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In den USA sorgt das Vorgehen eines Krankenhausverbunds für Aufsehen. (Symbolbild)
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In den USA sorgt das Vorgehen eines Krankenhausverbunds für Aufsehen. (Symbolbild)

Houston Methodist

Corona-Impfung verweigert: Krankenhaus suspendiert 178 Angestellte

  • Sophia Lother
    vonSophia Lother
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In einem Krankenhausverbund in den USA sorgt eine Impf-Pflicht gegen das Coronavirus für Aufsehen. Zahlreiche Mitarbeitende werden suspendiert.

Texas - Fast 25.000 Angestellte des Krankenhausverbunds Houston Methodist im Bundesstaat Texas gelten bereits als vollständig geimpft. Im Vorfeld wurde verkündet, dass es für die Mitarbeitenden als Voraussetzung gelte, sich bis zum 07.06.2021 gegen Corona impfen zu lassen. Insgesamt 178 Arbeitnehmende verpassten diese Deadline. Sie wurden für zwei Wochen suspendiert und bekommen in dieser Zeitspanne auch kein Gehalt ausgezahlt.

Der CEO des Verbunds, Marc Boom, schreibt in einer internen Mitteilung, die der Washington Post vorliegt: „Von diesen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern haben sich 27 bereits einmal impfen lassen. Daher hoffe ich, dass diese auch bald ihre zweite Dosis bekommen“. „Ich weiß, dass es für manche schwierig und traurig ist, die Kolleg:innen zu verlieren, die entschieden haben, nicht geimpft zu werden“, wendet sich der CEO an die restliche, geimpfte Belegschaft und fügt an: „Wir wünschen jenen alles Gute und sind dankbar für ihren Dienst an der Gesellschaft. Wir müssen ihre Entscheidung akzeptieren“.

US-Krankenhaus suspendiert Mitarbeitende wegen mangelnder Corona-Impfung

Es habe auch Ausnahmen von der Impf-Pflicht gegen das Coronavirus gegeben, erklärt Boom. 285 Arbeitnehmer:innen hätten aus medizinischen oder religiösen Gründen eine Befreiung zugesprochen bekommen. Weitere 332 hätten einen Aufschub aufgrund einer Schwangerschaft oder aus anderen Gründen erhalten.

Im März 2021 hatte der Krankenhaus-CEO die Angestellten der Krankenhäuser in den USA dazu aufgerufen, sich impfen zu lassen, denn das Gesundheitssystem müsse mit gutem Beispiel vorangehen. Außerdem würden dadurch die Patienten geschützt. Für diesen Aufruf hagelte es Kritik. Konservative Medien stürzten sich auf Boom und 117 Mitarbeiter:innen klagten. Laut der Washington Post gaben sie an, nicht als „Versuchskaninchen“ missbraucht werden zu wollen. Daraufhin hatte die U.S. Equal Employment Opportunity Commission, eine Behörde für Chancengleichheit bei der Beschäftigung, ihre Guidelines ergänzt. Hier heißt es, dass die Kommission Arbeitgeber:innen nicht davon abhalten wird, von ihren Angestellten eine Impfung vorauszusetzen, bevor diese die Arbeitsstelle betreten. Es müsse allerdings Anpassungen für Personen mit speziellen religiösen Grundsätzen oder körperlichen Beeinträchtigungen geben.

Impf-Zwang in den USA? Krankenhaus-Mitarbeitende empört

Die Wut vieler Arbeitnehmer:innen war angesichts der Impf-Pflicht in dem US-Krankenhaus groß. Dutzende kamen am Montag (07.06.2021) vor einer Klinik, die zum Krankenhaussystem gehört, zusammen und protestierten gegen die Vorgaben. Schilder mit den Lettern „Die Impfung ist Gift“ wurden hochgehalten berichtet The New York Times.

Die suspendierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter haben nun zwei Wochen Zeit, um ihre Corona-Impfung nachzuholen. Wenn sie die Vorgaben nicht bis zum 21. Juni erfüllen, dann werde ein Kündigungsprozess in die Wege geleitet, berichtet die Zeitung weiter. (Sophia Lother)

Wie kann man die Menschen zum Impfen bewegen? In den USA gibt es nun eine typisch amerikanische Lösung: Schusswaffen.

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