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Booster oder jährliche Impfung? Pfizer-Chef gibt Ausblick

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Von: Tim Vincent Dicke

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Pfizer-CEO Albert Bourla.
Gegen Corona-Booster in kurzen Abständen: Pfizer-CEO Albert Bourla. © Sakis Mitrolidis/AFP

Gemeinsam mit Biontech produziert Pfizer den Impfstoff Comirnaty. Wie geht es mit den Corona-Impfungen weiter? Unternehmenschef Albert Bourla äußert sich.

Jerusalem – Wie die Zukunft der Corona-Impfungen aussieht, ist derzeit noch nicht klar. Müssen Impfwillige alle paar Monate zum Booster-Termin, um sich zu schützen? Reicht eine jährliche Corona-Impfung? Oder gibt es bald die Vakzin-Spritze, die einen Immunschutz von mehreren Jahren bietet? Der Chef des US-amerikanischen Pharmakonzerns Pfizer, Albert Bourla, meldet sich zu Wort.

In einem Interview mit dem israelischen Nachrichtensender N12 News am Samstag (22.01.2022) wurde der Pharma-CEO gefragt, ob er die regelmäßige Verabreichung von Booster-Impfungen gegen Corona alle vier bis fünf Monate für sinnvoll hält. Bourlas Antwort: „Das ist kein gutes Szenario. Ich hoffe, dass wir einen Impfstoff haben werden, den man einmal im Jahr anwenden muss.“

Corona-Booster in kurzen Abständen laut Pfizer-Chef nicht sinnvoll

Wenn Menschen nur einmal im Jahr geimpft werden, sei es einfacher, sie zu überzeugen, führte Albert Bourla aus. Aus Sicht der öffentlichen Gesundheit sei das der Idealweg. „Wir wollen herausfinden, ob wir einen Impfstoff entwickeln können, der Omikron abdeckt und die anderen Varianten nicht vergisst, und das könnte eine Lösung sein“, sagte Bourla.

Der Unternehmenschef mit griechischen Wurzeln fügte hinzu, dass Pfizer bereit dafür sei, die Zulassung für einen neu gestalteten Spezial-Impfstoff zur Bekämpfung der Omikron-Mutante zu beantragen. Bereits im März 2022 könne das Vakzin vom Pharmariesen in Massen produziert werden.

Pfizer stellt gemeinsam mit dem Mainzer Biotechnologieunternehmen Biontech das Corona-Vakzin Comirnaty her. Bei dem Impfstoff handelt es sich um ein mRNA-Präparat. Neben Comirnaty setzt auch der Spikevax-Impfstoff der US-Firma Moderna auf die mRNA-Technologie.

Corona-Studie aus Israel: Zweite Booster-Impfung schützt nicht genug vor Omikron

Eine am Montag (17.01.2022) vom israelischen Shiba-Krankenhaus veröffentlichte Studie kam zu dem Ergebnis, dass eine vierte Corona-Impfung nur bedingt vor der Omikron-Variante schützt.

Man beobachte auch bei vierfach Geimpften Ansteckungen, sagte Professorin Gili Regev vom Schiba-Krankenhaus. Zwei Wochen nach einer vierten Dosis des Präparats von Biontech/Pfizer sei zwar ein „schöner Anstieg“ der Antikörper zu beobachten. Deren Zahl liege sogar etwas über dem Wert nach der dritten Corona-Impfung. „Aber für Omikron ist dieser schöne Wert nicht genug.“ Die vierte Impfung biete „nur teilweise Schutz vor dem Virus.“ (tvd)

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