Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für FR.de. Danach lesen Sie FR.de gratis mit Werbung.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf FR.de
  • Zum Start nur 0,99€ monatlich
  • Zugang zu allen Berichten und Artikeln
  • Ihr Beitrag für unabhängigen Journalismus
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.

Sars-CoV-2

Universal-Impfstoff soll gegen mehrere Coronaviren wirken

  • Tanja Banner
    VonTanja Banner
    schließen

Schon mehrfach sind Coronaviren von Tieren auf den Menschen übergesprungen und haben Pandemien ausgelöst. Ein Universal-Impfstoff soll helfen und „vielleicht ein Sars-CoV-3 verhindern“.

Frankfurt – Das Coronavirus Sars-CoV-2 hält die Welt seit Anfang 2020 in Atem. Zwar gibt es mittlerweile gut wirkende Impfstoffe, doch bei jeder neu auftauchenden Corona-Variante stellt sich wieder die Frage: Wird der Impfstoff auch dieses Mal funktionieren und Menschen gegen das Virus ausreichend immunisieren? Die Varianten zeigen, dass Corona-Impfstoffe variabel sein müssen, um gegen möglichst viele Mutanten zu wirken.

Forschende der Universität von North Carolina in Chapel Hill haben sich für ihre Arbeit an einem Universal-Impfstoff die Sarbecoviren vorgenommen, eine Untergattung der Coronaviren, zu der gleich zwei Viren gehören, die in den vergangenen 20 Jahren Pandemien verursacht haben: Sars-CoV-2 (verursacht Covid-19) und Sars-CoV (Auslöser der Sars-Pandemie von 2002/2003). Das Team um David Martinez und Ralph Baric nutzt für seine Arbeit das gleiche Prinzip, das auch bei den Corona-Impfstoffen von Biontech/Pfizer und Moderna zum Einsatz kommt: mRNA. Doch anstatt die mRNA von nur einem Virus in den Impfstoff einzubauen, verwenden sie mRNA von mehreren Coronaviren.

Corona-Impfstoff soll gleich gegen mehrere Viren wirken

Zum Einsatz kommen im Universalimpfstoff gegen Corona Abschnitte der Viren Sars-CoV und Sars-CoV-2 sowie einige Coronaviren, die bei Fledermäusen gefunden wurden und bei denen die Möglichkeit besteht, dass sie eines Tages auf den Menschen überspringen.

Forschende suchen nach einem Universal-Imfstoff, der gegen mehrere Coronaviren hilft.

Im Tierversuch mit Mäusen habe der Impfstoff effektiv neutralisierende Antikörper gegen mehrere Spike-Proteine gebildet, heißt es in einer Mitteilung der Universität von North Carolina. Auch gegen die Beta-Variante des Coronavirus (B.1.3.5.1), die erstmals in Südafrika entdeckt wurde, wurden demnach Antikörper gebildet. Das Spike-Protein wird von Coronaviren genutzt, um an menschliche Zellen anzudocken.

Universal-Impfstoff gegen Corona im Tierversuch: „Vielleicht ein Sars-CoV-3 verhindern“

„Der Impfstoff hat das Potenzial, Ausbrüche zu verhindern, wenn man ihn beim Auftauchen einer neuen Variante nutzt“, erklärt Studienautor Baric. Die Daten der Forschenden zeigen, dass der Impfstoff bei Mäusen Infektionen und Lungenschäden im Zusammenhang mit Sars-CoV und verwandten Coronaviren verhinderte. „Unsere Ergebnisse sehen für die Zukunft vielversprechend aus“ freut sich Hauptautor Martinez. „Sie deuten darauf hin, dass wir universellere Coronavirus-Impfstoffe entwickeln können, um uns proaktiv vor Viren zu schützen, von denen wir wissen, dass die Gefahr besteht, dass sie beim Menschen auftreten.“

Die Studie wurde im Fachjournal Science veröffentlicht (DOI: 10.1126/science.abi4506). Die Forschenden gehen davon aus, dass nach weiteren experimentellen Tests bereits im kommenden Jahr klinische Studien mit Menschen durchgeführt werden könnten. Ein weiterer Vorteil des Universal-Impfstoffs: Seine Struktur unterscheidet sich nicht von den zugelassenen mRNA-Impfstoffen, die die mRNA des Wildtyps von Sars-CoV-2 enthalten, berichtet das Ärzteblatt. Der neu entwickelte Universal-Impfstoff gegen Corona könnte daher auf die gleiche Weise hergestellt werden wie die Corona-Impfstoffe von Biontech/Pfizer und Moderna. Studienautor Martinez gibt sich jedenfalls optimistisch: „Mit dieser Strategie können wir vielleicht ein Sars-CoV-3 verhindern“. (tab)

Rubriklistenbild: © Petra Nowack/Imago

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema

Kommentare