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Corona-Impfung und Periode: Diese Nebenwirkungen sind möglich

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Von: Sophia Lother

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Kann sich eine Corona-Impfung auf die Periode auswirken? (Symbolbild)
Kann sich eine Corona-Impfung auf die Periode auswirken? (Symbolbild) © David-Wolfgang Ebener/dpa

Kann sich die Periode wegen einer Corona-Impfung mit Biontech, Moderna oder Johnson & Johnson verändern? Eine aktuelle Studie liefert nun Antworten.

Portland – Mit der steigenden Zahl verabreichter Corona-Impfungen* haben sich auch in den sozialen Netzwerken die Berichte über mögliche Nebenwirkungen gehäuft. Frauen berichteten von Blutungen, Krämpfen und anderen Veränderungen* bei ihrer Menstruation. Daraus resultierte auch Kritik an den Forschungsschwerpunkten bezüglich der Impfnebenwirkungen. Menstruationsbeschwerden als Nebenwirkungen* seien systematisch ignoriert worden, monierten Kritikerinnen und Kritiker.

Das soll sich nun ändern, denn immer mehr Studien beschäftigen sich nun mit dem Thema Corona-Impfung und Periode. Eine kürzlich veröffentlichte Untersuchung aus den USA* kommt zu ersten Ergebnissen.

Corona-Impfung und Periode: Studie liefert Erkenntnisse zu möglichen Nebenwirkungen

Die Forschenden haben die Ergebnisse ihrer Studie im Fachjournal Obstetrics & Gynecology veröffentlicht. Die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler hatten anonymisierte Daten einer App zur Überwachung der Fruchtbarkeit bei Frauen im Alter von 18 bis 45 Jahren, die keine hormonelle Verhütung verwenden, ausgewertet. Etwa 2400 Frauen in dem Datensatz waren mit Biontech/Pfizer,* Moderna* oder Johnson & Johnson* geimpft. Als Vergleichsgruppe wurden die Daten von 1500 ungeimpften Frauen herangezogen. Die Aufteilung der Corona-Impfstoffe innerhalb der Studienteilnehmerinnen im Überblick:

ImpfstoffAnteil
Biontech/Pfizer55 Prozent
Moderna35 Prozent
Johnson & Johnson7 Prozent

Corona-Impfung und Menstruation: Die Periode kann sich verändern

Die Forscherinnen und Forscher verglichen Daten aus drei aufeinanderfolgenden Zyklen vor der Impfung mit drei Zyklen während und nach der Impfung. Bei den ungeimpften Frauen waren es sechs aufeinanderfolgende Zyklen.

Das Ergebnis: Die Corona-Impfung kann bei Frauen die Periode leicht verzögern. Im Durchschnitt war die erste Impfstoffdosis mit einer Verlängerung der Zyklusdauer um 0,64 Tage und die zweite Dosis mit einer Verlängerung um 0,79 Tage verbunden. Außerdem sei diese Veränderung voraussichtlich nur vorübergehend, so die Forschenden.

Diese geringfügige Verlängerung des Menstruationszyklus ist klinisch nicht signifikant. Jede Veränderung von weniger als acht Tagen wird von der Fachgesellschaft International Federation of Gynecology and Obstetrics noch als normal eingestuft. Zyklen dauern in der Regel etwa 28 Tage, aber die genaue Dauer variiert von Frau zu Frau und auch im Laufe des Lebens. Sie kann sich auch in Zeiten von Stress verändern.

Die Veränderung im Zusammenhang mit der Impfung könnte den Forschern zufolge auf eine Reaktion des Immunsystems auf das Vakzin zurückzuführen sein. Ein hochgefahrenes Immunsystem könnte sich demnach auf die sogenannte Hypothalamus-Hypophysen-Eierstock-Achse auswirken. Diese sei laut der Hauptautorin der Studie, Alison Edelman von der Oregon Health & Science Universität, die „Autobahn der Kommunikation zwischen Gehirn und Eierstöcken und Gebärmutter“. Insbesondere scheint die Produktion von Entzündungsproteinen, den sogenannten Zytokinen, die Art und Weise zu stören, wie diese Achse den Zeitpunkt der Menstruationszyklen reguliert.

Corona: Auswirkungen einer Impfung mit Biotech und Moderna auf Periode

Die Veränderungen scheinen am ausgeprägtesten zu sein, wenn die Impfung früh in der Follikelphase stattfindet, die am ersten Tag der Menstruation beginnt und mit dem Beginn des Eisprungs endet. Wenn zwei Impfungen mit Biontech oder Moderna auf denselben Zyklus fielen, verzögerte sich die Blutung im Schnitt um zwei Tage.

Forscherin Edelman erklärte, dass die Ergebnisse der Studie „sehr beruhigend“ seien. Zumal bestätige die Studie die Erlebnisse von Menstruierenden, die eine Veränderte ihrer Periode nach ihrer Impfung bemerkt hatten. Die Forschungsarbeit könnte auch dazu beitragen, Fehlinformationen zu dem Thema im Netz zu entkräften.

Die Forscherinnen und Forscher wollen nun weitere Daten sammeln, um eine langfristige Rückkehr der Zyklen zum Ausgangswert zu bestätigen. Außerdem sollen auch die Unterschiede zwischen den einzelnen Corona-Impfstoffen* analysiert werden. Eine weltweite Erhebung könnte darüber Aufschluss geben. (Sophia Lother/AFP) *fr.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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