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Corona-Impfpflicht mit Novavax-Vakzin – Gesundheitsminister beschließen neue Regelung

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Von: Tobias Utz

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Während eine allgemeine Impfpflicht debattiert wird, laufen die Planungen für die Corona-Impfpflicht des Gesundheitssektors.

Frankfurt/Berlin – Ab Mitte März soll in Deutschland eine berufsbezogene Corona-Impfpflicht* gelten. Sie betrifft vor allem das Personal in Krankenhäusern und Kliniken sowie Pflegepersonal. Sie sollen „bevorzugt“ mit dem Corona-Impfstoff* von Novavax* versorgt werden, wie die Gesundheitsministerinnen und Gesundheitsminister der Bundesländer am Samstag (22.01.2022) beschlossen.

Bei Novavax handelt es sich um ein proteinbasiertes Vakzin, das in der Vergangenheit fälschlicherweise als „Totimpfstoff“ bezeichnet wurde.* Zahlreiche Menschen warten auf die erste Lieferung des Novavax-Impfstoffs nach Deutschland. Laut Angaben von Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach* erfolgt diese im Februar.

Corona-Impfpflicht ab März 2022: Wer betroffen ist

Die Gesundheitsministerinnen und Gesundheitsminister der Bundesländer sprachen sich am Samstag zudem dafür aus, PCR-Tests angesichts der hohen Infektionszahlen für die genannten Berufsgruppen zu priorisieren. Sie sollen vorrangig für vulnerable Gruppen sowie Beschäftigte reserviert werden, die sie betreuen und behandeln, hieß es im Nachgang. Die Thematik soll auch auf dem anstehenden Corona-Gipfel am Montag debattiert werden.

Corona-Impfpflicht: Private Pflegekräfte nicht inbegriffen

Derweil wächst die Kritik, dass private Pflegekräfte nicht von der geplanten Corona-Impfpflicht erfasst werden. Tino Sorge, gesundheitspolitischer Sprecher der CDU*, forderte die Bundesregierung auf, sich des Problems anzunehmen. Privat organisierte Pflegekräfte dürften bei der Corona-Impfpflicht nicht übersehen werden – zumal sie oft in enger häuslicher Gemeinschaft mit den Betreuten lebten.

Novavax-Impfstoff
Der Corona-Impfstoff von Novavax. © Frank Hoermann/Sven Simon/Imago Images

Auf ähnliche Weise äußerte sich Ates Gürpinar, pflegepolitischer Sprecher der Linken*. Private Pflegekräfte sollten auch beim Arbeitsschutz gleichgestellt werden und Anspruch auf Corona-Boni haben, betonte Gürpinar. Laut einem Sprecher des Bundesgesundheitsministeriums ist man sich des Problems in Berlin bewusst. Ob und wie die Impfpflicht auf private Pflege- und Betreuungskräfte ausgedehnt werden könnte, werde in den Fachgremien diskutiert, hieß es. Das berichtet unter anderem der NDR. (tu mit dpa/AFP) *fr.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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