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Menschen stehen in der Schlange vor einem Impfzentrum.
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In Deutschland wird über eine Corona-Impfpflicht diskutiert. Eine Umfrage hat die Stimmung zu dem kontroversen Thema abgefragt. (Archivbild)

Über zwei Drittel durchgeimpft

Corona-Impfpflicht: Welche Wählergruppe ist dafür?

  • Vincent Büssow
    VonVincent Büssow
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Eine Impfpflicht wird im Kampf gegen Corona kontrovers diskutiert. Eine neue Umfrage kommt zu einem überraschenden Ergebnis.

Frankfurt – Aufgrund der drastisch steigenden Corona-Fallzahlen in Deutschland* wird aktuell über verschiedene Maßnahmen diskutiert, um der Pandemie entgegenzuwirken. Neben einer ausgeweiteten 2G-Regel und der Wiedereinführung der kostenlosen Bürgertests steht dabei auch eine Impfpflicht im Raum. Eine Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Yougov im Auftrag der Deutschen Presse Agentur (dpa) hat die Stimmung in Deutschland zu dem kontroversen Thema eingefangen. Das Ergebnis: Viele Deutsche sind für ein schärferes Vorgehen als die meisten Politiker und Politikerinnen.

Erst vor Kurzem sagte der bayerische Ministerpräsident Markus Söder* im Gespräch mit der Süddeutschen Zeitung, dass der Deutsche Ethikrat Vorschläge machen soll, „ob und für welche Gruppen eine Impfpflicht denkbar wäre“. Wenn von Personengruppen gesprochen wird, für die eine verpflichtende Immunisierung denkbar wäre, sind meistens Pflegekräfte und Lehrende gemeint. Auch die Vorsitzende des Bundeselternrates forderte eine Impfpflicht für Lehrkräfte*, die „bundeseinheitlich gesetzlich festgeschrieben“ wird. Ein solcher Ansatz findet auch in der jüngsten Umfrage viel Anklang.

Zwei Drittel der Deutschen für Corona-Impfpflicht

Mehr als zwei Drittel der Befragten (68 Prozent) gaben an, mindestens eine Corona*-Impfpflicht für bestimmte Berufsgruppen zu befürworten. 44 Prozent davon sprachen sich sogar dafür aus, alle Menschen zur Immunisierung gegen das Coronavirus zu verpflichten. Nur 27 Prozent der Teilnehmer und Teilnehmerinnen gaben an, dass sie generell gegen eine Impfpflicht sind.

Die Ergebnisse stellen einen deutlichen Gesinnungswandel in Deutschland dar. In einer früheren Umfrage im Auftrag der dpa waren 56 Prozent gegen eine allgemeine Impfpflicht, während sich nur 33 Prozent der Befragten dafür aussprachen. Dieses Stimmungsbild kam wenige Tag nach der ersten Impfung gegen Corona am 26. Dezember 2020 zustande, wobei zu diesem Zeitpunkt noch keine Impfpflicht für bestimmte Berufsgruppen abgefragt wurde.

Impfpflicht in Deutschland: Corona-Maßnahme bei Ampel-Wählern und -Wählerinnen beliebt

Am geringsten vertreten sind die Befürwortenden einer allgemeinen Impfpflicht unter AfD*-Wählern und -Wählerinnen (31 Prozent). CDU*-Wähler und -Wählerinnen hingegen halten mit einer Zustimmung von 56 Prozent am meisten von einem solchen Vorhaben. Auch bei den Wählern und Wählerinnen der voraussichtlich nächsten Regierung, also denen von SPD, FDP und Grünen, ist die Idee einer verpflichtenden Corona-Impfung durchaus beliebt.

SPD*-Wähler und -Wählerinnen kommen dabei auf 54 Prozent, die der FDP* auf 52 Prozent und die Wähler und Wählerinnen der Grünen* auf 44 Prozent. In dem neuen Corona-Gesetzentwurf der Ampel-Parteien ist von einer Impfpflicht allerdings nicht die Rede. Laut Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) sind mittlerweile mindestens 67,3 Prozent der deutschen Impffähigen vollständig geimpft. (vbu/dpa) *fr.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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