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EU-Arzneimittelbehörde

Corona-Impfung: EMA lässt Biontech-Vakzin für Kinder und Jugendliche zu

  • Tim Vincent Dicke
    VonTim Vincent Dicke
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Werden Kinder und Jugendliche bald gegen Corona geimpft? Die EU-Arzneimittelbehörde EMA legt sich beim Impfstoff von Biontech/Pfizer fest.

Amsterdam/Berlin – Grünes Licht für Impfungen für Kinder: Die EU-Arzneimittelbehörde EMA hat den Corona-Impfstoff von Biontech/Pfizer für Kinder und Jugendliche ab zwölf Jahren zugelassen. Dies teilte die Agentur am Freitag (28.05.2021) in Amsterdam auf einer Pressekonferenz mit. Ursprünglich war die Zulassungsentscheidung erst für Juni erwartet worden, die EMA hatte das Verfahren jedoch beschleunigt. Bisher war das Vakzin in der Europäischen Union erst für Personen ab 16 Jahren freigegeben.

US-Studie: Biontech-Impfstoff schützt Kinder und Jugendliche gut vor Corona

Eine US-Studie kam bereits vor der offiziellen EMA-Verkündung zu dem Ergebnis, dass der Biontech-Impfstoff auch Kinder zwischen zwölf und 15 Jahren sicher vor einer Corona-Erkrankung schützt. Das hatten Daten gezeigt, die bereits Grundlage für die Notfall-Zulassung des Impfstoffes in den USA in dieser Altersgruppe waren und auch der EMA vorgelegt wurden.

In der Studie trat demnach bei mehr als 1000 geimpften Kindern und Jugendlichen kein Corona-Fall auf, in der etwa gleichen großen, ungeimpften Kontroll-Gruppe waren es 16. Nach der Impfung sei es überwiegend allenfalls zu leichten Impfreaktionen wie Müdigkeit oder Kopfschmerzen gekommen, schrieben die Wissenschaftler im „New England Journal of Medicine“. Die positiven Ergebnisse rechtfertigten auch Tests bei jüngeren Kindern oder anderen, besonders schützenswerten Gruppen wie schwangeren Frauen, hieß es.

Corona-Impfstoff von Biontech/Pfizer: für Kinder ab zwölf Jahren nun freigegeben.

Corona-Impfstoff für Kinder: Biontech-Wirksamkeit bei 100 Prozent

Die Forschenden hatten Daten von insgesamt 2260 Kindern zwischen 12 und 15 Jahren ausgewertet. Diese hatten im Abstand von 21 Tagen zwei Dosen des Impfstoffes (1131 Kinder) oder Placebo-Spritzen (1129 Kinder) mit Kochsalzlösung erhalten. Für jeweils sieben Tage nach den Injektionen notierten die Probanden eventuelle Impfreaktionen. Unerwünschte Wirkungen wurden bis zu sechs Monate nach der zweiten Spritze erfasst.

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Die Wirksamkeit einer zweifachen Impfung lag den Forschenden zufolge bei 100 Prozent, da es in der Studien-Gruppe im Vergleich zur Placebo-Gruppe keinen Corona-Fall gegeben habe. Abgesehen davon zeigten auch Labortests, dass die Impfung eine stabile Immunantwort erzeugte, sie war sogar besser als in der Gruppe der Jugendlichen und jungen Erwachsenen zwischen 16 und 25 Jahren.

Biontech: Bundesregierung macht Weg für Corona-Impfstoffe für Kinder frei

Wie in anderen Altersgruppen seien die Impfreaktionen, wenn sie auftraten, mild bis moderat gewesen. Die Teilnehmer:innen klagten über Schmerzen an der Einstichstelle, Müdigkeit, Kopfschmerzen und Fieber – nach der zweiten Dosis häufiger als nach der ersten. Die Beschwerden verschwanden meist innerhalb von wenigen Tagen. Schwerere unerwünschte Wirkungen wie Thrombosen oder ein anaphylaktischer Schock traten nicht auf. Allerdings lässt die Gesamtzahl von 1131 Geimpften nur bedingt Rückschlüsse über seltene Nebenwirkungen zu.

Die Bundesregierung hatte bereits zuvor den Weg für Kinder-Impfungen gegen das Coronavirus frei gemacht. Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und die Ministerpräsident:innen der Länder verständigten sich am Donnerstag (27.05.2021) beim Impfgipfel darauf, dass sich Eltern mit Kindern ab zwölf Jahren ab dem Ende der Priorisierung, also in der Regel ab dem 7. Juni, um einen Impftermin bei den niedergelassenen Ärzt:innen oder auch in den Impfzentren bemühen können. (tvd/dpa)

Rubriklistenbild: © Roberto Casimiro/Imago Images

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