dass Infektionsketten mit Ursprung in Schweden in mehreren hundert Fällen die Landesgrenzen überschritten.

Corona-Verbreitung in Schweden: Virus im Transitland

„Unsere Ergebnisse deuten darauf hin, dass Schwedens Eindämmungsstrategie einen Einfluss auf die epidemiologische Situation im Land und in der gesamten nordischen Region hatte“, heißt es in der Studie. Man müsse allerdings berücksichtigen, dass Schweden – wie auch Dänemark – ein Transitland sei.

„Es ist nicht unwahrscheinlich, aber man sollte mit der Interpretation zurückhaltend sein“, so John Pettersson gegenüber SVT. Es habe in der Studie Faktoren gegeben, die nicht kontrolliert worden seien und die das Ergebnis ebenfalls beeinflusst haben könnten, so Pettersson weiter.

Das schwedische Gesundheitsamt und die Sozialministerin Lena Hallengren wollten sich auf Anfrage zu der Studie nicht äußern, so teilte deren Pressedienst laut SVT News mit. (na/dpa)

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