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Pandemie

Corona: Impfung für Kinder „frühestens Ende des Jahres“? 

  • Teresa Toth
    vonTeresa Toth
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Nur ein Corona-Impfstoff ist bisher für Minderjährige ab 16 Jahren erlaubt. Alle anderen sind nur für Erwachsene zugelassen. Das könnte sich bald ändern.

  • In Zukunft sollen auch jüngere Menschen eine Impfung gegen Corona erhalten.
  • Um einen Impfstoff für Minderjährige zulassen zu können, benötigt es jedoch aufwändigere Studien als für Erwachsene.
  • Auch ohne die Impfung von Kindern könnte eine Herdenimmunität erreicht werden.

Frankfurt – Bislang konnten sich nur Menschen der Hochrisikogruppen sowie Personen, die im Pflegebereich arbeiten, gegen Corona impfen lassen. Doch schon bald sollen auch jüngere Menschen gegen Covid-19 geimpft werden, um Erwachsene zu schützen. Bisher ist jedoch erst ein einziger Impfstoff ab 16 zugelassen. Grund dafür sind die deutlich aufwändigeren Studien, die durchgeführt werden müssen, wenn ein Impfstoff für Kinder zugelassen werden soll.

„Vor der klinischen Prüfung an Kindern muss sichergestellt sein, dass in den Studien bei Erwachsenen keine schwerwiegenden Nebenwirkungen aufgetreten sind“, heißt es beim Robert Koch-Institut (RKI). Denn je jünger ein Mensch ist, desto ausgeprägter kann er auf eine Impfung reagieren und desto stärker sind eventuell auch Nebenwirkungen.

Corona-Impfung für Kinder – Moderna-Impfstoff sucht bereits Proband:innen

Daher müsse es laut dem Verband Forschender Arzneimittelhersteller zunächst ausreichend gute Ergebnisse zur Wirksamkeit und Verträglichkeit einer Impfung bei jungen Erwachsenen und Jugendlichen geben, ehe der Impfstoff gegen Corona auch an Kindern getestet werden kann. Der Impfstoff von Biontech/Pfizer umfasst bereits Jugendliche ab 16 Jahren. Zukünftig soll das Mittel auch an Kindern zwischen 0 und 15 Jahren getestet werden.

Noch ist kein Impfstoff zugelassen, den auch Kinder bekommen dürfen.

Moderna hat bereits im Dezember damit begonnen, minderjährige Proband:innen zu suchen. Laut dem Unternehmen sollen insgesamt 3000 Kinder zwischen 12 und 17 Jahren teilnehmen. Studien mit Kindern unter 12 Jahren gehören dem Verband Forschender Arzneimittelhersteller zufolge sowohl für Biontech/Pfizer als auch für Moderna zu den Auflagen der Europäischen Arzneimittel-Agentur, die an die Bedingte Zulassungen der Impfung für Erwachsene geknüpft sind.

Impfung gegen Corona bei Kindern sei vorrangig „fremdnützig“

Fred Zepp, Kinderarzt der Universitätsklinik Mainz, rechnet „frühestens Ende des Jahres, eher Anfang nächsten Jahres“ damit, dass Kinder in Deutschland gegen Corona geimpft werden können. Aber selbst wenn eine Impfung für Kinder zugelassen ist, bedeutet dies noch nicht, dass sie auch eingesetzt wird. Auf die Frage nach einer möglichen Impfempfehlung antwortete das Robert Koch-Institut: „Das ist bisher noch nicht absehbar.“

Kinder gegen Corona zu impfen, sei vorrangig „fremdnützig“, so Kinderarzt Zepp. „Kinder erkranken dramatisch seltener schwerwiegend als Erwachsene. Wir würden Kinder also vor allem impfen, um Ältere zu schützen. Da müssen wir uns schon fragen, ob das abgesehen von Kindern mit besonderen Infektionsrisiken ethisch vertretbar ist.“ Eine Herdenimmunität ließe sich vermutlich auch ohne die Impfung von Kindern erreichen. Sie würden zur Durchseuchung beitragen, indem sie sich infizieren. (Teresa Toth/dpa)

Rubriklistenbild: © Donal Husni/dpa

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